bEEmerkenswert
Wegweisend, alarmierend oder einfach nur skurril: Unter bEEmerkenswert filtern wir Schlagzeilen und Informationsschnipsel aus der täglichen Nachrichtenflut heraus, die wir mit Blick auf das Thema Erneuerbare Energien besonders interessant finden – bEEmerkenswert eben.
Sinn ist Dinosaurier 2009
30. Dezember 2009. Der Präsident des Münchner ifo-Instituts Hans-Werner Sinn ist "Dinosaurier des Jahres 2009". Er erhielt den vom Naturschutzbund Deutschland ausgelobten "peinlichsten Umweltpreis Deutschlands", weil er keine Gelegenheit auslasse, moderne Umweltpolitik zu attakieren, und hemmungslos seine veralteten Theorien vom alles regulierenden Markt verbreite.
Quelle: taz
Baden-Württemberg: Erneuerbare werden in Altbauten Pflicht
29. Dezember 2009. Baden-Württemberg macht als erstes Bundesland Erneuerbare Energien in Altbauten zur Pflicht. Beim Austausch von Heizungsanlagen in Wohngebäuden müssen vom 1. Januar an mindestens zehn Prozent des Wärmebedarfs über Erneuerbare gedeckt werden. Bislang gilt die Pflicht bundesweit nur für Heizungen in Neubauten.
Quelle: dpa
Strompreise an der Börse auf Rekordtief
27. Dezember 2009. Am zweiten Weihnachtstag rutschten die Strompreise an der Leipziger Strombörse weit ins Minus. Im Tagesmittel kostete eine Kilowattstunde am Spotmarkt minus 3,6 Cent. Wer sich über die Börse Energie beschaffte, bekam also sogar noch Geld dazu. Ursache für das Überangebot an Strom waren hohes Windaufkommen und das Durchlaufen unflexibler Großkraftwerke.
Quelle: taz
Weihnachtsgänse treiben Energieverbrauch in die Höhe
23. Dezember 2009. Weihnachtsgänse und andere Festbraten treiben den Energieverbrauch der privaten Haushalte während der Feiertage in die Höhe. Besonders am 25. Dezember werde der Strombedarf weit über das übliche Maß an Sonn- und Feiertagen hinausgehen. Gegen Mittag sei dann die "Weihnachtsgans-Spitze" erreicht, so der Netzbetreiber Eon-Mitte.
Quelle: dpa
Teure Atomenergie: 1,2 Mrd Euro für Morsleben
17. Dezember 2009. Die Stilllegung des ehemaligen DDR-Atomendlagers Morsleben dürfte nach vorsichtigen Schätzungen des Bundesumweltministeriums um die 1,2 Milliarden Euro kosten. Seriöse Detailangaben zur Beendigung dieser unterirdischen Lagerstätte für schwach und mittelstark radioaktive Abfälle könnten jedoch noch nicht gemacht werden.
Quelle: dpa
Stadtwerke gegen lange Atom-Laufzeiten
14. Dezember 2009. Die Stadtwerke haben Vorbehalte gegen die geplante Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Sie fürchten, dass der von ihnen geplante Ausbau der Stromerzeugung dadurch behindert wird. Nach Angaben des Verbandes kommunaler Unternehmen sind 3500 MW Kraftwerkskapazitäten im Bau oder in Genehmigungsverfahren.
Quelle: dpa
Geoanstalt warnt vor Verknappung bei Erdöl
10. Dezember 2009. Vor Versorgungseinschränkungen bei Erdöl durch Verknappung der Vorräte spätestens bis zum Jahr 2035 hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover gewarnt. Daran änderten auch neue Funde in jüngster Zeit wenig. Die Produktionsraten seien bereits heute kaum noch zu steigern.
Quelle: dpa
Städte sollen stärker auf Erneuerbare setzen
08. Dezember 2009. Städte und Gemeinden weltweit setzen nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) noch nicht genug auf Erneuerbare Energien. Bürgermeister und Stadträte hätten großen Einfluss auf die Energieerzeugung. Sie könnten mit gutem Beispiel vorangehen, um den CO2-Ausstoß zu verringern und die Versorgungssicherheit zu erhöhen, so die IEA. Quelle: AFP
Weltweiter Zeitungsappell an Klimagipfel
07. Dezember 2009. In einer einzigartigen Aktion haben 56 Zeitungen aus der ganzen Welt an den Klimagipfel in Kopenhagen appelliert und eindringlich ein Abkommen gefordert. Zum Auftakt der Mammutkonferenz druckten die Blätter eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie die Regierungen zum Handeln aufriefen. Das Statement erschien in 20 Sprachen und 44 Ländern.
