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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

Zeit für Glaubwürdigkeit und Klimaschutz im Verkehr

Berlin, 29.09.2015. „Die Automobilindustrie made in Germany kann ihre Glaubwürdigkeit nur zurückgewinnen, wenn sie konsequent auf Umwelt- und Klimaschutz setzt. Bislang haben Kunden weltweit Innovation und Klimaschutz mit deutschen Produkten verbunden. Asiatische Autohersteller befinden sich jetzt auf der Überholspur“, betont Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Die Technologien für den postfossilen Verkehr seien schon jetzt vorhanden: biogas- und biokraftstoffbetriebene Fahrzeugen, Elektroantrieb mit Ökostrom, Brennstoffzellen mit Wasserstoff aus Windstrom. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, einen Strategiewechsel einzuleiten.

Elektromobilität / © Silke Reents

„Elektroautos haben keinen Auspuff und können keine Schadstoffe ausstoßen. Wirklich sauber sind sie jedoch nur, wenn sie vollständig mit Strom aus sauberen Energiequellen betrieben werden.“ Kurzfristig bietet auch Biomethan eine saubere und klimaneutrale Lösung. Nach dem Einbruch des Biogasmarktes habe sie allerdings kaum mehr reelle Chancen. Eine umfassende Mobilitätsstrategie müsse zeigen, wie Schritt für Schritt der Verkehrssektor umgestellt werden kann. Zudem müsse sie über den PKW-Verkehr hinausgehen und LKWs wie auch den öffentlichen Nahverkehr mit einbeziehen.

„Deutschland hat das technologische Potenzial sowie die Innovationskraft für eine Vorreiterrolle und kann die Energiewende auf die Straße zu bringen“, so Falk.  Bislang ist das Ziel der Bundesregierung, bis zum Ende des Jahrzehnts eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu haben, weit entfernt. „Was wir aber auf jeden Fall bis 2020 schaffen können, ist eine Million Automobile, die CO2-frei fahren.“ Wenn das gesamte Angebot der Erneuerbaren in den Antriebsformen genutzt wird und alle Verkehrsmittel effizient kombiniert werden, sei dies noch gut zu schaffen. Die Weichen müssten aber zügig gestellt werden.

Bis 2050 könnten wir uns komplett auf Basis Erneuerbarer Energien bewegen; dabei werden elektrische Antriebe ebenso eingesetzt wie bioenergiebasierte. Bis es soweit ist, sieht der BEE als Leitbild bis 2025 einen Emissionswert von 50 Gramm/Kilometer. Für die Einhaltung der Abgaswerte sollte die Bundesregierung Sorge tragen – jetzt und in Zukunft. Sie ist auch gefragt, mit Investitions- und Kaufanreizen die Rahmenbedingungen für eine künftig nachhaltige Mobilität zu setzen. Jeder siebte Arbeitsplatz des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland liegt in der Automobilindustrie. Ein Strategieschwenk zur klimafreundlichen Mobilität setzt die richtigen Akzente für die Zukunft dieser Arbeitsplätze.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 30 Verbänden und Organisationen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas, der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke und der Bundesverband Geothermie. Wir vertreten auf diese Weise 371 400 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

Kontakt: 

Irene Beringer, Pressesprecherin
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Invalidenstraße 91
10115 Berlin 

Tel.: 030 / 275 81 70-16
E-Mail: presse(at)bee-ev.de

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Irene Beringer
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