bEEmerkenswert
Wegweisend, alarmierend oder einfach nur skurril: Unter bEEmerkenswert filtern wir Schlagzeilen und Informationsschnipsel aus der täglichen Nachrichtenflut heraus, die wir mit Blick auf das Thema Erneuerbare Energien besonders interessant finden – bEEmerkenswert eben.
CO2-Emissionen trotz Wirtschaftskrise hoch
02. September 2010. Die globalen CO2-Emissionen sind im Jahr 2009 aufgrund der Wirtschaftskrise erstmals seit 1999 gesunken - jedoch nur marginal. Nach Berechnungen des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) wurden 2009 weltweit 31,1 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen. Das sind nur 400 Millionen Tonnen oder 1,3 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008. China steht an erster Stelle beim CO2-Ausstoß, Deutschland auf Platz sechs.
Quelle: Stern.de, Dpa
Studie: Schwerer Konflikt zwischen Erneuerbaren und Atomstrom
26. August 2010. Eine aktuelle Studie der Universität Flensburg belegt erneut: Laufzeit-
verlängerungen für AKWs provozieren einen schweren wirtschaftlichen Konflikt zwischen Erneuerbaren Energien und Atomstrom. Bei weiterhin erfolgreichem Ausbau der Erneuerbaren decken diese in Zukunft immer öfter die volle Stromnachfrage. Atomreaktoren müssten dann immer häufiger kurzfristig vom Netz. Die Studie geht davon aus, dass die EVU massiv daraufhin drängen werden, den Vorrang für EE-Strom abzuschaffen, um Milliardenverluste zu verhindern.
Frankfurter Rundschau
Erneuerbare übertreffen erstmals 10-Prozent-Marke
23. August 2010. Die erneuerbaren Energien sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Ihr Anteil am Gesamt-energieverbrauch übertraf im letzten Jahr erstmals die 10-Prozent-Marke. Für die Stromerzeugung ergibt sich ein Anteil von 16,3 Prozent. Auch stiegen die Investitionen in EE-Anlagen auf ein Rekordhoch von mehr als 20 Milliarden Euro. Die gesamte Wertschöpfung (Investitionen und Betrieb) betrug laut BMU rund 37,5 Milliarden Euro.
Quelle: Sueddeutsche.de
Merkel vier Tage unter Strom
18. August 2010. Bundeskanzlerin Merkel startet heute eine viertägige "Energiereise" durch Deutschland. Sie beginnt mit dem Besuch eines Windparks in Mecklenburg-Vorpommern und einem Rostocker Windanlagenhersteller. Morgen fährt Merkel zur Leipziger Strombörse. Nächsten Donnerstag will sie das AKW Emsland besichtigen. Danach stehen ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Lingen auf dem Programm, eine Biomasseheizanlage und die Baustelle des Steinkohle-
kraftwerks in Lünen (NRW). Nächsten Freitag besichtigt Merkel das Wasserkraftwerk Rheinfelden und zum Abschluss ein Modellhaus der TU Darmstadt.
Quelle: Stern.de
Atom-Lobby droht mit Sofort-Ausstieg
16. August 2010. Die Atomlobby widerlegt erneut ihr Märchen vom billigen Atomstrom: Nach einem Bericht des "Spiegel" behaupten die vier EVU, mit der Brennelementesteuer lohne sich der Weiterbetrieb ihrer Meiler nicht mehr - und drohen gar mit dem Sofort-Ausstieg. Dies zeigt einmal mehr, dass es nie um mehr Klimaschutz oder Versorgungs-
sicherheit ging, sondern einzig und allein um Milliardengewinne für die Kraftwerksbetreiber. Die gute Nachricht für die EE: Sie sind bereits heute so preiswert, dass die Atomenergie schon bei einer Abgabe von 2,3 Milliarden Euro nicht mehr konkurrenzfähig ist.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Per Elektromobil um die Welt
13. August 2010. Am kommenden Montag startet in Genf (Schweiz) das «Zero Emissions Race». Vier Teams aus drei Kontinenten gehen auf eine rund 30 000 Kilometer lange Reise durch 16 Länder - per emissionsfreiem Elektromobil. Neben Australien und Südkorea sind aus Europa auch Deutschland sowie das Start- und Zielland Schweiz vertreten. Zur deutschen Mannschaft gehört unter anderem ein dreiköpfiges E-Motorrad-Team aus Berlin.
Quelle: Associated Press
Uran-Vorräte schon heute knapp
11. August 2010. Der Atombrennstoff Uran wird sich einem EU-Bericht zufolge in den nächsten Jahren rasant verknappen und verteuern. Spätestens ab 2020 werde das Uran aus erschlossenen Minen nicht mehr ausreichen, um den heutigen Verbrauch durch die derzeit noch 435 bestehenden Atomkraftwerke zu decken. Nach Angaben des Bundeswirtschafts-
ministeriums führte die Verknappung bereits zwischen 2003 und 2007 zu einer Preissteigerung um 1300 Prozent.
Quelle: AFP
Fossile Energien um Vielfaches stärker gefördert als Erneuerbare
09. August 2010. Einer aktuellen Analyse von Bloomberg New Energy Finance zufolge wurden die Erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr weltweit mit 43 bis 48 Milliarden US-Dollar gefördert. Bemerkenswert erscheint diese Zahl, wenn man sie der jährlichen Förderung fossiler Brenn- und Kraftstoffe gegenüberstellt: Für diese standen laut Internationaler Energieagentur (IEA) im Jahr 2008 immer noch 557 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.
Quelle: Euwid
Pannen-Manager soll über Gorleben-Eignung mitentscheiden
05. August 2010. Nach einem Bericht des Magazins «Stern» will das Bundesumwelt- ministerium den umstrittenen früheren Atommanager Bruno Thomauske an einer Eignungsprognose für das geplante Endlager Gorleben beteiligen. Thomauske leitete einst die Atomsparte im Vattenfall-Konzern. Nach der Störfallserie im Pannenreaktor Krümmel verlor er dort seinen Posten.
Quelle: Stern
Ölpest in China noch schlimmer als bekannt
03. August 2010. Das Ausmaß der aktuellen Ölpest im Gelben Meer ist vermutlich weitaus größer, als bislang von der chinesischen Regierung zugegeben. Nach der Explosion zweier Pipelines liefen laut US-Experten bis zu 60.000 Tonnen Öl in die Bucht von Dalian. Die Aufräumarbeiten finden nach Medien-Berichten unter teils primitivsten Bedingungen statt. Nach Angaben der Umweltschutz-
organisation Greenpeace ist das Ausmaß noch größer als bei der Exxon-Valdez-Katastrophe.
Quelle: AFP
Erneute Kostenexplosion bei französischem Reaktorbau
02. August 2010. Während sich die Atomlobby hierzulande über die geplante Brennelementesteuer erzürnt, sorgt auch Frankreichs erster Europäischer Druckwasserreaktor (EPR) mal wieder für Schlagzeilen: Der Neubau in der Normandie braucht nicht nur zwei Jahre länger als vom Kraftwerks-
betreiber EDF veranschlagt, er wird auch erneut deutlich teurer. Der Reaktor soll jetzt erst 2014 ans Netz gehen. Statt der ursprünglich veranschlagten 3,3 Milliarden Euro soll der Meiler nun 5 Milliarden kosten. Schon 2008 hatte der Konzern die Kosten auf 4 Milliarden nach oben korrigiert.
