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Auf dem Weg in eine neue Energieversorgung

Plattform Systemtransformation

Ziel des BEE ist die vollständige Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Kälte sowie Mobilität. Das bestehende Energiesystem bietet allerdings nicht die geeigneten Voraussetzungen, um einen großen Anteil erneuerbarer Energieerzeugung zu integrieren. In den kommenden Jahren wird es daher darauf ankommen, die Rahmenbedingungen den Erfordernissen der Erneuerbaren Energien anzupassen. Es steht also eine umfassende Erneuerung unserer Energieversorgung an. Der BEE begleitet diese Systemtransformation mit einer eigenen Plattform.

In der BEE-Plattform Systemtransformation sitzen Vertreter der Mitgliedsverbände ebenso am Tisch wie Experten aus den Unternehmen. Grundlage ist dabei die Prognose für den Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2030, die der BEE zusammen mit seinen Mitgliedsverbänden aufgestellt hat.

Der Kanon von wissenschaftlichen Studien, die die Plattform initiiert und bündelt, soll am Ende ein Gesamtbild der notwendigen Rahmenbedingungen für den Umbau unserer Energieversorgung liefern. Auf dieser Basis wird sich der BEE fortlaufend in den energiepolitischen Prozess einbringen und der Politik geeignete Instrumente für den Umbau unserer Energieversorgung vorschlagen.

Kursbuch Energiewende - Leitbild für 100 Prozent Erneuerbare Energie in Strom, Wärme und Mobilität

Wie der vollständige Umbau des bisherigen Energieversorgungssystems gelingen, das neue
Energiesystem aussehen und das Zusammenspiel der verschiedenen Elemente funktionieren kann, beschreibt das Kursbuch.

Acht Studien zur Systemtransformation

Mittlerweile liegen acht Studien vor, die den Übergang in eine saubere Energieversorgung fundiert beschreiben und die der Politik konkrete Handlungsempfehlungen unterbreiten:

Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um den Energiemarkt für einen hohen Anteil fluktuierender Erneuerbarer Energien fit zu machen? Die Kompass-Studie zeigt mögliche Wege auf.

Die Studie bewertet die technischen Eigenschaften, Kosten und Potenziale unterschiedlicher Flexibilitätsoptionen. Ergebnis: Diese reichen aus, um die Systemstabilität auch bei hohen EE-Anteilen zu gewährleisten.

Die Studie zeigt das Zusammenspiel zwischen Erneuerbaren Energien, KWK-Anlagen, Wärmepumpen und  Fernwärmenetzen. Ergebnis: Überschüssiger Strom kann kostengünstig im Wärmebereich verwendet werden.

Bio-Methan, EE-Wasserstoff und EE-Methan haben  als Speichermedium für fluktuierende Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne ein großes Potenzial, vor allem im Verkehr. Aufgrund ihrer Kosten sind die EE-Gase derzeit jedoch noch auf Förderung angewiesen.

Bioenergie garantiert bereits heute eine bedarfsgerechte Strombereitstellung. Die Studie zeigt das Ausbaupotential für Bioenergie in Deutschland sowie diverse Einsatzmöglichkeiten.

Die Studie quantifiziert die mit der Echtzeitwälzung verbundenen monetären Risiken. Ergebnis: Das Modell ist geeignet, Erneuerbare Energien in den Strommarkt zu integrieren. Für viele Stromhändler wäre es ein interessantes Geschäftsmodell, den Öko-Strom zu vermarkten.

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn auch der Umstieg in eine neue Verkehrswelt gelingt. Das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel GmbH (InnoZ) zeigt Wege in eine erneuerbare Mobilität.

Die Studie von Fraunhofer IWES und Energy Brainpool stellt unterschiedliche Hemmnisse vor, die der Flexibilisierung des Strommarkts entgegen stehen. Im Anschluss werden verschiedene Flexibilitätsoptionen und deren Zusammenspiel diskutiert.

Dialogkonferenzen: Wie gestalten wir den Übergang in eine saubere Energieversorgung?

Auf Dialogkonferenzen werden regelmäßig Zwischenstände und Ergebnisse der Plattform Systemtransformation vorgestellt und mit Branche und Politik diskutiert.

Am 14. Dezember 2012 lud der BEE zur ersten Dialogkonferenz über erste Ergebnisse der Plattform ein. Zum übergreifenden Modul Marktdesign präsentierte Prof. Uwe Leprich vom Institut für ZukunftsEnergieSysteme IZES die von BEE und Greenpeace Energy beauftragte Kompassstudie Marktdesign. Björn Pieprzyk stellte den Stand des BEE Szenarios Stromversorgung 2030 vor. Zum Modul Ausgleichsmöglichkeiten präsentierte Dr. Norbert Krzikalla von BET Aachen Zwischenergebnisse der vom BEE beauftragten Untersuchung.

Auf der zweiten Dialogkonferenz am 14. Juni 2013 standen drei Bausteine zur Debatte: die verschiedenen Möglichkeiten zum Ausgleich fluktuierender Einspeisungen aus Erneuerbaren Energien, mögliche Flexibilitätsreserven aus dem Wärmemarkt sowie Überlegungen zur Internalisierung des Merit-Order-Effektes.

In ihrer dritten Dialogkonferenz widmete sich die Plattform am 9. Dezember 2013 den Themen Erneuerbare Gase, Flexibilitätsreserven im Wärmemarkt und Echtzeitwälzung.

Am 9. Dezember 2014 widmete sich die vierte Dialogkonferenz den Fragen: Wie können die Potenziale an erneuerbarer Mobilität gehoben und Synergien bei der Transformation des Energie- und des Verkehrsbereiches genutzt werden? Und wie kann das technische und systemische Potenzial an Flexibilitätsoptionen in Deutschland markttechnisch gehoben werden?

Ihr Ansprechpartner

Herr
Robert Brandt
Telefon: 030 / 275 81 70 - 0

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