Quelle: AP
UNEP-Chef: 100% Erneuerbare bis 2050 möglich
03. Dezember 2009. Deutschland könnte nach Ansicht des Chefs des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Achim Steiner, seinen Energieverbrauch bis 2050 fast ausschließlich durch Erneuerbare Energien decken. Wenn Deutschland seine Energieversorgung entsprechend modernisiere, habe das für viele Länder eine Vorbildfunktion.
Quelle: AFP
Frankreich braucht Strom aus Deutschland
29. November 2009. Frankreich wird in diesem Winter verstärkt auf Stromimporte aus den europäischen Nachbarländern angewiesen sein. Denn die Kernkraftwerke des Landes stehen wegen Überalterung, Ausfällen und Rückständen bei der Instandhaltung nicht vollständig zur Verfügung. Anfang November waren 18 von insgesamt 58 AKW außer Betrieb.
Quelle: FAZ
Bundesnetzagentur kritisiert unredliche Stromversorger
28. November 2009. Laut Bundesnetzagentur haben sich viele Stromkonzerne bei den jüngsten Preiserhöhungen zu Unrecht auf höhere Ökostrom-Kosten berufen. Behördenchef Matthias Kurth sagte der Süddeutschen Zeitung, nach Berechnungen der Agentur mache die zunehmende Einspeisung Erneuerbaren Stroms nur 0,2 Cent je Kilowattstunde aus.
Quelle: ddp
Versicherer warnt vor explodierenden Klimakosten
26. November 2009. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re warnt vor massiv steigenden Belastungen durch den Klimawandel. In Kopenhagen müssten sich die Staaten zumindest auf Eckpfeiler für ein striktes Klimaschutzabkommen einigen. Falls nichts getan werde, werde Versicherungsschutz rasant teuerer uind für immer mehr Menschen unbezahlbar.
Quelle: dpa
Strom bis 2050 komplett erneuerbar
25. November 2009. Der neue Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, ist davon überzeugt, dass der Strom in Deutschland bis 2050 vollständig aus Erneuerbaren Energien produziert werden kann. Dazu seien zwar erhebliche Anstrengungen notwendig, doch schon heute könnten Erneuerbare vom Grundsatz her rund um die Uhr Strom für die gesamte Nachfrage liefern.
Quelle: ddp
Passagierflugzeug fliegt mit Biosprit
23. November 2009. Mit einem Testflug hat die niederländische Fluggesellschaft KLM den Einsatz von Biosprit in einem ihrer Passagierjets getestet. Der Flug mit rund 40 ausgesuchten Gästen dauerte eine Stunde. Eines der vier Triebwerke der Boeing 747 wurde dabei mit einem 50-prozentigen Gemisch aus Biosprit aus nachwachsenden Rohstoffen und Kerosin befeuert.
Quelle: AFP
Regierung will Elektromobilität beschleunigen
20. November 2009. Mit acht Modellregionen und Investitionen von knapp zwei Milliarden Euro will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Elektromobilität fördern. Das Thema sei ein Schwerpunkt seiner Arbeit. In zehn Jahren sollen nach seinem Willen rund eine Million Elektro-Autos auf deutschen Straßen fahren.
Quelle: dpa
Russland erstickt an Atommüll
17. November 2009. Russland erstickt an radioaktivem Müll und hat dringenden Handlungsbedarf eingeräumt. Rund 550 Millionen Tonnen Strahlenabfälle, darunter auch Uran aus Deutschland, hätten sich inzwischen im Land angesammelt, so die staatliche Atomholding Rosatom. Der Atommüll stammt vor allem aus Atomkraftwerken sowie militärischer Nutzung.
Quelle: dpa
Erster deutscher Offshore-Windpark komplett
16. November 2009. Deutschlands erster Offshore-Windpark in der Nordsee ist komplett: Die zwölfte und letzte Anlage für den Test-Windpark «alpha ventus» 45 Kilometer nördlich von Borkum stehe nach sieben Monaten Bauzeit, teilten die Betreiber mit. Der Windpark soll jährlich eine Strommenge produzieren, die dem Verbrauch von 50000 Haushalten entspricht.
Quelle: dpa
AKW stehen häufig still
13. November 2009. Deutsche Atomkraftwerke stehen wegen Nachrüstungen oder technischer Probleme bis zu 30 Prozent ihrer Betriebszeit still. Das besagt eine Statistik des Bundesumweltministeriums. Danach habe das Kernkraftwerk Brunsbüttel die längsten Ausfallzeiten. In seinen 32 Jahren Laufzeit war der Meiler insgesamt neun Jahre nicht am Netz.
