BWE-Geschäftsführer Ralf Bischof: "Der Energiekonzern RWE versorgt derzeit die Politik mit unseriösen Daten. Die Mehrkosten für den Verbraucher durch den Netzanschluss werden nach Berechnungen der Bundesregierung weniger als ein Hundertstel Cent pro Kilowattstunde betragen und sind somit kaum messbar. Wenn Deutschland technologisch weiter Spitzenreiter bleiben will, dann muss der Startschuss für die Stromerzeugung zur See jetzt kommen. Jede weitere Verzögerung bedeutet eine Preisgabe von Vorteilen im internationalen Wettbewerb."
Die Kosten für den Netzanschluss für Offshore-Windparks sollen nach dem Beschleunigungsgesetz bis Ende 2011 die Netzbetreiber zahlen, die es wiederum über das Netzentgelt bundesweit auf den Verbraucher umlegen dürfen. Die Regierung geht davon aus, dass bis zur gesetzlichen Frist Ende 2011 Windparks mit etwa 1.500 Megawatt Leistung in Nord- und Ostsee ans Netz gehen. Das entspricht Investitionen in Höhe von etwa 3,5 Mrd. Euro. 25 Prozent davon sind Investitionen in den Netzanschluss, also etwa 900 Mio. Euro. Abgeschrieben auf 20 Jahre und umgelegt auf den Jahresstromverbrauch Deutschlands von über 500 Mrd. kWh ergeben sich Mehrkosten von 0,009 Cent pro Kilowattstunde (900 Mio. Euro : 20 Jahre : 500 Mrd. kWh = 0,009 ct/kWh). Die RWE hingegen missachten in ihrer Rechnung die Frist Ende 2011 und gehen von einem unrealistischen Zubau von über 20.000 Megawatt Offshore-Leistung aus.
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