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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

Bilanz 1. Halbjahr: Windstrom stärkt Stromsektor, Erneuerbare Wärme & Verkehr stagnieren

Berlin, 30.06.2015. Ökostrom hat im ersten Halbjahr 2015 mit 32,5 Prozent zum gesamten Stromverbrauch in Deutschland beigetragen. Der Anstieg basiert maßgeblich auf dem starken Ausbau der Windenergie, gekoppelt mit guten Winderträgen. „Mit knapp 33 Prozent ist der Erneuerbaren-Anteil im Stromsektor so hoch wie nie zuvor, das ist für Klimaschutz und Energiewende eine sehr gute Nachricht“, bekräftigt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE. „Doch darf das erfreulich gute Ergebnis bei der Windstromerzeugung nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Ausbau bei anderen Erneuerbaren Energien, insbesondere Photovoltaik und Biogas derzeit stark rückläufig ist. Dort werden die von der Politik selbst gesteckten, ohnehin niedrigen Ausbauziele deutlich verfehlt. Handlungsbedarf besteht auch in dem für den Klimaschutz und die deutsche Wirtschaft so wichtigen Heizungsmarkt.“

„Wir freuen uns über die großen Erfolge der Windenergie, die eine starke Säule der sauberen Stromerzeugung darstellt“, so Falk. Sie basieren vor allem auf dem starken Ausbau der Windenergie an Land, der im Wesentlichen der Flächenbereitstellung in den Ländern zu danken ist. „Doch wünschen wir uns von der Politik eine ambitioniertere Gestaltung der gesamten Energiewende. Die Vielfalt der Technologien ist die Grundlage für eine stabile und sichere Energieversorgung.“ Schließlich gebe es gravierende Einschnitte nicht nur bei den anderen Technologien im Stromsektor, sondern auch ein zu schwaches Wachstum in den Bereichen Wärme und Mobilität. Erneuerbare Energiequellen tragen nur zu knapp 11 Prozent zum Wärmeverbrauch bei; der Anteil der klimafreundlichen Mobilität beläuft sich auf gerade mal 5 Prozent.   Nur im Zusammenspiel können jedoch die übergeordneten Ziele bis zum Jahr 2020 erreicht werden: der Anteil von 18 Prozent Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch sowie die Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase um 40 Prozent in Relation zu 1990. Zum gesamten Endenergieverbrauch in den Monaten Januar bis Juni 2015 tragen die Erneuerbaren mit gut 14 Prozent bei. Der europäische Durchschnitt entspricht 15 Prozent.

Weitere Informationen sind auf der BEE-Website abrufbar.


Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 30 Verbänden und Organisationen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas, der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke und der Bundesverband Geothermie. Wir vertreten auf diese Weise 371 400 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

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