Quelle: bild.de
Internationale Energieagentur schlägt Klimaalarm
10. November 2009. Einen Monat vor der Weltklimakonferenz hat die Internationale Energieagentur (IEA) vor dramatischen Folgen eines ungebremsten Energieverbrauchs gewarnt. Man sei auf dem Weg zu einem Temperaturanstieg von sechs Grad. Um den Klimawandel zu begrenzen, sei u.a. der Ausbau Erneuerbarer Energien auf einen Anteil von 60 Prozent bis 2030 notwendig.
Quelle: AP
Windenergierekord in Spanien
09. November 2009. Spanien hat am Wochenende einen Rekord bei der Versorgung mit Windenergie verzeichnet. Wegen starker Böen lieferten Windkraftwerke zeitweise mehr als die Hälfte der landesweit benötigten Elektrizität. Spanien setzt seit einigen Jahren verstärkt auf Erneuerbare Energien. Die Regierung will zudem schrittweise aus der Atomenergie aussteigen.
Quelle: AFP
Braunschweig ehrt Solarflug-Pioniere
06. November 2009. Die Schweizer Piccard und Borschberg sind mit dem Forschungspreis der Stadt Braunschweig ausgezeichnet worden. Sie erhielten die Auszeichnung für die Entwicklung ihres Solarflugzeugs «Solar Impulse». Damit hätten sie bewiesen, dass Nachhaltigkeit auch bei der Konstruktion von Flugzeugen möglich sei.
Quelle: dpa
Hilfswerke fordern Klimaschutzmilliarden für die Ärmsten
05. November 2009. Die Deutsche Welthungerhilfe und terre des hommes fordern Milliardenhilfen für Klimaschutz in armen Ländern. Der geschätzte Bedarf liege dort bei jährlich 100 Milliarden US-Dollar. Tatsächlich stellen die Industriestaaten bisher nur drei Mrd. Dollar zur Verfügung, geben aber 300 Mrd. Dollar für die Subventionierung fossiler Brennstoffe aus.
Quelle: epd
Ban warnt vor Flüchtlingswelle
04. November 2009. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnt vor einer Flüchtlingswelle infolge des Klimawandels. Die globale Erwärmung mit ihren längeren Dürren, verheerenden Stürmen und Waldbrände werde Menschen in Entwicklungsländern zur Umsiedlung zwingen. Die Klimakonferenz in Kopenhagen müsse daher ein ehrgeiziges Abkommen schließen.
Quelle: AP
Malediven setzen auf Windenergie
02. November 2009. Die Regierung der Malediven genehmigte den Bau eines 75-MW-Windparks nördlich der Hauptstadt Male. Die Anlage soll innerhalb der kommenden 20 Monate gebaut werden und mehr als die Hälfte des auf den Malediven benötigten Stroms bereitstellen. Die südwestlich von Sri Lanka gelegene Inselgruppe ist vom Klimawandel besonders bedroht.
Quelle: AFP
RWE-Chef: AKW können bis zu 80 Jahre laufen
31. Oktober 2009. RWE-Chef Jürgen Großmann hat mit dem Verweis auf andere Länder Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke von bis zu 80 Jahren ins Gespräch gebracht. Die derzeitige Begrenzung auf 32 Jahre, die 2000 von der rot-grünen Bundesregierung mit der Atomindustrie vereinbart worden war, bleibe hinter den volkswirtschaftlichen Möglichkeiten.
Quelle: dpa
AKW Belene: RWE steigt aus
28. Oktober 2009. Der Energiekonzern RWE ist aus dem Atomkraftwerks-Projekt Belene in Bulgarien ausgestiegen. Das Joint Venture Agreement sei wegen nicht gelöster Finanzierungsfragen des Projekts gekündigt worden, sagte eine RWE- Sprecherin. RWE war an der Projektgesellschaft zu 49 Prozent beteiligt, den Rest hält der bulgarische Staat.
Quelle: dpa
US-Stromnetz wird intelligent
27. Oktober 2009. US-Präsident Obama startet das umfangreichste Projekt zur Modernisierung des Stromnetzes in den USA. Mit umgerechnet rund 2,3 Mrd. Euro werden Leitungen modernisiert und auf Ökostrom-Transport ausgelegt. Das geplante "intelligente Stromnetz" wird zudem mit Messinstrumenten in Millionen Privathäusern verknüpft, um Energieeinsparungen zu ermöglichen.
