Kombikraftwerk
2020 werden rund zwei Drittel der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien aus den fluktuierenden Quellen Wind und Sonnenstrahlung stammen. Um deren variablen Einspeiseverlauf auszugleichen und so zu jeder Tages- und Nachtzeit die Stromnachfrage decken zu können, können verschiedene Maßnahmen beitragen. Zum Beispiel können Lastspitzen durch Nachfragemanagement verringert und die Leistung der in der Übergangszeit zur Vollversorgung noch bestehenden fossilen Kraftwerke angepasst werden.
Wegweisend für eine dauerhafte und sichere Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien ist das Konzept des regenerativen Kombikraftwerkes, auch „virtuelles Kraftwerk“ genannt. Darin werden je nach Größenordnung lokal, regional oder national mehrere Anlagen, die aus unterschiedlichen erneuerbaren Quellen Energie gewinnen, verknüpft und gemeinsam geregelt. Dadurch können die spezifischen Vorteile der jeweiligen Technologien optimal kombiniert und bedarfsgerecht und zuverlässig Strom bereitgestellt werden. Windenergieanlagen und Solarmodule leisten je nach Verfügbarkeit von Wind und Sonne ihren Beitrag zur Stromerzeugung. Ausgleichend werden Biogas, Wasserkraft und Erdwärme eingesetzt, die gut regelbar sind und Speichermöglichkeiten bieten. Einer Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien steht damit technisch nichts im Wege.
Die Firmen Schmack Biogas AG, Solarworld AG und Enercon GmbH haben den Ansatz des regenerativen Kombikraftwerks in einem bundesweiten Projekt bereits 2006 realisiert und so die Eignung der Erneuerbaren für eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Stromversorgung unter Beweis gestellt.