Quelle: Stern.de
Deutsche Windindustrie behauptet führende Stellung im Weltmarkt
30. Juli 2010. Die Erfolgsgeschichte der Windindustrie in Deutschland geht weiter. Trotz eines leicht rückläufigen Heimatmarkts im ersten Halbjahr 2010 nimmt die deutsche Windindustrie eine Spitzenstellung beim weltweiten Ausbau der Windenergie ein. Während der deutsche Markt in 2009 lediglich 6 Prozent des Weltmarkts ausmachte, betrug der Umsatz der Windenergie-
anlagenhersteller in Deutschland 17,5 Prozent des weltweiten Umsatzes. Dabei betrug die Exportquote 75 Prozent.
Quelle: Umweltmagazin
Floß aus Plastikflaschen gelingt Pazifik-Überfahrt
27. Juli 2010. Dem britischen Umweltschützer David de Rothschild ist mit seiner fünfköpfigen Crew auf dem Katamaran "Plastiki" die Pazifik-Überquerung gelungen. "Plastiki" wurde aus 12.500 Plastikflaschen gebaut und stach vor 128 Tagen von Sausalito (USA) aus in See. Am Montag erreichte die Crew nach 15.000 Kilometern den Hafen von Sydney. Der 31-jährige de Rothschild wollte mit der Pazifik-Überquerung auf die Folgen des Plastikmülls aufmerksam machen und für Wiederverwertung werben. Seine Energie erzeugte das Boot mit Windturbinen und Solarzellen. "Plastiki" wird nun in Sydney recycelt.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Atomare Altlasten kosten Bund und Steuerzahler Milliarden
26. Juli 2010. Die Beseitigung alter Atomanlagen werden den Bund und damit die Steuerzahler in Deutschland weiterhin Milliarden kosten. Das Bundesforschungsministerium schätzt die künftigen Ausgaben auf etwa 5,4 Milliarden Euro. Zusammen mit den bereits angefallenen Kosten summieren sich damit die Gesamtausgaben auf rund 10,6 Milliarden Euro. Zugleich weist das Forschungs-
ministerium darauf hin, dass bei allen Rückbauprojekten von Atomanlagen in Zukunft mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen sei.
Quelle: Financial Times Deutschland
Oberharzer Wasserwirtschaft soll Weltkulturerbe werden
23. Juli 2010. Die Oberharzer Wasserwirtschaft könnte von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt werden. Das über Jahrhunderte gewachsene System ist eines der weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme und besteht aus miteinander verbundenen Teichen, Stollen, Gräben und hölzernen Wasserrädern. Mit ihm machten sich die Bergleute im Harz die natürliche Wasserkraft als Energiequelle nutzbar. Die Oberharzer Wasserwirtschaft gilt als Meisterwerk früher Bergbau- und Ingenieurskunst.
Quelle: Associated Press
Große Mehrheit gegen deutliche Laufzeitverlängerungen
22. Juli 2010. Die Mehrheit der Deutschen lehnt eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ab. 77 Prozent der Befragten sprachen sich bei einer TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der «Zeit» dagegen aus, Atommeiler mehr als zehn Jahre länger als vereinbart am Netz zu lassen. Fast die Hälfte der Bevölkerung (48 Prozent) will überhaupt keine Laufzeitverlängerungen. Auch wären 58 Prozent der Deutschen bereit, für Strom aus Erneuerbaren Energien zehn Prozent mehr zu zahlen als bisher. Rund 47 Prozent der Bürger sind zudem der Überzeugung, dass Laufzeitverlängerungen für AKWs den Ausbau der Erneuerbaren behindern und bremsen würden.
Quelle: Die ZEIT
Schicht im Schacht
21. Juli 2010. Nach Plänen der EU-Kommission soll mit dem Steinkohlebergbau in Europa spätestens 2014 Schluss sein - vier Jahre früher als ursprünglich geplant. Die Kommission will die staatliche Unterstützung der unrentablen Steinkohlebergwerke abschaffen, weil sie die Wende zu einer klimafreundlicheren Politik beschleunigen will. Zudem ist der Steinkohleanteil an der Energie-
versorgung marginal. Dennoch unterstützt Deutschland die Steinkohle immer noch mit jährlich 2 Milliarden Euro.
Quelle: Die Welt
Ifo-Chef Sinn fordert Neubau von Atomkraftwerken
20. Juli 2010. Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn fordert den Bau neuer Atom-
kraftwerke. Die Atomenergie sei "eine konkurrenzlos billige Form der Stromerzeugung". Außerdem handele es sich dabei um eine "grüne Technologie", weil kein CO2-Ausstoß entstehe. Das Sicherheitsrisiko sei für ihn kein Problem: "Wir benutzen die Atmosphäre als CO2-Endlager und mir kann keiner erzählen, dass das weniger gefährlich sei, als kleine Mengen von radioaktiven Abfallstoffen in irgendwelchen Salzstöcken endzulagern."
Quelle: Sueddeutsche.de
Erneuerbare auf der Überholspur
19. Juli 2010. Die Mehrheit aller neu installierten Kraftwerke liefert Strom aus erneuerbaren Quellen. Rund 49 Prozent der neu installierten Kapazitäten beruhte im Jahr 2009 auf regenerativer Energietechnik. Auf europäischer Ebene stammt bereits gar 60 Prozent des Stroms neuer Kraftwerke aus erneuerbaren Quellen. Das geht aus dem Jahresbericht des internationalen Netzwerks für Erneuerbare Energie REN21 hervor.
Quelle: Sueddeutsche.de
EU-Kommission fordert Stopp für Tiefseebohrungen in der Nordsee
15. Juli 2010. Die EU-Kommission hat einen sofortigen Stopp für Tiefsee-Bohrungen in der Nordsee gefordert. Angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sollten die Mitgliedsstaaten diese Bohrungen nicht mehr genehmigen, sagte eine Sprecherin von EU-Energie-
kommissar Günther Oettinger. Es fehle an Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen. Oettinger fordert außerdem, bei Unfällen sollen künftig die Verursacher die Kosten der Schadensbeseitigung tragen.
Quelle: Die Zeit
Neue Solarzellen liefern Wasserstoff
14. Juli 2010. Wissenschaftler sind dem Ziel, Wasserstoff durch künstliche Photosynthese herzustellen, einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Eine neuartige Solarzelle produziert in Wasserumgebung Strom, der das Wasser in Sauerstoff und den begehrten Wasserstoff spaltet. Das Element kann Autos antreiben oder als Brennstoff für Kraftwerke dienen. Bislang wird es meist durch Elektrolyse gewonnen oder aus fossilem Erdgas gewonnen. Die Gewinnung nach dem Vorbild der Pflanzen könnte diese Methoden eines Tages verdrängen.
Quelle: Berliner Zeitung
UN werfen Top-Konzernen Raubbau an der Natur vor
13. Juli 2010. Die Vereinten Nationen werfen den größten Konzernen der Welt Raubbau an der Natur vor. Eine aktuelle Schätzung des UN-Umweltprogramms (UNEP) kommt zu dem Ergebnis, dass die Arten heute 100 Mal schneller aussterben, als es die Evolution vorgibt. Die UN beziffern die Umweltschäden, die allein die 3000 größten Unternehmen der Welt durch den Missbrauch natürlicher Ressourcen, durch Verschmutzung von Luft oder Gewässern sowie das Aussterben von Arten verantworten, auf 1,7 Billionen Euro.