Quelle: AFP
Koalition will Energiekonzerne notfalls zerschlagen
24. Oktober 2009. Für mehr Wettbewerb will die neue Bundesregierung große Konzerne notfalls zerschlagen, so der Koalitionsvertrag. Treffen könnte es die vier großen Stromkonzerne, deren Kontrolle der Leitungsnetze nach Ansicht von Experten günsitgere Strompreise verhindert. Die neue Regierung will deshalb eine unabhängige Netz AG gründen.
Quelle: dpa
Mit Anti-Terror-Gesetzen gegen Teersand-Gegner
22. Oktober 2009. Die kanadische Provinz Alberta hat Umweltaktivisten mit einschlägigen Anti-Terror-Gesetzen gedroht. Die Naturschützer wollen die besonders umweltschädliche Erdölgewinnung aus kanadischem Teersand verhindern, bei der im Vergleich zur konventionellen Erdölproduktion dreimal so hohe Treibhausgasemissionen entstehen.
Quelle: IPS
Ölpreis über 80 Dollar
21. Oktober 2009. Der US-Ölpreis ist erstmals seit einem Jahr über die Marke von 80 Dollar gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im November kostete bis zu 80,05 Dollar. Dies ist der höchste Stand seit Mitte Oktober 2008. Quelle: dpa
Solarpreis für Kloster
18. Oktober 2009. Das rheinland-pfälzische Zisterzienserkloster Himmerod ist mit dem Deutschen Solarpreis 2009 ausgezeichnet worden. Damit wurde der komplette Umstieg auf regenerative Energien gewürdigt. Mit Photovoltaik sowie einer Schilfrohr-Heizanlage wird das Kloster ab kommendem Jahr ohne Energielieferungen von außen auskommen.
Quelle: KNA
Windkraft hat mehr Potenzial als Schiffbau
17. Oktober 2009. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro bis 2030 wird sich die Windindustrie nach Expertenmeinung zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige im Norden entwickeln. Bereits heute seien in der Windbranche mehr Beschäftigte zu finden als im Schiffbau, so das Fraunhofer IWES in Bremerhaven.
Quelle: dpa
Plutonium für fünf Bomben zufällig entdeckt
15. Oktober 2009. Beim Abbau einer Atomanlage in Südfrankreich ist kiloweise hochgefährliches Plutonium entdeckt worden, das nirgendwo verzeichnet war. Die Atomaufsicht ASN sprach von einem "Störfall" und verbot weitere Arbeiten an der Anlage in Cadarache. Die gefundene Menge Plutonium reiche für den Bau von fünf Atombomben aus, erklärte Greenpeace.
Quelle: AFP
Pellets trotzen der Krise
14. Oktober 2009. Pelletheizungen, die mit kleinen genormten Holzpresslingen befeuert werden, erfreuen sich trotz der Wirtschaftskrise reger Nachfrage. Dabei werden zunehmend größere Feuerungsanlagen von Kommunen und Unternehmen bestellt. Wie die Fachmesse Interpellets gezeigt hat, breitet sich die Branche jetzt über den deutschsprachigen Raum hinaus aus.
Quelle: FAZ
Solarstrom-Boom in Bayern überfordert Netzbetreiber
13. Oktober 2009. Der Boom beim Aufbau privater Solarstromanlagen in Bayern hat zur Überforderung der dortigen Netzbetreiber geführt. Trotz Aufstockung des Personals, Überstunden und Samstagsarbeit würden die Betreiber beim Anschluss der neuen Anlagen an das Stromversorgungsnetz an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, teilte der zuständige Verband mit.
Quelle: AFP
Dänischer Energiekonzern stoppt Kohlekraftwerkspläne
12. Oktober 2009. Der staatliche dänische Energiekonzern DONG Energy hat seine Pläne zum Bau eines Kohlekraftwerks in Ostfriesland gestoppt. Die Anlage in Emden werde eben so wenig gebaut wie ein weiteres Kohlekraftwerk in Schottland. Dong-Vize-Präsident Niels Bergh-Hansen begründete die Entscheidung damit, dass der Versorger künftig stärker auf Ökostrom setzen wolle.
Quelle: Reuters
Elektro-Smart ab 2012 in Serie
09. Oktober 2009. Daimler will ab 2012 eine strombetriebene Version seines Kleinwagens Smart in Serie bauen. Ziel sei eine Jahresproduktion im fünfstelligen Bereich, kündigte Daimler-Chef Dieter Zetsche bei einem Besuch des Smart-Werkes in Hambach an. Die Batterie könne an einer einfachen Steckdose geladen werden und ermögliche eine Reichweite von 115 Kilometern.
