Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien verändert sich der Kraftwerkspark und damit auch die Anforderungen ans Stromnetz. Um die Lösungen für einen bedarfsgerechten Ausbau des Netzes voranzubringen, lud der BEE im Dezember 2008 gemeinsam mit der Gesellschaft für Netzintegration (GENI) und dem Bundesverband WindEnergie (BWE) zur Netzintegrationskonferenz in Berlin ein.
Rund 100 Experten aus Energiewirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden diskutierten konkrete Schritte für einen schnelleren Netzausbau sowie Anreize für regenerative Kombikraftwerke und die Erschließung neuer Speicher. In einer abschließenden Podiumsdiskussion nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Bundestagsfraktionen zu den Vorschlägen Stellung und erläuterten ihre Konzepte.
Die wichtigsten Ergebnisse aus Sicht des BEE: Um die wachsende Menge an Strom aus Erneuerbaren Energien tatsächlich vollständig in die Stromversorgung zu integrieren, müssen regenerative Kombikraftwerke mittels zusätzlicher politischer und wirtschaftlicher Instrumente gezielt gefördert werden. Das gleiche gilt für die Erweiterung vorhandener und die Erschließung neuer Speicher wie zum Beispiel Pumpspeicherkraftwerke, Druckluftspeicher, regenerativ erzeugter Wasserstoff oder Elektrofahrzeuge.
Die Stromnetze sind zudem noch nicht ausreichend auf die neuen Anforderungen einer zunehmend erneuerbaren Energieversorgung ausgerichtet, der notwendige Netzausbau kommt nur schleppend voran. Netzbetreiber und Politik müssen den Ausbau des Stromnetzes deshalb jetzt beschleunigen.