Quelle: Deutsche Welle
Schleswig-Holsteiner Atomaufsicht kritisiert Laufzeitverlängerungskonzept
12. Juli 2010. Schleswig-Holstein hat die Teilnahme in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe aufgekündigt, in der über Sicherheitsanforderungen für Atomkraftwerke im Falle von Laufzeitverlängerungen beraten wird. Das berichtet Der Spiegel. Anstatt übergeordnete Sicherheitsanforderungen zu definieren, seien "Einzel-
maßnahmen auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner" diskutiert und alle Anlagen als weitgehend gleich sicher dargestellt worden, zitiert Der Spiegel aus einem Brief der Atomaufsicht. Das aber, so die Behörde, sei eine Wertung, die sicherheitstechnisch nicht zutreffend sei.
Quelle: Der Spiegel
Erneuerbare werden immer besser und billiger
08. Juli 2010. Die Lernkurve der Erneuerbaren Energien ist bereits beachtlich und wird sich weiter fortsetzen. Bei nahezu allen Technologien wurden in den vergangenen Jahren erhebliche technische Fortschritte und drastische Kostensenkungen realisiert, wie eine Analyse zur Innovationsentwicklung der Agentur für Erneuerbare Energien ergab.
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien
Solarflugzeug zum ersten Nachtflug abgehoben
07. Juli 2010. Das Schweizer Solarflugzeug Solar Impulse ist heute zu seinem ersten Nachtflug gestartet. Nachdem der Start in der vergangenen Woche wegen technischer Probleme verschoben werden musste, hob das Flugzeug um 6.51 Uhr vom Schweizer Flugplatz Payerne ab. Pilot und Projektmitgründer Borschberg will das akkubetriebene Fluggerät über 24 Stunden in der Luft halten.
Quelle: pressetext.de
Französischer Vorzeigereaktor hat zwei Jahre Verspätung
06. Juli 2010. Das Vorzeigestück der französischen Atomindustrie, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR) am Ärmelkanal, geht zwei Jahre später als geplant ans Netz. Der französische Stromriese EDF räumte die Verzögerung ein. "Alle betroffenen Abteilungen innerhalb des Unternehmens wissen, dass dieses große Projekt viele technische Probleme hat", sagte ein Kenner.
Quelle: AFP
Bund rückt offenbar von Atom-Steuer ab
05. Juli 2010. Die Bundesregierung rückt nach Protest der vier großen Energiekonzerne offenbar von der im Sparpaket vorgesehenen Einführung einer Brennelemente-Steuer ab. Das signalisierten laut Rheinischer-Post Vertreter des Bundesfinanzministeriums bei einem Spitzentreffen. Stattdessen soll nun ein Fond aufgelegt werden.
Quelle: Rheinische Post
Streit über Atomlaufzeiten spaltet Regierungslager
04. Juli 2010. Der Streit über die Atompolitik reißt immer tiefere Gräben im schwarz-gelben Lager auf. Aus Ärger über das Zögern der Regierung haben die Spitzen der Koalitionsfraktionen laut «Spiegel» vereinbart, einen eigenen Gesetzentwurf mit Laufzeitverlängerungen von mindestens 15 Jahren vorzulegen. Umweltminister Röttgen will dagegen maximal 10 Jahre längere Laufzeiten.
Quelle: AP
DFB protestiert gegen Atom-Werbung mit Fußballmotiven
03. Juli 2010. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat das Deutsche Atomforum aufgefordert, deren Werbekampagne für Kernenergie mit Fußballmotiven zu stoppen und eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. In den Anzeigen werde "eine Parteinahme des DFB für die weitere Nutzung der Kernkraft suggeriert". Das Atomforum weist die Forderung zurück.
Quelle: Spiegel online
Stromexportweltmeister Deutschland
02. Juli 2010. Im ersten Quartal 2010 erzielte die Bundesrepublik mit gut 9 Mrd. Kilowattstunden Strom den höchsten Exportüberschuss ihrer Geschichte, wie Zahlen der AG Energiebilanzen belegen - und das, obwohl die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel stillstanden. Indizien für eine "Stromlücke", die von der Atomlobby für den Fall des Ausstiegs angeführt wird, gibt es folglich nicht.
Quelle: taz
Ökostrom boomt Atom weg
01. Juli 2010. Nach einer neuen Prognose des Bundesumweltministeriums im Rahmen des Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energie beträgt der Anteil von Wind- und Wasserkraft, Solarenergie und Biomasse an der Elektrizitätserzeugung bis 2020 bereits 38,6%. Damit würden die erneuerbaren Energien den Atomstrom rechnerisch bereits 2021 überflüssig machen.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Kemfert: Westliche Welt braucht Tiefsee-Öl
30. Juni 2010. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält Tiefsee-Ölbohrungen weiterhin für unentbehrlich. Sie schreibt auf energlobe.de: «Keine Frage: Tiefseebohrungen sind riskant ... Allerdings ist die Technik beherrschbar, und wir haben leider auch keine andere Wahl: Insbesondere die westliche Welt braucht dieses Tiefsee-Öl.»
Quelle: energlobe.de
"Vorsorge gesetzlich nicht vorgesehen"
29. Juni 2010. Bei Unfällen auf Ölplattformen in der Nord- oder Ostsee laufen die Geschädigten Gefahr, finanziell leer auszugehen. Die Bundesregierung räumt ein, dass zentrale Fragen der Haftung sowohl im europäischen als auch im nationalen Rahmen ungeklärt sind. "Eine Deckungsvorsorge ist gesetzlich nicht vorgesehen", heißt es mit Blick auf die Betreiber von Meeres-Förderanlagen.
Quelle: Berliner Zeitung
Ölpest kostet BP 100 Mio. Dollar am Tag
28. Juni 2010. Die Ausgaben des britischen Energiekonzerns BP im Kampf gegen die Ölpest haben sich auf 100 Mio. Dollar pro Tag erhöht und damit einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt hat die Katastrophe im Golf von Mexiko das Unternehmen bislang 2,65 Mrd. Dollar gekostet, wie BP bekannt gab. Hinzu kommen 20 Mrd. Dollar für einen Entschädigungsfonds.
Quelle: Handelsblatt
Peruanischer Erfinder will Berge weiß anmalen
27. Juni 2010. Ein peruanischer Erfinder will alle Gipfel in den peruanischen Anden, auf denen mal Schnee lag, weiß anmalen. Die weiße Farbe soll nicht nur schön aussehen. Sie soll das Eis wieder zurückbringen und zur Verbesserung des Weltklimas beitragen. Inzwischen unterstützen die Weltbank und das peruanische Umweltministerium die Aktion "Paint It White".
Quelle: FTD
Umweltminister Röttgen warnt vor Ölkatastrophen
26. Juni 2010. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat vor weiteren Ölkatastrophen wie am Golf von Mexiko gewarnt, wenn die Industriegesellschaften ihre "Wirtschafts- und Lebensweise nicht ändern". Zu jedem Erdölverbraucher in der westlichen Welt führe eine Spur vom Golf . Als Lehre aus der Ölkatastrophe müsse es weltweit hohe ökologische Standards für Bohrungen geben.
Quelle: Spiegel online
EU-Kommission will Kohlesubventionen bis 2023 abschaffen
24. Juni 2010. Die Kohlesubventionen in der EU sollen nach einem Vorschlag der EU-Kommission bis 2023 abgeschafft werden. Das sieht EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia in einem Entwurf vor, der am 6. Juli vorgelegt werden soll. In Deutschland ist beschlossen, die Steinkohle-Subventionen bis 2018 einzustellen. Quelle: Reuters
Uranbergbau-Sanierung kostete bislang 5,3 Milliarden
23. Juni 2010. In die Sanierung des ostdeutschen Uranbergbaus sind seit 1990 rund 5,3 Mrd. Euro geflossen. Wie es hieß, sind die Arbeiten unter Tage bereits sehr weit fortgeschritten. Insgesamt zahlt der Bund rund 6,4 Milliarden Euro für die Sanierung. Die Wismut mit Standorten in Sachsen und Thüringen galt bis 1990 als drittgrößter Uranproduzent der Welt.