Quelle: AFP
Laufzeitverlängerungen schaden Klimaschutz
08. Oktober 2009. Die Abkehr vom Atomausstieg könnte aus Sicht des Umweltbundesamtes dem Klimaschutz schaden. Falls die Reaktoren länger laufen, müssten die Vorgaben für Kraftwerksbetreiber beim Emissionshandel verschärft werden, forderte der neue UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Sonst drohe ein Preisverfall für Emissionshandelszertifikate und damit höhere CO2-Emissionen.
Quelle: AP
Abwrackprämie für Laternen
07. Oktober 2009. Das niedersächsische Umweltministerium verspricht Gemeinden eine Abwrackprämie von bis zu 25.000 Euro, falls sie durch die Erneuerung ihrer Straßenbeleuchtung Strom sparen und damit den CO2-Ausstoß mindern. An die hundert Kommunen haben sich schon beteiligt. Bis zur Hälfte ihrer Stromausgaben fließen in die Straßenbeleuchtung.
Quelle: FAZ
Regierung tagt unter Wasser
06. Oktober 2009. Um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen, will sich die Regierung der Malediven unter Wasser versammeln. Bei seiner Sitzung am 17. Oktober werde das Kabinett in sechs Metern Tiefe einen Aufruf an die Weltgemeinschaft zur Reduzierung von Treibhausgasen verabschieden. Kommunizieren wolle man per Handzeichen und Tafeln.
Quelle: Handelsblatt
Gönner will Erneuerbare im Umweltministerium belassen
05. Oktober 2009. Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) hält nichts davon, die Zuständigkeit für Erneuerbare ins Wirtschaftsministerium zu verlagern. Die Erneuerbaren Energien bräuchten auch in Zukunft einen gewichtigen Fürsprecher. Deswegen wäre es klüger, Klimaschutz und Öko-Energien im Umweltministerium zu bündeln.
Quelle: Frankfurter Rundschau
700 Nackte im Weinberg
04. Oktober 2009. Um auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen, haben sich etwa 700 Nackte im französischen Burgund in einem Weinberg postiert. Die Menschheit und ihr kulturelles Erbe seien gefährdet, wenn jetzt nicht schnell gehandelt werde, so die Botschaft. Die Teilnehmer waren aus ganz Frankreich und dem Ausland angereist.
Quelle: dpa
EU plant Klimasteuer
02. Oktober 2009. Die EU-Kommission kündigte beim Finanzministertreffen in Göteborg einen Gesetzesvorschlag für eine Mindeststeuer auf den CO2-Ausstoß von Heizkraftstoffen und Sprit an. Damit könnte es in der EU eine Klimasteuer für Privathaushalte geben. In Steuerfragen ist allerdings ein einstimmiger Beschluss des Finanzministerrats notwendig.
Quelle: AFP
EU-Kirchen fordern ambitioniertes Klimaabkommen
01. Oktober 2009. Die christlichen Kirchen in Europa haben an die schwedische EU-Präsidentschaft appelliert, sich im Dezember in Kopenhagen für ein ambitioniertes Klima-Abkommen einzusetzen. Angesichts der Folgen des Klimawandels vor allem für die Entwicklungsländer müsse die EU ihre Verantwortung wahrnehmen, erklärten Kirchenvertreter.
Quelle: KNA
Entwicklungsländer brauchen hohe Klimawandel-Hilfen
30. September 2009. Die Entwicklungsländer brauchen in den nächsten 40 Jahren zwischen 75 und 100 Milliarden Dollar pro Jahr, um sich vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu schützen. Das geht aus einer neuen Studie der Weltbank hervor. Würden Anpassungsmaßnahmen frühzeitig in Angriff genommen, könne das später Geld sparen.
Quelle: dpa
BGH stärkt Wettbewerb
29. September 2009. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat für Kommunen den Weg frei gemacht, die Gas- und Stromversorgung wieder in die eigene Hand zu nehmen. In einem Grundsatzurteil von bundesweiter Bedeutung verpflichtete das Gericht die Energieversorger, ihre Netze beim Auslaufen der Konzessionsverträge an Kommunen zu verkaufen, wenn dies zu Vertragsbeginn so geregelt war.
