bEEmerkenswert
Wegweisend, alarmierend oder einfach nur skurril: Unter bEEmerkenswert filtern wir Schlagzeilen und Informationsschnipsel aus der täglichen Nachrichtenflut heraus, die wir mit Blick auf das Thema Erneuerbare Energien besonders interessant finden – bEEmerkenswert eben.
Deutsche mehrheitlich für Atomausstieg
05. März 2010. Ein klare Mehrheit der Deutschen ist dafür, künftig auf Atomenergie zu verzichten. Nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag der ARD wollen 62 Prozent den Atomausstieg, dagegen wandte sich nur jeder dritte Befragte (34 Prozent). 40 Prozent der Deutschen finden zudem, der Ausstieg sollte so schnell wie möglich geschehen.
Quelle: epd
Schweden will Erneuerbare bis 2020 massiv ausbauen
02. März 2010. Schweden will in den kommenden zehn Jahren die Energieproduktion aus Erneuerbaren Quellen massiv ausbauen und deren Anteil von heute 20 auf 50 Prozent steigern. Bis 2020 wolle das skandinavische Land unter anderem 2000 neue Windräder bauen und den Einsatz von Solarenergie ausweiten, kündigte Energieministerin Olofsson an.
Quelle: AFP
Biosprit bekommt Ökozertifikat
01. März 2010. Künftig können die Hersteller von Raps-, Palm- oder Sojaöl ihr Produkt vom ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) in Köln zertifizieren lassen. Es ist das erste System, das - bislang vorläufig - von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung anerkannt worden ist. Ein weiteres Zertifikat, das REDcert, ist in Vorbereitung.
Quelle: taz
Klimaerwärmung bedroht Kaffeeproduzenten
26. Februar 2010. Wie der Chef der Internationalen Kaffeeorganisation (ICO) mitteilte, stieg die Temperatur in kaffeeproduzierenden Ländern in den letzten 25 Jahren um ein halbes Grad Celsius - 5 Mal so viel wie in den 25 Jahren zuvor. Deshalb müssten Produzenten den Kaffeeanbau in höhere Regionen verlagern, wodurch die ausreichende Versorgung mit Kaffee bedroht sei.
Quelle: AFP
Norwegens Ölreserven schwinden
24. Februar 2010. Die Erdölreserven vor der norwegischen Küste gehen schneller zur Neige als erwartet. Die Ölförderung wird dort deshalb teurer. Kleinere und schwieriger zu erschließende Ölquellen haben die Produktionskosten für ein Fass nach Auskunft der staatlichen Ölförderagentur Petoro im vergangenen Jahr um 10 Prozent steigen lassen.
Quelle: FAZ
Großkonzerne verursachen billionenschwere Umweltkosten
19. Februar 2010. Laut einer Uno-Erhebung haben die 3000 weltgrößten Konzerne 2008 Umweltschäden in Höhe von mindestens 2,2 Billionen Dollar verursacht. Das entspricht einem Drittel ihrer Gewinne. Nach der Studie der Londoner Beratungsgesellschaft Trucost wird mehr als die Hälfte der berechneten Kosten durch den Klimawandel verursacht.
Quelle: Spiegel online
Kohlekraftwerke abgesagt
07. Februar 2010. Energiekonzerne ziehen sich weiter aus der Kohlekraft zurück. Zuletzt erklärte das französische Unternehmen GDF Suez, man werde das in Stade geplante Kohlekraftwerk nicht bauen. Damit sind in den vergangenen zwölf Monaten sieben Großprojekte abgesagt worden. Auslöser für den Rückzug sind Proteste vor Ort sowie Fragen nach der Wirtschaftlichkeit.
Quelle: Handelsblatt
30 Millionen Tonnen Kohle für China
06. Februar 2010. Australien versorgt China in den nächsten 20 Jahren mit 30 Millionen Tonnen Kohle. Der Auftrag hat einen Wert von 60 Milliarden US-Dollar, wie die Bergbaugesellschaft Resourcehouse mitteilte. Der Deal mit dem Energieversorger China Power International Development sei der größte Exportauftrag in der Geschichte Australiens.
