English
  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

Abschluss der BEE-Sommertour auf der HUSUMWind und in Peine

Berlin, 16.09.2017. 16 Stationen, 85 Direktkandidatinnen und -kandidaten, 2.000 Bürgerinnen und Bürger sowie eine zentrale Frage: Wie führen wir die Energiewende in der nächsten Legislaturperiode erfolgreich weiter? Das ist die Bilanz der BEE-Sommertour, die kurz vor der Wahl bei der HUSUMWind und zuletzt im Wahlkreis von SPD-Generalsekretär Hubertus Heil in Peine Halt machte.

BEE-Sommertour auf der HUSUMWind Messe

Große Resonanz auf der HUSUMWind

Rund 300 Interessierte verfolgten am 14. September auf der größten Messe für Windenergie gespannt die Diskussion zwischen Berthold Brodersen (FDP), Astrid Damerow (CDU), Marianne Kolter (DIE LINKE), Dr. Ingrid Nestle (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Nina Scheer (SPD).

Scheer (SPD) machte klar, dass Schleswig-Holstein als „Energiewende-Vorreiter“ im Bereich der Sektorenkopplung eine Schlüsselrolle einnehmen sollte, auch für die immer bedeutender werdenden Umwandlungs- und Speichertechnologien. "Der Mehrbedarf an regenerativem Strom einer sektorenübergreifenden Energiewende verlangt, heutige Ausbauhemmnisse für Erneuerbarer Energien aufzuheben. Wir brauchen eine Schadstoffbepreisung, damit erkennbar wird, dass Erneuerbare Energien bereits heute die kostengünstigste Energiegewinnungsform sind", so Scheer.

Astrid Damerow (CDU) setzte die Bedeutung von Windenergie für die Energiewende in den Fokus. Der Ausbau von Offshore- und Onshore-Anlagen sollte schnellstmöglich vorangetrieben werden. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Weiterentwicklung der Sektorenkopplung. Diese sei unabdingbar und müsse dringend vorangetrieben werden.

Dr. Ingrid Nestle (Bündnis 90/Die Grünen) mahnte an, dass der Kampf gegen die Klimakrise die wichtigste Aufgabe dieses Jahrhunderts sei. „Deshalb ist es fatal, dass die Bundesregierung nach der Biomasse und der Solarenergie jetzt auch den Ausbau von Wind an Land deutlich bremst. Der Wechsel zur Ausschreibung war unnötig und falsch. Auch Offshore ist viel zu niedrig gedeckelt. Der Ausbau der Windenergie muss dringend beschleunigt werden“, so Nestle weiter.

„Energiepolitik muss sich an den Klimaschutzzielen des Pariser Abkommens von 2015 und dem Gemeinwohl orientieren. Bis 2020 strebt Die LINKE eine Versorgung von 43 Prozent mit Ökostrom an, bis 2030 70 Prozent und 2040 100 Prozent“, erklärte Marianne Kolter (DIE LINKE). Berthold Brodersen (FDP) betonte, dass er sich in der FDP für den Ausbau Erneuerbarer Energien einsetzen wolle.


Abschlussrunde in Peine

Zuletzt machte die BEE-Sommertour am 15. September im Wahlkreis Gifhorn-Peine Halt. Generalsekretär Hubertus Heil (SPD) betonte: „Wenn wir unsere industrielle Basis erhalten wollen, wenn wir Innovation und technologisches Know-how weiterentwickeln und produzieren wollen, dann geht das Hand in Hand mit einer ambitionierten Klimaschutzpolitik.“ Dazu gehöre für ihn die konsequente Umsetzung der Energiewende. Er verteidigte den Systemwechsel hin zu Ausschreibungen und sprach sich für eine Abschaffung der Stromsteuer aus.

Ingrid Pahlmann (CDU) plädierte für eine sichere, klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung. Bei der Elektromobilität sprach sie sich für Technologieoffenheit aus und betonte, dass „Wertschöpfung aus den ‚Erneuerbaren‘ im ländlichen Raum bleiben muss."

Stefanie Weigand (Bündnis 90/Die Grünen) gab zu Bedenken, dass die klimatischen Veränderungen, die derzeit weltweit zu dramatischen Folgen führen, nicht länger ignoriert oder geleugnet werden können. „Ohne den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern ist eine Einhaltung der Klimaschutzziele von Paris ausgeschlossen“, so Weigand weiter. Klaus Brinkmann (DIE LINKE) verdeutlichte, dass seiner Ansicht nach die Energieversorgung dem Gemeinwohl und nicht der Profitgewinnung dienen müsse. Auch Holger Flöge (FDP) bekannte sich zur Energiewende und zu den Klimazielen. Für ihn liegt eine zentrale Herausforderung im wirtschaftlich tragfähigen Ausbau der Stromnetze.

Ihr Ansprechpartner zu unseren Mitteilungen

Frau
Irene Beringer
Telefon: 030 / 275 81 70-16