Quelle: AFP
Klima erwärmt sich ohne Gegenmaßnahmen um vier Grad
28. September 2009. Ohne Gegenmaßnahmen droht die weltweite Temperatur bis Mitte des Jahrhunderts um vier Grad zu steigen. Damit würde der Klimawandel schneller verlaufen und die Welt stärker gefährden als zuletzt prognostiziert. Das berichteten Vertreter des Meteorologischen Zentrums Hadley auf Basis einer eigenen Klimastudie in Oxford.
Quelle: Reuters
Fossile Energieträger mittelfristig ohne Subventionen
26. September 2009. Die G-20 wollen Subventionen für fossile Energieträger mittelfristig auslaufen lassen. Diese "ineffizienten Subventionen" förderten die Energieverschwendung und liefen den Bemühungen zum Klimaschutz zuwider, heißt es in dem Abschlussdokument des Gipfels, das jedoch keine Zeitvorgaben enthält.
Quelle: AFP
Erste Null-Emissions-Kirche Deutschlands
25. September 2009. Im mittelfränkischen Dietenhofen steht Deutschlands erste Null-Emissions-Kirche. Der Neubau von Sankt Bonifatius wird vollständig aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Den Strom liefert eine Solaranlage auf dem Dach, die Heizung wird mit Erdwärme betrieben. Bisher gibt es bundesweit keine andere Kirche mit einem vergleichbar hohen Klimaschutz-Standard. Quelle: KNA
Ökostrom macht zufriedener
24. September 2009. Die Stiftung Warentest hat die 30 günstigsten Stromtarife von 16 Stromanbietern unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Ökostrom kann nicht nur beim Preis mit konventionellem Strom mithalten, sondern hat auch in Sachen Kundenzufriedenheit die Nase vorn. Oft seien auch Vertragsbedingungen und Informationen bei diesen Anbietern besser.
Quelle: Stiftung Warentest
Opel baut Autos mit Solarstrom
22. September 2009. Der Autobauer Opel will künftig in großem Stil Sonnenenergie von den Dächern seiner Werkshallen zur Auto-Fertigung nutzen. Das 13-Megawatt-Photovoltaik-Kraftwerk in Rüsselsheim soll Ende 2010 fertig sein und wird von den Unternehmen Solon und Tauber-Solar betrieben.
Quelle: dpa
Kostenlose CO2-Zertifikate für Industrie
21. September 2009. Zwei Drittel aller Industriezweige erhalten ihre Emissionszertifikate in der neuen Handelsperiode von 2013 bis 2020 weitgehend kostenlos. 164 Sektoren stünden in einem so intensiven internationalen Wettbewerb, dass sie es sich nicht leisten könnten, für die Ausstoßrechte zu bezahlen, so die Europäische Kommission.
Quelle: FAZ
Fischer angelt BMW
19. September 2009. Der frühere Grünen-Spitzenpolitiker Joschka Fischer berät Medienberichten zufolge künftig den Münchner BMW-Konzern bei der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Fischer solle Denkanstöße geben, wie das Öko-Bewusstsein der Mitarbeiter gestärkt werden könne. BMW wird damit nach dem Energiekonzern RWE ein weiterer Kunde von Fischers neuer Beratungsfirma.
Quelle: AFP
Mit dem Papst gegen den Klimawandel
17. September 2009. Zwei Schweizer Gemeinden wollen ein Gelübde aus dem 17. Jahrhundert ändern. Damals hatten die Bewohner von Fiesch und Fieschertal im Wallis aufgrund des bedrohlichen Vorrückens des Altschgletschers gelobt, gegen dessen Wachstum zu beten. Mittlerweile ist so viel Eis geschmolzen, dass die Gemeinden das Gelübde mit Genehmigung des Papstes in Bitte um Beistand gegen den Klimawandel abändern wollen.
Quelle: KNA
Mehr Strom von der See
16. September 2009. In seiner letzten Sitzung vor der Bundestagswahl hat das Kabinett den Ausbau von Windenergieanlagen in der Nordsee beschlossen. Allein von dort sollen künftig 6,8 Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden. Insgesamt will die Bundesregierung in den kommenden Jahren mit 40 Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee 30.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Quelle: AP
Künftig klimaschonend unterwegs mit Elektrofahrzeugen
14. September 2009. Elektrofahrzeuge mit einer Reichweite bis 150 Kilometer könnten Mitte des Jahrhunderts den Großteil der Pkw-Fahrleistung in Deutschland abdecken und dabei nur einen Bruchteil der heutigen CO2-Emissionen verursachen, so das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einer Studie. Voraussetzung sei allerdings, dass das Energiesystem hin zu Erneuerbaren Energie umgebaut werde.