Quelle: dpa
Mehrheit gegen Solar-Kürzung
05. Februar 2010. Ein klares Nein zur geplanten Kürzung der Solarförderung ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Danach sind 84 Prozent der deutschen Bevölkerung gegen die vom Bundesumweltminister geplante, sofortige und deutliche Absenkung der Solarstromförderung.
Quelle: BSW
Strom- und Gaskonzerne müssen 2 Milliarden zurückzahlen
04. Februar 2010. Eine Gruppe deutscher Strom- und Gasnetzkonzerne muss Milliardensummen für überhöhte Netzentgelte zurückzahlen. Alleine die betroffenen Betreiber der Stromnetze müssten ihren Kunden 1,5 Milliarden Euro erstatten, sagte eine Sprecherin der Bundesnetzagentur. Zu den Unternehmen gehören u.a. Eon und RWE.
Quelle: AFP
Gletscher schmelzen rasant weiter
03. Februar 2010. Die meisten Gletscher in den Gebirgen von Alpen bis Anden schmelzen weiterhin mit einer "historisch hohen Geschwindigkeit", wie der World Glacier Monitoring Service meldet. In den Jahren 2007 und 2008 wurde für 96 überwachte Gletscher ein durchschnittlicher Rückgang der Eisdicke um einen halben Meter registriert.
Quelle: FAZ
Merkel will Kernfusion
30. Januar 2010. Kanzlerin Merkel will die Erforschung der Kernfusion fördern. "Die Kernfusion wäre eine Art Energiegewinnung, die uns unendliche Mengen von Energie zur Verfügung stellen könnte", sagte die CDU-Chefin. Es lohne sich, in die Kernfusion zu investieren, auch wenn ihre Anwendung in weiter Ferne liege und sehr kostenaufwändig sei.
Quelle: Reuters
Bergung von Asse-Fässern kostet 3,7 Milliarden
27. Januar 2010. Die Kosten für die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem einsturzgefährdeten Atomendlager Asse werden nach Angaben von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) derzeit auf 3,7 Milliarden Euro geschätzt. Für eine mögliche Kostenbeteiligung der Energieversorger gebe es keine Rechtsgrundlage.
Quelle: AFP
Experten warnen vor neuen Kohlekraftwerken
26. Januar 2010. Nach Angaben namhafter Wissenschaftler könnte der Weiterbau von Kohlekraftwerken den von der schwarz-gelben Bundesregierung angekündigten Klimaschutz erheblich gefährden. Experten rieten stattdessen, in erneuerbare Energien zu investieren. Die Stromversorgung könne für eine Übergangszeit mit billigeren Gaskraftwerken sichergestellt werden.
Quelle: dpa
1,7 Millionen Liter Erdöl ausgelaufen
24. Januar 2010. Vor der Küste des US-Bundesstaates Texas sind nach der Kollision eines Schleppers mit einem Tanker 1,7 Millionen Liter Erdöl ausgelaufen. Die Küstenwache versuchte die Ölpest mit einer 1,2 Kilometer langen schwimmenden Absperrung einzudämmen. Bei dem ausgelaufenen Öl handelte es sich offenbar um Rohöl.
Quelle: AFP
Portugal forciert Erneuerbare
22. Januar 2010. Portugal hat seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in den vergangenen Jahren drastisch verringert. 35,9 Prozent des Strombedarfs werden aktuell durch Wind- und Solarkraft gedeckt. Damit ist das Land seinem Ziel nahe, bis Ende des Jahres 45 Prozent des Strombedarfs aus nachhaltigen Energiequellen zu schöpfen.
Quelle: IPS-Inter Press Service Europa
Röttgen: "jetzt erst recht"
21. Januar 2010. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat dazu aufgerufen, nach dem Fehlschlag der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen den Klimaschutz in Deutschland und Europa umso entschlossener voranzutreiben. "Jetzt erst recht machen wir Klimaschutz. Wir lassen uns nicht zurückdrängen", kündigte Röttgen im Bundestag an.
