Das durchschnittliche Wachstum der Erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung werde dem so genannten Alternative Policy Scenario zufolge bei 8,9 Prozent jährlich liegen. Die bedeutendste Erneuerbare-Energie-Quelle werde Biomasse sein, gefolgt von Wasserkraft, Wind, Solar und Erdwärme.
Damit prognostiziert die IEA einen höheren Beitrag der Erneuerbaren Energien am so genannten Primärenergieverbrauch als in ihrem letzten World Energy Outlook. Im Jahr 2005 veranschlagte die Organisation den Anteil Erneuerbarer Energien an der Strom-, Wärme- und Kraftstoffproduktion noch auf 14 Prozent bis 2030, heute sieht sie ihn bei 16 Prozent.
Es ist wahrscheinlich, dass die IEA ihre Prognosen auch künftig erhöhen wird: Bislang haben sich ihre Schätzungen in Bezug auf Erneuerbare Energien stets als zu konservativ erwiesen. So ging die IEA in ihrem World Energy Outlook 1998 davon aus, dass die weltweite Stromproduktion aus Wind-, Bio- und Solarenergie sowie aus Erdwärme 429 Terawattstunden im Jahr 2020 betragen würde. Diese Menge wird voraussichtlich schon in diesem Jahr erreicht werden.
Vor diesem Hintergrund sieht die Erneuerbare-Energien-Branche den künftigen Anteil der Erneuerbaren Energien wesentlich höher als die IEA. Er könne bis 2030 weltweit bei fast 35 Prozent liegen, erwartet der europäische Branchenverband EREC. Für Deutschland prognostiziert der Bundesverband Erneuerbare Energie einen Anteil von 40 Prozent. Im Bereich der Stromerzeugung soll der Anteil Erneuerbarer Energien hierzulande bis 2030 sogar auf 67 Prozent wachsen.
Pressemitteilung der Informationskampagne für Erneuerbare Energien vom 7. November 2006.
Redaktion: Christoph Podewils, Tel.: 030/200-535-54
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