Quelle: AFP
Solaranlagen sind beliebtes Diebesgut
13. September 2009. Der Solarboom in Deutschland hat eine Diebstahlserie ausgelöst: Vom Emsland bis nach Bayern ziehen Banden übers Land und montieren bei Nacht Solaranlagen von den Dächern. Der Schaden geht in die Millionen, die Polizei hat eigens Beamte für die Fälle abgestellt.
Quelle: Spiegel online
München wird 100-Prozent-Stadt
11. September 2009. Die Stadtwerke München setzen voll auf Erneuerbare Energien: Nicht mehr Kohle und Atom sollen die Münchner künftig mit Strom versorgen, sondern Sonne, Wind und Wasser - und das schon ab 2015. Dann wollen die Stadtwerke 100 Prozent des privaten Strombedarfs in München ökologisch erzeugen, und zwar vollständig in eigenen Anlagen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
China baut größtes Solarkraftwerk der Welt
10. September 2009. China will mit Hilfe des US-Unternehmens First Solar das größte Solarkraftwerk der Welt bauen. Es soll im Inneren der Mongolei entstehen und binnen eines Jahrzehnts fertiggestellt werden. Das Kraftwerk wird voraussichlich zwei Gigawatt Leistung bringen - so viel wie zwei AKW - und drei Millionen Menschen mit Strom versorgen.
Quelle: AFP
Energiekonzerne erzielen höchste Rendite
08. September 2009. Unternehmen aus der Energiebranche lieferten im Zeitraum von 2004 bis 2008 die höchste Aktienrendite. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group. Während die durchschnittliche Rendite am Aktienmarkt im untersuchten Zeitraum 2,9 Prozent betrug, erreichten die Energiekonzerne im Mittel 10,9 Prozent.
Quelle: FAZ
Frankreich erhebt CO2-Abgabe
04. September 2009. Frankreich führt eine CO2-Steuer ein. Ab dem kommenden Jahr müssen Haushalte und Firmen pro Tonne Kohlendioxidausstoß 14 Euro zahlen. Im Gegenzug werden Sozialabgaben und andere Steuern gesenkt. Die CO2-Abgabe soll Frankreich helfen, seinen Ausstoß von Treibhausen bis 2050 gegenüber 1990 auf ein Viertel zu senken.
Quelle: AFP
Kostenexplosion auf Reaktorbaustelle
02. September 2009. Die Kosten für den neuen Atomreaktor im finnischen Olkiluoto steigen immer weiter. Statt der ursprünglich erhofften Einnahmen von 3 Milliarden Euro erwartet der französische Hersteller Areva inzwischen einen Verlust von mindestens 2,3 Milliarden. Der Reaktor wird nicht wie geplant im April 2009, sondern frühestens im Sommer 2012 ans Netz gehen.
Quelle: FAZ
Merkel bekennt sich zum EEG
31. August 2009. Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Förderung Erneuerbarer Energien fortsetzen und sieht diese auch als Investition in Exportchancen und zukunftsträchtige Arbeitsplätze. "Ich stehe auch für die nächste Legislaturperiode zum EEG", sagte die CDU-Vorsitzende im Interview mit der Wirtschaftswoche.
Quelle: Wirtschaftswoche
Städte und Gemeinden investieren auf See
27. August 2009. Städte und Gemeinden aus Südwestdeutschland wollen für knapp 1,5 Milliarden Euro gemeinsam einen Windpark in der Nordsee bauen. 100 Kilometer nordwestlich von Borkum sollen 80 Windkraftanlagen Strom für 400.000 Haushalte erzeugen. Der Baubeginn ist im Herbst geplant, nächstes Jahr soll der erste Strom fließen.
Quelle: dpa
Afrika fordert Milliarden für Klimaschäden
26. August 2009. Die afrikanischen Staaten wollen sich von den Industriestaaten für die Klimaschäden auf dem Kontinent mit einer Milliardensumme entschädigen lassen. Umwelt- und Agrarminister aus zehn afrikanischen Ländern beraten zurzeit einen Resolutionsentwurf dazu, in dem von knapp 47 Milliarden Euro die Rede ist.
Quelle: dpa
Pro-Atom-Kurs schadet Union und FDP
25. August 2009. Mit ihren Plänen, die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern, schaden sich CDU/CSU und FDP nach Auffassung der Bevölkerung und auch ihrer Anhänger. Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage mit Blick auf die Bundestagswahl am 27. September. Die Mehrheit der Bevölkerung stehe nicht hinter einem Pro-Atom-Kurs.
