Die Kernenergie ist eine veraltete Technologie der frühen 70er Jahre. Sie bietet keine Lösung für die aktuellen Herausforderungen des Klimaschutzes. Hierfür sind Umwelttechnologien der heutigen Zeit gefordert. Zusammen mit verstärkten Anstrengungen bei der Energieeffizienz sind es die Erneuerbaren Energien, die das Ziel von 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß bis 2020 möglich machen. "Neben dem Klimaschutz dienen die Erneuerbaren Energien auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Über 280.000 Menschen arbeiten mittlerweile in der Branche der Erneuerbaren Energien. Bis 2020 können bis zu 500.000 sichere Jobs in diesem innovativen Zukunftsfeld entstehen. Debatten um eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke gefährden diese Entwicklung ohne Not."
Im Gegensatz zur Kernenergie wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien von der großen Mehrheit der Deutschen unterstützt - so eine Anfang dieser Woche veröffentlichte EMNID-Umfrage. Auf die Frage, welcher Energieträger künftig Vorrang haben solle, nannten 85 Prozent der Befragten die regenerativen Energien. Die hohe Zustimmung zieht sich dabei quer durch alle Alters- und Bildungsschichten. Nur 10 Prozent sprachen sich für die Atomenergie aus. Daraus lässt sich eindeutig ein Regierungsauftrag der kommenden Bundesregierung ableiten. "Ganz gleich, welche Koalition nach dem 27. September in Deutschland das Sagen hat: Die kommende Bundesregierung muss den Vorrang für die Erneuerbaren Energien garantieren und den schnellen Umbau unserer Energieversorgung ermöglichen. Die Kernenergie in Deutschland ist für eine große Mehrheit aller Deutschen keine Option für die künftige Energieversorgung. Sie muss den Erneuerbaren Energien ohne wenn und aber die Vorfahrt lassen", stellte Albers klar.