Quelle: AP
Telekom Austria baut Telefonzellen zu Stromtankstellen um
22. Juni 2010. Der österreichische Telefonkonzern Telekom Austria (TA) greift nach neuen Märkten, um die stetigen Umsatzverluste in seinem Kerngeschäft wettzumachen. Im ersten Schritt werde TA bis Ende des Jahres 30 Telefonzellen zu Stromtankstellen ausbauen. Dort können Besitzer von Elektroautos und E-Fahrrädern ihre Fahrzeuge nachladen. Bezahlt werde über die Handyrechnung.
Quelle: FTD
Ölteppich vor ägyptischer Badeküste
21. Juni 2010. Vor der Küste des ägyptischen Badeortes Hurghada am Roten Meer treibt nach einem Leck in einer Bohrplattform ein Ölteppich. Die Ölgesellschaft in der Hafenstadt Suez erklärte, der Ölteppich habe die Küste in einer Länge von 160 Kilometern verschmutzt. Auch Urlauberstrände seien betroffen. Der Badeort ist eines der wichtigsten Touristenzentren in Ägypten.
Quelle: Der Standard
Energiekosten stiegen in 12 Jahren um 74%
20. Juni 2010. Die durchschnittlichen Kosten für Strom, Erdgas und Benzin eines Drei-Personen-Haushalts sind seit 1998 um 2162 Euro auf 5073 Euro gestiegen (+ 74 %). Das ergeben Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Preistreiber seien vor allem die starke Nachfrage aus den USA und China sowie der deutsche Staat durch Steuern und Abgaben.
Quelle: bild.de
Atomindustrie will gegen Brennelementesteuer klagen
19. Juni 2010. In der Debatte um längere Laufzeiten für Atommeiler droht die Energiebranche der Bundesregierung: Die Vorstandsvorsitzenden der vier großen Stromkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW erwägen, die von der Bundesregierung geplante Brennelementesteuer notfalls vor Gericht zu stoppen, wie aus den Unternehmen verlautete.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Schweden steigt aus Atom-Ausstieg aus
17. Juni 2010. In Schweden dürfen unter Auflagen wieder neue Atomreaktoren gebaut werden. Eine knappe Mehrheit im Reichstag stimmte für den Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg, den die Skandinavier vor 30 Jahre beschlossen hatten. Neue Reaktoren dürfen allerdings nur als Ersatz für alte gebaut werden und müssen ohne staatliche Subventionen auskommen.
Quelle: Spiegel online
Energiesparbirnen gegen Stromknappheit
16. Juni 2010. Im Kampf gegen die chronische Energieknappheit in Bangladesch verteilt die Regierung in Dhaka 28 Millionen Energiespar-Glühbirnen. Die staatlichen Stromkonzerne beginnen in dieser Woche landesweit mit der Ausgabe der Glühbirnen, damit die Verbraucher ihre alten stromfressenden Birnen austauschen können.
Quelle: AFP
Keine neuen Kohlekraftwerke mehr
15. Juni 2010. Der Energiekonzern RWE plant nach den Worten seines Strategievorstands Leonhard Birnbaum keine neuen Kohlekraftwerke mehr. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen sei es "in der EU nicht wirtschaftlich, neue Kohlekraftwerke in Angriff zu nehmen". Derzeit baue der Konzern nur noch zwei solche Anlagen in Deutschland zuende.
Quelle: Reuters
Viele japanische AKW mit Problemen
14. Juni 2010. Bei fast der Hälfte der 54 japanischen Atomkraftwerke sind im vergangenen Jahr Probleme aufgetreten, die einer Behandlung bedurften. Bei 21 Reaktoren seien "signifikante Probleme" bei der Sicherheit bekanntgeworden, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Untersuchungsbericht der für Atomsicherheit zuständigen Agentur.
Quelle: Reuters
Öl und kein Ende
13. Juni 2010. Neuesten Schätzungen zufolge fließen täglich bis zu 6,4 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko. Seit der Havarie der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April summieren sich die Mengen auf 350 Millionen Liter. Nach Berechnungen von James Corbett von der University of Delaware könnten damit 86.000 Pkw, 7.600 Lkw und 4.000 Schiffe ein Jahr lang angetrieben werden.
Quelle: FAS
EU führt Öko-Siegel für Biosprit ein
10. Juni 2010. Die EU-Kommission will ein Öko-Siegel für Pflanzentreibstoffe einführen. Das Siegel sollen nur Hersteller und Importeure erhalten, die einen umweltverträglichen Anbau von Energiepflanzen nachweisen können. Staatliche Förderung gibt es demnach nur, wenn für den Anbau der Ölpflanzen keine Regenwälder gerodet oder Torfböden trocken gelegt wurden.
Quelle: dpa
Ölpest macht Shrimps teuer
09. Juni 2010. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko droht auch Liebhaber von Krustentieren weltweit zu treffen. Seit dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April ist der Preis für Shrimps aus den USA laut Datendienstleister Urner Barry um mehr als 40 Prozent auf 6,20 $ je Pfund gestiegen. Aufgrund des Öllecks wird in rund einem Drittel des Golfs nicht mehr gefischt.
Quelle: FTD
Reaktor-Inbetriebnahme verzögert sich weiter
08. Juni 2010. Die Indienststellung des ersten Atomreaktors vom Typ EPR (European Pressurized Reactor) in Finnland verzögert sich weiter. Der finnische Stromlieferant TVO meldete, dass der Reaktor nun erst 2013 an Netz gehen werde. Ursprünglich sollte das Kernkraftwerk Mai 2009 in Dienst genommen werden. Die Kosten liegen schon 2,3 Mrd. über dem anfangs vereinbarten Preis von 3 Mrd. Euro.
Quelle: FAZ
Atomkonzerne sollen Brennelementesteuer zahlen
07. Juni 2010. Die Atomkonzerne sollen künftig eine Brennelementesteuer zahlen. Darauf hat sich die schwarz-gelbe Bundesregierung im Rahmen ihrer Sparklausur verständigt. Damit soll ein Teil der Zusatzgewinne der Konzerne bei längeren Atomlaufzeiten abgeschöpft werden. Auf die Kraftwerksbetreiber kommen jährlich etwa 2,3 Mrd. Euro zu.
Quelle: dpa
Öl breitet sich auf 320 Kilometer aus
06. Juni 2010. Knapp sieben Wochen nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko hat sich das ausströmende Öl in einem Radius von 320 Kilometern ausgebreitet. Es bildet jedoch keinen riesigen Teppich, sondern hunderttausende kleine Flecken. Dies erschwert die Bemühungen, den braunen Schlick von den US-Küsten fernzuhalten.
Quelle: AFP
Umweltbundesamt: 48 Mrd. Euro umweltschädliche Subventionen
05. Juni 2010. Das Umweltbundesamt (UBA) beziffert in einer Studie die Höhe umweltschädlicher Subventionen auf 48 Mrd. Euro im Jahr. Die beiden Sektoren, in die die meisten schädlichen Subventionen flossen, sind Energie und Verkehr. Mit rund 24 Milliarden Euro würden allein direkt fossile Energieträger begünstigt, moniert das UBA.
Quelle: Tagesspiegel
Bundesländer stoppen Solar-Kürzung
04. Juni 2010. Der Bundesrat hat die von der Bundesregierung zum 1. Juli geplanten Kürzungen der Solarförderung von 11 bis 16 Prozent vorerst gestoppt. Die Länder wollen höchstens 10 Prozent mittragen. Das Verfahren geht nun in den Vermittlungsausschuss. Wahrscheinlich ist, dass es dort Zugeständnisse seitens der Bundesregierung an die Länder geben wird.