Quelle: dpa
Kakerlaken für Klimawandel gerüstet
24. August 2009. Kakerlaken sind für allfällige Klimaänderungen bestens vorbereitet. Um in trockener Umgebung Wasser zu sparen, können sie 40 Minuten lang ihren Atem anhalten und so Feuchtigkeitsverluste verringern. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie von Biologen der University of Queensland in Brisbane. Quelle: pressetext.de
Minister zu Guttenberg will Erneuerbare stärker fördern
21. August 2009. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will seine Mitarbeiter auf eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien einschwören: "Das ist zu lange als Badeschlappenthema verworfen worden, muss jetzt aber ein echter Schwerpunkt des Wirtschaftsministeriums werden - auch wenn das bei manchem in diesem Haus ein gewisses Umdenken erfordert."
Quelle: FTD
Deutschlands größtes Solarkraftwerk eröffnet
20. August 2009. Der Solarpark Lieberose ist jetzt das größte Sonnenkraftwerk in Deutschland. Mit der Montage des 560.000sten Solarmoduls belegt die Anlage weltweit Platz 2. Zum Jahresende soll sie fertiggestellt sein und mit einer Leistung von 53 Megawatt genug klimafreundlichen Strom erzeugen, um den jährlichen Bedarf von rund 15.000 Haushalten zu decken.
Quelle: www.juwi.de
Wasser kann mehr als nur waschen
18. August 2009. Das erste Wasserkraftwerk zur Stromgewinnung wurde 1880 in England errichtet. In Deutschland gab es Anfang des 20. Jahrh. mehr als 70.000 kleine Wasserkraftwerke. Die meisten wurden allerdings nach 1960 stillgelegt. Heute produzieren noch etwa 7.500 Anlagen Strom, ihre Leistung entspricht der von fünf Atomkraftwerken.
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien
Vögel werden kleiner
17. August 2009. Nach einer wissenschaftlichen Studie haben Vögel in Australien als Folge der Erderwärmung im vergangenen Jahrhundert an Größe verloren. Ein Vergleich von acht Vogelarten zeige, dass die heutigen Tiere bis zu vier Prozent kleiner seien als ihre Vorfahren. Die Tiere verringern so die Beanspruchung durch zunehmende Wärme.
Quelle: AFP
Erster deutscher Hochsee-Windpark am Netz
13. August 2009. Der erste deutsche Hochsee-Windpark speist Strom ins Netz ein. Am Dienstagabend gingen die ersten drei Anlagen des Windparks Alpha Ventus in der Nordsee in Betrieb. Bis Ende des Jahres sollen alle zwölf Windräder am Netz sein. Die produzierte Strommenge wird künftig für 50.000 Haushalte ausreichen.
Quelle: ddp
Erneuerbare Energien beliebter als Fußball
12. August 2009. Erneuerbare Energien sind beliebter als Fußball. Nur ein Drittel der Bevölkerung verfolgt das Geschehen auf dem Rasen mit großem Interesse, ein Drittel kann sich dafür überhaupt nicht begeis- tern. Dagegen halten laut forsa-Umfrage 97 Prozent Nutzung und Ausbau Erneuerbarer Energien für wichtig oder sehr wichtig.
Mehr gute Gründe für Erneuerbare.
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien
China baut Windenergie massiv aus
10. August 2009. China baut die Stromerzeugung aus Windenergie massiv aus. Am Samstag wurde mit dem Bau einer Zehn-Gigawatt-Anlage in der Provinz Gansu begonnen. Die ersten 4 GW sollen bereits nächstes Jahr ans Netz gehen. Insgesamt will China seine Windkraft-Kapazität bis 2020 von heute 12 auf 100 GW steigern.
Quelle: reuters
Atomprojekt Belene vor dem Aus
07. August 2009. Das umstrittene bulgarische Atomkraftwerksprojekt Belene steht laut Financial Times Deutschland vor dem Aus. "Die Finanzierung ist nicht gelungen", zitiert das Blatt eine mit den Vorgängen vertraute Person. Für vier Milliarden Euro sollten zwei Meiler mit einer Leistung von je 1000 Megawatt entstehen.
Quelle: FTD
Ölpreis höher als erwartet
05. August 2009. Das Prognos-Institut berechnete 2007 einen Ölpreis von 65 Dollar pro Barrel für das Jahr 2020. 2008 betrug der mittlere Ölpreis bereits 91 Dollar. Zurzeit bewegt er sich trotz Wirtschaftskrise um die 70 Dollar. Kein Wunder, dass alle Welt über Sonnenstrom aus der Wüste spricht.
Quelle: Prognos, BEE