Quelle: AFP
Öl verschmutzt Alaskas Küste noch nach 21 Jahren
18. Januar 2010. 21 Jahre nach dem Unfall des Öltankers "Exxon Valdez" vor Alaska sind die Strände noch immer mit Öl verschmutzt. Amerikanische Forscher untersuchten eine Bucht 25 Kilometer vom Unglücksort entfernt und fanden heraus, dass noch etwa 76.000 Liter Ölrückstände die Küsten belasten. Das Öl ist dabei in tiefe Sandschichten eingedrungen.
Quelle: Spiegel online
Maus legt Stromversorgung lahm
16. Januar 2010. Eine hungrige Maus hat möglicherweise die Stromversorgung von Hunderten Haushalten im schleswig-holsteinischen Gettorf lahmgelegt. Wie der Sprecher des örtlichen Energieversorgers sagte, gibt es entsprechende Bissspuren an einem Kabel der Ortsnetzstation, an der ein Kurzschluss ausgelöst wurde.
Quelle: apn
Vattenfall scheitert mit Klage gegen Bundesnetzagentur
14. Januar 2010. Der Energiekonzern Vattenfall hat den Streit mit der Bundesnetz-Agentur über Stromnetzgebühren endgültig verloren. Das Bundesverfassungsgericht wies eine Klage des Unternehmens gegen den Regulierer ab, der zu hohe Durchleitungsgebühren beanstandet und den Versorger 2006 zur Entlastung der Stromkunden um 67 Millionen Euro verdonnert hatte.
Quelle: Reuters
Indien startet Solar-Großoffensive
12. Januar 2010. Die Regierung in Neu Delhi hat ein Programm aufgelegt, durch das die nationale Sonnenstrom-Produktion bis 2022 auf 20.000 Megawatt steigen soll. Mit Solarstrom wolle Indien seine Energieversorgung sichern und den Klimawandel bekämpfen, sagte Regierungschef Manmohan Singh. Zudem eröffne das Vorhaben der Wirtschaft neue Perspektiven.
Quelle: Spiegel online
Deutsche Firmen bauen an britischen Windparks mit
08. Januar 2010. Mehrere deutsche Unternehmen dürfen sich am Bau großer Windkraft-Parks vor der britischen Küste beteiligen. Bei dem Vorhaben handelt es sich um neun Offshore-Windparks, eines des größten Windkraft-Projekte der Welt. Die Leistung soll insgesamt bis zu 32 Gigawatt betragen und ein Viertel des britischen Energiebedarfs decken.
Quelle: dpa
Frankreich fürchtet Blackout
07. Januar 2010. Die französische Stromwirtschaft befürchtet massive Pannen, die ganze Regionen ins Dunkel stürzen könnten. Der große Park französischer Kernkraftwerke kann die steigende Nachfrage kaum decken, wenn es kälter wird. Zurzeit liefern ein Dutzend der 58 Reaktoren keinen Strom. Viele sind veraltet und müssen monatelang gewartet werden.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Erneuerbare Fahrräder
06. Januar 2010. Eine wachsende Zahl von Bike-Designern experimentiert mit nachwachsenden Rohstoffen beim Fahrradbau. Vor allem Bambus erweist sich als geeigneter Werkstoff, aber auch Hanf kommt zum Einsatz. Die neuartigen Fahrradrahmen haben eine bessere Vibrationsdämpfung als z.B. Carbon und eine sehr hohe Bruchfestigkeit.
Quelle: Spiegel online
Nordsee-Anrainer planen Ökostrom-Verbundnetz
05. Januar 2010. Neun Länder, darunter Deutschland, wollen ein gemeinsames Hochspannungsnetz für Ökostrom aufbauen. Unterseekabel in der Nordsee sollen Offshore-Windparks mit Wasserkraftwerken in Norwegen, Gezeitenmeilern an der belgischen und dänischen Küste sowie Wind- und Solaranlagen auf dem europäischen Festland verbinden.
Quelle: Süddeutsche Zeitung