Quelle: dpa
Ökostrom für Radler
03. Juni 2010. Der weltgrößte Mobiltelefonhersteller Nokia hat ein Ladegerät für Handys entwickelt, das seinen Strom beim Fahrradfahren bezieht. Ein Generator produziere aus der Drehung der Räder die nötige Energie, so das finnische Unternehmen. Eine zehnminütige Fahrt bei zehn Stundenkilometern erzeuge genug Energie für 28 Minuten Gesprächsdauer oder 37 Stunden Standby-Zeit.
Quelle: Spiegel online
China gibt Zuschuss für Elektroautos
01. Juni 2010. China steigt massiv in die Förderung von Elektroautos ein. In zunächst fünf Millionenstädten wird der Kauf eines Elektroautos mit bis zu umgerechnet 7.240 Euro gefördert. Im Rahmen des Programmes werden örtliche Behörden verpflichtet, die nötige Infrastruktur bereitzustellen, etwa Laderstationen oder Recyclingsystem für Batterien.
Quelle: apn
EU verzichtet auf schärfe Energieeffizienz-Ziele
31. Mai 2010. Die europäische Industrie soll zunächst keine strengeren Vorschriften für mehr Energieeffizienz bekommen. Die EU-Energieminister beschlossen am Montag in Brüssel, das bereits bestehende Klimaschutzziel nicht zu verschärfen. Es bleibe zwar die Ambition, die Energieeffizienz bis 2020 um ein Fünftel zu steigern, es werde aber keine Zeitachse bis dorthin festgelegt.
Quelle: dpa
"Preise für Batterien halbieren sich"
29. Mai 2010. Die Preise für Lithium-Ionen-Batterien von Hybrid- und Elektroautos werden sich bis zum Jahr 2015 durch Massenproduktion und technische Weiterentwicklung halbieren. Das prognostiziert Alex Molinaroli, Präsident des weltgrößten Herstellers von Autobatterien, Johnson Controls Power Solutions. Die modernen Energiespeicher kosten derzeit rund 1000 Euro pro Kilowattstunde.
Quelle: Tagesspiegel
Mehr als 160 Kilometer Küste ölverseucht
27. Mai 2010. Durch die verheerende Ölpest im Golf von Mexiko sind bereits mehr als 160 Kilometer Küste im US-Bundesstaat Louisiana verseucht worden. In den betroffenen Sumpfgebieten haben viele Vogel- und Fischarten ihre Brutgebiete. Auch in den Bundesstaaten Mississippi und Alabama wurde Ölschlick angeschwemmt. Als nächstes könnte Florida betroffen sein.
Quelle: AFP
EU-Kommission hält stärkere CO2-Reduzierung für machbar
26. Mai 2010. Eine Verschärfung der Klimaschutzziele von 20 auf 30 Prozent CO2-Reduzierung bis 2020 wäre laut EU-Kommission technisch machbar und wirtschaftlich leistbar. Die zusätzlichen Kosten für die Industrie beliefen sich auf rund elf Mrd. Euro, sagte Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard in Brüssel und lud «alle Beteiligten wirklich ein, diese Diskussion aufzunehmen».
Quelle: apn
Mehr Patente für regenerative Energien
24. Mai 2010. Das Deutsche Patent- und Markenamt hat für 2009 einen starken Zuwachs von Anmeldezahlen im Bereich der regenerativen Energien verzeichnet. In der Solartechnik seien im vergangenen Jahr 590 Anmeldungen veröffentlicht worden, 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Steigende Patentzahlen gebe es auch bei Windkraftmaschinen, getauchten Anlagen sowie Wellen- oder Gezeitenkraftmaschinen.
Quelle: apn
EU will ab 2020 "Null-Energie-Häuser"
18. Mai 2010. Alle neuen Gebäude in der Europäischen Union müssen ab 2020 strenge Vorschriften zum Energiesparen erfüllen. Das Europäische Parlament stimmte am Dienstag abschließend für entsprechende Richtlinien. Neue Wohnhäuser und Bürogebäude müssen demnach ab 2020 so gebaut werden, dass sie nahezu ebensoviel Energie erzeugen wie sie verbrauchen.
Quelle: Reuters
Versuch gescheitert: Öl fließt weiter
17. Mai 2010. Am Wochenende scheiterte ein weiterer Anlauf, die größte Umweltkatastrophe der USA einzudämmen. Nachdem der Versuch abgebrochen worden war, das größte Leck mit einer Stahlglocke abzudecken, schlug auch der Versuch fehl, eine Rohrleitung zwischen dem Leck und einem Tankschiff anzubringen. Täglich fließen zwischen 800.000 und 8 Mio. Liter Rohöl ins Meer.
Quelle: Tagesspiegel
Solarpflicht scheitert vor Gericht
13. Mai 2010. Die Stadt Marburg hat mit ihrer umstrittenen Solarsatzung eine juristische Schlappe erlitten: Das Verwaltungsgericht Gießen wies die Klage der Kommune gegen die Beanstandung ihrer Solarsatzung ab. Trotzdem ist Bürgermeister Franz Kahle (Grüne) zuversichtlich, dass die Solarpflicht noch in diesem Herbst in Kraft tritt. Sie schreibt bei Bau oder Dachsanierung den Einbau einer Solaranlage vor.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Baubeginn für größtes Erdwärme-Kraftwerk
11. Mai 2010. Das nach Investoren-Angaben größte Erdwärme-Kraftwerk in Deutschland soll von diesem Sommer an in Lohmen (Kreis Güstrow) gebaut werden. Bis 2013 soll dort Strom aus Erdwärme für den Jahresbedarf von 40 000 Haushalten erzeugt werden. Das auf geothermische Anlagen spezialisierte Berliner Unternehmen Geothermis AG hatte den Bau fast zwei Jahre lang geprüft.
Quelle: dpa
Ältere Atommeiler häufiger defekt
10. Mai 2010. Insbesondere ältere Atommeiler in Deutschland sind pannenanfällig. Einen Beleg für häufige Defekte von Bauteilen und sonstigen Komponenten der Kernkraftwerke liefert eine Übersicht des Bundesumweltministeriums. Von 1993 bis 2008 wurden danach allein beim KKW Krümmel 82 mal Defekte festgestellt. Es folgen Brunsbüttel (80 Defekte), Bibils B (78) und Biblis A (66).
Quelle: dpa
Virtuelles Kraftwerk in Berlin
08. Mai 2010. In Berlin entsteht das leistungsstärkste virtuelle Kraftwerk Ostdeutschlands. Für den Start im Oktober 2010 werden bis zu 100 dezentrale Wärmepumpen und kleine Blockheizkraftwerke zu einem virtuellen Kraftwerk von über 20 Megawatt Leistung zusammengeschlossen. Gesteuert wird es aus der zentralen Berliner Vattenfall-Wärmeleitwarte.
Quelle: Berliner Zeitung
Fusionsreaktor wird Milliardengrab
06. Mai 2010. Eines der größten internationalen Forschungsprojekte wird für die EU zum immer größeren Milliardenrisiko. Die Kosten für den europäischen Anteil am geplanten Fusionsreaktor Iter in Südfrankreich sind von 2,7 Mrd. Euro auf 7,2 Mrd. Euro gestiegen. Allein in den Jahren 2012 und 2013 fehlten 1,4 Mrd. Euro, teilte die EU-Kommission mit.
Quelle: FTD
Regierungsberater warnen vor Laufzeitverlängerung
05. Mai 2010. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen (SRU) warnt vor der geplanten Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Das Beratergremium erklärte, die komplette Stromversorgung Deutschlands aus erneuerbaren Quellen sei bis 2050 zu wettbewerbsfähigen Kosten möglich. Dafür seien weder Laufzeitverlängerungen noch neue Kohlekraftwerke nötig.
Quelle: AFP
Google investiert in Wind
04. Mai 2010. Der Internetgigant Google investiert umgerechnet rund 30 Mio. Euro in Windenergie. Der Konzern beteiligt sich an zwei Windparks, die über eine Leistung von insgesamt 169,5 Megawatt verfügen.
Mit dieser Investition wolle Google die Verbreitung von erneuerbaren Energien in wirtschaftlich lohnender Weise vorantreiben, erklärte der Konzern.
Quelle: AFP
Ölpest kostet mehrere Milliarden Dollar
03. Mai 2010. Fachleute schätzen die drohenden gesamtwirtschaftlichen Schäden der Ölpest vor der amerikanischen Küste auf mehrere Milliarden Dollar. Die Rating-Agentur Fitch veranschlagt allein 2 bis 3 Milliarden Dollar nur zur Eindämmung des Ölteppichs und für die Beseitigung der Schäden. Für Fischerei- und Tourismuswirtschaft erwarten Analysten weitere Einbußen von mehreren Milliarden.
Quelle: FAZ
Deutsche Autobauer starten 2013 mit Elektroautos
02. Mai 2010. Alle großen deutschen Autobauer außer Porsche arbeiten mit Hochdruck an marktfähigen Elektroautos. Ab 2013 soll der Kunde aus einem größeren Angebot wählen können, falls die Hersteller ihre Termine halten. Erste Modelle sollen sogar schon Ende 2012 bei den Händlern stehen.
Quelle: apn
Obama erklärt Ölpest zur nationalen Katastrophe
30. April 2010. Der amerikanische Präsident Obama hat die Ölpest im Golf von Mexiko am Donnerstag zur "nationalen Katastrophe" erklärt. Obama ordnete an, alle verfügbaren Ressourcen zur Bekämpfung des Ölteppichs einzusetzen. Die Meeresschutzbehörde NOAA hatte zuvor mitgeteilt, dass pro Tag fast 800.000 Liter aus der havarierten Bohranlage austreten.
Quelle: FAZ
UN-Generalsekretär fordert "Saubere-Energie-Revolution"
28. April 2010. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat eine "Saubere-Energie-Revolution" gefordert. Nur so könnten reiche und arme Nationen die Treibhausgasemissionen senken und die Millenniumsziele in der Entwicklungspolitik erreichen. 1,6 Milliarden Menschen weltweit hätten derzeit keinen Zugang zu Elektrizität, 2 bis 3 Milliarden nutzten Feuerholz, Torf oder Dung.
Quelle: AFP
Erneuerbarer Strom als Gas gespeichert
27. April 2010. Deutschen Forschern ist es gelungen, erneuerbare Elektrizität als Erdgas zu speichern. Sie wandeln den Strom mit Hilfe eines neuen Verfahrens über Wasserstoff in Methan um. Das Verfahren wurde von ZSW und Fraunhofer IWES entwickelt. Ein Vorteil der Technik: Die vorhandene Erdgas-Infrastruktur kann für Speicherung und Transport genutzt werden.
Quelle: ddp direct
Oettinger glaubt nicht an CO2-freie Kohlekraft
26. April 2010. Trotz millionenschwerer EU-Zusagen für Pilotkraftwerke glaubt EU-Energiekommissar Günther Oettinger nicht an CO2-freie Kohlekraftwerke in Deutschland. "Ich vermute, dass bei uns die Chance eher gering ist", sagte Oettinger. Es scheine ihm kaum durchsetzbar, das Kohlkraftwerke aus dem Ruhrgebiet per Pipeline ihr CO2 in Schleswig-Holstein einlagerten.
Quelle: Reuters
150.000 Liter Rohöl fließen täglich in den Golf von Mexiko
25. April 2010. Mit unerwarteter Geschwindigkeit breitet sich nach dem Versinken der Bohrinsel Deepwater Horizon ein Ölteppich im Golf von Mexiko aus. Täglich kommen 150.000 Liter Rohöl dazu, das aus einer defekten Leitung an der Quelle auf dem Meeresboden in etwa 1.700 Metern Tiefe austritt. Mehrere Versuche, Ventile an der Leitung zu schließen, blieben ohne Erfolg.
Quelle: FAZ
120.000 Menschen bilden Anti-Atom-Kette
24. April 2010. Rund 120.000 Menschen haben sich in Norddeutschland an einer der größten Anti-Atomkraft-Demonstrationen seit Jahren beteiligt, mit der gegen die Pläne der Bundesregierung für verlängerte Laufzeiten für Kernkraftwerke protestiert werden soll. Die Demonstranten bildeten eine 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den Akw Brunsbüttel und Krümmel.
Quelle: ddp
Ölbohrinsel explodiert im Golf von Mexiko
22. April 2010. Nach einer Explosion auf einer Ölbohrinsel im Golf von Mexiko werden mindestens elf Personen vermisst. Mindestens sieben Personen seien bei der Explosion am Dienstag verletzt worden, teilte die amerikanische Küstenwacht mit. Die genaue Ursache für das Unglück war zunächst nicht bekannt.
Quelle: dpa
Erneuerbare Energie aus Wellenkraft
20. April 2010. Vor der schottischen Küste bauen Versorger zehn Anlagen, die Meeresenergie nutzen. Die Wellenkraftwerke mit insgesamt 1,2 Gigawatt Leistung sollen soviel Strom produzieren wie ein Atommeiler. Die weltweite Nutzung der Wellenenergie könnte laut Europäischer Gesellschaft für Meeresenergie etwa 2.000 TWh Strom pro Jahr liefern, rund 13% des weltweiten Verbrauchs. Quelle: Handelsblatt
Stromkonzerne kassieren beim Verbraucher ab
19. April 2010. Die Stromkonzerne haben in der Wirtschaftskrise bei den Verbrauchern abkassiert, aber der Industrie hohe Preisnachlässe gewährt. Eine dreiköpfige Familie zahlte 2009 im Durchschnitt 67,70 Euro für Strom im Monat – 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Strompreise für die Industrie sind laut BDEW dagegen 2009 um 20 Prozent gefallen.
Quelle: DAPD
EU will staatliche Subventionierung neuer Kohlekraftwerke erlauben
08. April 2010. Die EU-Kommission will staatliche Subventionierung neuer Kohlekraftwerke zulassen. Darauf hatten Deutschland und Polen bereits 2008 im Rahmen der Verhandlungen zum Klima- und Energiepaket gedrängt. Nach dem Gesetzesentwurf können EU-Regierungen die Baukosten für neue Kraftwerke zu 15 Prozent übernehmen.
Quelle: DNR EU-Koordination
Stromkabel zwischen Norwegen und Deutschland
07. April 2010. Ein gigantisches Stromkabel soll Norwegen und Deutschland von 2015 an verbinden. Mit einer Kapazität von 1400 Megawatt soll die Leitung so viel Strom übertragen wie ein Großkraftwerk produziert. Das norwegisch-schweizerische Konsortium NorGer hat bei der Bundesnetzagentur eine Handelsgenehmigung beantragt. Es will rund 1,4 Mrd. Euro investieren.
Quelle: dpa
Spanien will E-Autos mit Millionen fördern
06. April 2010. Die spanische Regierung will in den kommenden Jahren den Verkauf von Elektroautos mit einem Millionenprogramm fördern. Bis zum Jahr 2014 sollen durch ein staatliches Anreizprogramm in Höhe von 590 Mio Euro 250.000 Elektroautos verkauft werden. Die Anschaffungsprämie soll 20 Prozent des Kaufpreises oder höchstens 6000 Euro betragen.
Quelle: AFP
Ölpreis auf 18-Monats-Hoch
06. April 2010. Der Ölpreis hat ein 18-Monats- Hoch erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg in der Spitze bis auf 87,09 Dollar. Auch der Rohöl-Preis der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats kostete ein Barrel im Schnitt 81,31 Dollar.
Quelle: dpa
Great Barrier Reef nach Schiffsunglück von Ölpest bedroht
04. April 2010. Nach einem Schiffsunglück vor der australischen Küste droht dem weltberühmten Korallenriff Great Barrier Reef eine Ölpest. Ein auf Grund gelaufener chinesischer Frachter verlor bereits kleine Mengen Öl. Das Schiff war am Samstagabend mit voller Geschwindigkeit auf das Great Barrier Reef aufgelaufen, das 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
Quelle: apn
Uranförderung: Der gelbe Fluch
02. April 2010. Seit 40 Jahren schürft Frankreichs Staatskonzern Areva in Niger, einem der ärmsten Länder der Erde, Uran für Europas Atomstrom. Wie der Gründer einer ötlichen Umweltorganisation berichtet, gibt es Millionen Tonnen radioaktiver Abfälle, verstrahltes Wasser, schwere Krankheiten. Arbeiter sterben, Wasser und Staub sind verseucht (
mehr).
Quelle: Spiegelonline
Stadtwerke gegen Laufzeitverlängerung
12. März 2010. Stadtwerke laufen Sturm gegen die geplante Laufzeitverlängerung für AKW. Nach einem Bericht des «Handelsblattes» fordern 150 Energieversorger von der Bundesregierung, die Betreiber im Falle einer Laufzeitverlängerung zu verpflichten, im Gegenzug alte Kohlekraftwerke stillzulegen. Andernfalls würden Milliarden-Investitionen in klimafreundliche Kraftwerke storniert.
Quelle: apn
Oettinger gegen Atommüll-Exporte
10. März 2010. EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat die Nutzer der Kernkraft in der EU aufgefordert, für sichere Endlager auf ihrem Territorium zu sorgen. Er warnte zugleich davor, auf die Lagerung hochradioaktiver Abfälle außerhalb der EU zu setzen, da die Kontrollfunktion der EU an ihren Außengrenzen ende.
Quelle: dpa
Ruhrgebiet plant Ökostadt
07. März 2010. Mitten im ehemaligen Kohlerevier soll eine 50.000-Einwohner-Stadt mit allen derzeitigen technischen Möglichkeiten zur Ökostadt umgebaut werden. Ziel der Ruhrgebiet-Initiative ist es, durch Wärmedämmung der Häuser, Optimierung der Industrie, Elektroautos, Windräder und Solaranlagen gut 50 Prozent CO2 einzusparen.
Quelle: dpa
Deutsche mehrheitlich für Atomausstieg
05. März 2010. Ein klare Mehrheit der Deutschen ist dafür, künftig auf Atomenergie zu verzichten. Nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag der ARD wollen 62 Prozent den Atomausstieg, dagegen wandte sich nur jeder dritte Befragte (34 Prozent). 40 Prozent der Deutschen finden zudem, der Ausstieg sollte so schnell wie möglich geschehen.
Quelle: epd
Schweden will Erneuerbare bis 2020 massiv ausbauen
02. März 2010. Schweden will in den kommenden zehn Jahren die Energieproduktion aus Erneuerbaren Quellen massiv ausbauen und deren Anteil von heute 20 auf 50 Prozent steigern. Bis 2020 wolle das skandinavische Land unter anderem 2000 neue Windräder bauen und den Einsatz von Solarenergie ausweiten, kündigte Energieministerin Olofsson an.
Quelle: AFP
Biosprit bekommt Ökozertifikat
01. März 2010. Künftig können die Hersteller von Raps-, Palm- oder Sojaöl ihr Produkt vom ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) in Köln zertifizieren lassen. Es ist das erste System, das - bislang vorläufig - von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung anerkannt worden ist. Ein weiteres Zertifikat, das REDcert, ist in Vorbereitung.
Quelle: taz
Klimaerwärmung bedroht Kaffeeproduzenten
26. Februar 2010. Wie der Chef der Internationalen Kaffeeorganisation (ICO) mitteilte, stieg die Temperatur in kaffeeproduzierenden Ländern in den letzten 25 Jahren um ein halbes Grad Celsius - 5 Mal so viel wie in den 25 Jahren zuvor. Deshalb müssten Produzenten den Kaffeeanbau in höhere Regionen verlagern, wodurch die ausreichende Versorgung mit Kaffee bedroht sei.
Quelle: AFP
Norwegens Ölreserven schwinden
24. Februar 2010. Die Erdölreserven vor der norwegischen Küste gehen schneller zur Neige als erwartet. Die Ölförderung wird dort deshalb teurer. Kleinere und schwieriger zu erschließende Ölquellen haben die Produktionskosten für ein Fass nach Auskunft der staatlichen Ölförderagentur Petoro im vergangenen Jahr um 10 Prozent steigen lassen.
Quelle: FAZ
Großkonzerne verursachen billionenschwere Umweltkosten
19. Februar 2010. Laut einer Uno-Erhebung haben die 3000 weltgrößten Konzerne 2008 Umweltschäden in Höhe von mindestens 2,2 Billionen Dollar verursacht. Das entspricht einem Drittel ihrer Gewinne. Nach der Studie der Londoner Beratungsgesellschaft Trucost wird mehr als die Hälfte der berechneten Kosten durch den Klimawandel verursacht.
Quelle: Spiegel online
Schweden verteuert Haftung bei Atomunfällen
18. Februar 2010. Schwedens Regierung will die Haftungsbeträge für Betreiber von Atomkraftwerken drastisch anheben, aber auch Ersatz-Neubauten für stillgelegte Reaktoren zulassen. Bis jetzt ist die Haftung für Folgen von Atomunfällen auf drei Milliarden Kronen (300 Mio Euro) beschränkt. Die Mitte-Rechts-Regierung will sie auf zwölf Milliarden Kronen anheben.
Quelle: dpa
Kohlekraftwerke abgesagt
07. Februar 2010. Energiekonzerne ziehen sich weiter aus der Kohlekraft zurück. Zuletzt erklärte das französische Unternehmen GDF Suez, man werde das in Stade geplante Kohlekraftwerk nicht bauen. Damit sind in den vergangenen zwölf Monaten sieben Großprojekte abgesagt worden. Auslöser für den Rückzug sind Proteste vor Ort sowie Fragen nach der Wirtschaftlichkeit.
Quelle: Handelsblatt
30 Millionen Tonnen Kohle für China
06. Februar 2010. Australien versorgt China in den nächsten 20 Jahren mit 30 Millionen Tonnen Kohle. Der Auftrag hat einen Wert von 60 Milliarden US-Dollar, wie die Bergbaugesellschaft Resourcehouse mitteilte. Der Deal mit dem Energieversorger China Power International Development sei der größte Exportauftrag in der Geschichte Australiens.
Quelle: dpa
Mehrheit gegen Solar-Kürzung
05. Februar 2010. Ein klares Nein zur geplanten Kürzung der Solarförderung ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Danach sind 84 Prozent der deutschen Bevölkerung gegen die vom Bundesumweltminister geplante, sofortige und deutliche Absenkung der Solarstromförderung.
Quelle: BSW
Strom- und Gaskonzerne müssen 2 Milliarden zurückzahlen
04. Februar 2010. Eine Gruppe deutscher Strom- und Gasnetzkonzerne muss Milliardensummen für überhöhte Netzentgelte zurückzahlen. Alleine die betroffenen Betreiber der Stromnetze müssten ihren Kunden 1,5 Milliarden Euro erstatten, sagte eine Sprecherin der Bundesnetzagentur. Zu den Unternehmen gehören u.a. Eon und RWE.
Quelle: AFP
Gletscher schmelzen rasant weiter
03. Februar 2010. Die meisten Gletscher in den Gebirgen von Alpen bis Anden schmelzen weiterhin mit einer "historisch hohen Geschwindigkeit", wie der World Glacier Monitoring Service meldet. In den Jahren 2007 und 2008 wurde für 96 überwachte Gletscher ein durchschnittlicher Rückgang der Eisdicke um einen halben Meter registriert.
Quelle: FAZ
Merkel will Kernfusion
30. Januar 2010. Kanzlerin Merkel will die Erforschung der Kernfusion fördern. "Die Kernfusion wäre eine Art Energiegewinnung, die uns unendliche Mengen von Energie zur Verfügung stellen könnte", sagte die CDU-Chefin. Es lohne sich, in die Kernfusion zu investieren, auch wenn ihre Anwendung in weiter Ferne liege und sehr kostenaufwändig sei.
Quelle: Reuters
Bergung von Asse-Fässern kostet 3,7 Milliarden
27. Januar 2010. Die Kosten für die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem einsturzgefährdeten Atomendlager Asse werden nach Angaben von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) derzeit auf 3,7 Milliarden Euro geschätzt. Für eine mögliche Kostenbeteiligung der Energieversorger gebe es keine Rechtsgrundlage.
Quelle: AFP
Experten warnen vor neuen Kohlekraftwerken
26. Januar 2010. Nach Angaben namhafter Wissenschaftler könnte der Weiterbau von Kohlekraftwerken den von der schwarz-gelben Bundesregierung angekündigten Klimaschutz erheblich gefährden. Experten rieten stattdessen, in erneuerbare Energien zu investieren. Die Stromversorgung könne für eine Übergangszeit mit billigeren Gaskraftwerken sichergestellt werden.
Quelle: dpa
1,7 Millionen Liter Erdöl ausgelaufen
24. Januar 2010. Vor der Küste des US-Bundesstaates Texas sind nach der Kollision eines Schleppers mit einem Tanker 1,7 Millionen Liter Erdöl ausgelaufen. Die Küstenwache versuchte die Ölpest mit einer 1,2 Kilometer langen schwimmenden Absperrung einzudämmen. Bei dem ausgelaufenen Öl handelte es sich offenbar um Rohöl.
Quelle: AFP
Portugal forciert Erneuerbare
22. Januar 2010. Portugal hat seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in den vergangenen Jahren drastisch verringert. 35,9 Prozent des Strombedarfs werden aktuell durch Wind- und Solarkraft gedeckt. Damit ist das Land seinem Ziel nahe, bis Ende des Jahres 45 Prozent des Strombedarfs aus nachhaltigen Energiequellen zu schöpfen.
Quelle: IPS-Inter Press Service Europa
Röttgen: "jetzt erst recht"
21. Januar 2010. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat dazu aufgerufen, nach dem Fehlschlag der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen den Klimaschutz in Deutschland und Europa umso entschlossener voranzutreiben. "Jetzt erst recht machen wir Klimaschutz. Wir lassen uns nicht zurückdrängen", kündigte Röttgen im Bundestag an.
Quelle: AFP
Öl verschmutzt Alaskas Küste noch nach 21 Jahren
18. Januar 2010. 21 Jahre nach dem Unfall des Öltankers "Exxon Valdez" vor Alaska sind die Strände noch immer mit Öl verschmutzt. Amerikanische Forscher untersuchten eine Bucht 25 Kilometer vom Unglücksort entfernt und fanden heraus, dass noch etwa 76.000 Liter Ölrückstände die Küsten belasten. Das Öl ist dabei in tiefe Sandschichten eingedrungen.
Quelle: Spiegel online
Maus legt Stromversorgung lahm
16. Januar 2010. Eine hungrige Maus hat möglicherweise die Stromversorgung von Hunderten Haushalten im schleswig-holsteinischen Gettorf lahmgelegt. Wie der Sprecher des örtlichen Energieversorgers sagte, gibt es entsprechende Bissspuren an einem Kabel der Ortsnetzstation, an der ein Kurzschluss ausgelöst wurde.
Quelle: apn
Vattenfall scheitert mit Klage gegen Bundesnetzagentur
14. Januar 2010. Der Energiekonzern Vattenfall hat den Streit mit der Bundesnetz-Agentur über Stromnetzgebühren endgültig verloren. Das Bundesverfassungsgericht wies eine Klage des Unternehmens gegen den Regulierer ab, der zu hohe Durchleitungsgebühren beanstandet und den Versorger 2006 zur Entlastung der Stromkunden um 67 Millionen Euro verdonnert hatte.
Quelle: Reuters
Indien startet Solar-Großoffensive
12. Januar 2010. Die Regierung in Neu Delhi hat ein Programm aufgelegt, durch das die nationale Sonnenstrom-Produktion bis 2022 auf 20.000 Megawatt steigen soll. Mit Solarstrom wolle Indien seine Energieversorgung sichern und den Klimawandel bekämpfen, sagte Regierungschef Manmohan Singh. Zudem eröffne das Vorhaben der Wirtschaft neue Perspektiven.
Quelle: Spiegel online
Deutsche Firmen bauen an britischen Windparks mit
08. Januar 2010. Mehrere deutsche Unternehmen dürfen sich am Bau großer Windkraft-Parks vor der britischen Küste beteiligen. Bei dem Vorhaben handelt es sich um neun Offshore-Windparks, eines des größten Windkraft-Projekte der Welt. Die Leistung soll insgesamt bis zu 32 Gigawatt betragen und ein Viertel des britischen Energiebedarfs decken.
Quelle: dpa
Frankreich fürchtet Blackout
07. Januar 2010. Die französische Stromwirtschaft befürchtet massive Pannen, die ganze Regionen ins Dunkel stürzen könnten. Der große Park französischer Kernkraftwerke kann die steigende Nachfrage kaum decken, wenn es kälter wird. Zurzeit liefern ein Dutzend der 58 Reaktoren keinen Strom. Viele sind veraltet und müssen monatelang gewartet werden.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Erneuerbare Fahrräder
06. Januar 2010. Eine wachsende Zahl von Bike-Designern experimentiert mit nachwachsenden Rohstoffen beim Fahrradbau. Vor allem Bambus erweist sich als geeigneter Werkstoff, aber auch Hanf kommt zum Einsatz. Die neuartigen Fahrradrahmen haben eine bessere Vibrationsdämpfung als z.B. Carbon und eine sehr hohe Bruchfestigkeit.
Quelle: Spiegel online
Nordsee-Anrainer planen Ökostrom-Verbundnetz
05. Januar 2010. Neun Länder, darunter Deutschland, wollen ein gemeinsames Hochspannungsnetz für Ökostrom aufbauen. Unterseekabel in der Nordsee sollen Offshore-Windparks mit Wasserkraftwerken in Norwegen, Gezeitenmeilern an der belgischen und dänischen Küste sowie Wind- und Solaranlagen auf dem europäischen Festland verbinden.
Quelle: Süddeutsche Zeitung