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BEE-Sommertour in Gießen und Ansbach

Berlin, 25.08.2017. Mit welchen Ideen wollen die Parteien die Energiewende in den nächsten Jahren voranbringen? Und wie wollen die Parteien die Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen erreichen? Diese und weitere Fragen wurden mit den Direktkandidatinnen und -kandidaten in Gießen und Ansbach im Rahmen der BEE-Sommertour diskutiert.

BEE-Sommertour in Gießen

Sechste Station der BEE-Sommertour in Gießen

Auch in Gießen waren sich die Politiker einig, dass die Energiewende vorangetrieben werden, aber auch für den Verbraucher bezahlbar bleiben muss. Rund 70 Besucher verfolgten die Podiumsdiskussion im Forum der Volksbank Mittelhessen am 21. August. 

Staatsminister Prof. Helge Braun (CDU) brachte die Position seiner Partei mit wenigen Worten auf den Punkt: „Unser Ziel ist eine bezahlbare, saubere und sichere Energieversorgung. Wir wollen Erneuerbare Energien marktfähig machen." Matthias Körner (SPD) hob hervor, dass sich die SPD in ihrem Programm eindeutig zum Pariser Klimaschutzabkommen und zu Erneuerbaren Energien bekennt. „Wir werden weiterhin für eine Energiepolitik stehen, die an diesen Zielen arbeitet und zugleich die Belastung der Verbraucher durch die Energiepreise im Blick behält.“

Auch Dr. Hermann Otto Solms (FDP) betonte, seine Partei stehe voll und ganz zur Energiewende. Solms zeigte sich offen dafür, dass über den Europäischen Emissionshandel hinaus zusätzliche Anreize geschaffen werden sollten, um auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Im Gegenzug könne man auf die Stromsteuer verzichten. Laut Marjana Schott (Die Linke) könne die Energiewende nur dann erfolgreich vollzogen werden, wenn sie sozial gerecht und durch Bürger mitgestaltet werde. " Die Kosten dürfen nicht allein den Bürgern angelastet werden, die Industrie muss daran beteiligt werden", erklärte sie. Thorben Sämann (Bündnis 90/Die Grünen) forderte, dass Deutschland wieder seine frühere Vorreiterposition im Klimaschutz einnehmen müsse. "Der Ausbau sauberer Energien darf nicht gedeckelt werden, so schaffen wir mit starker Bürgerbeteiligung die 100 Prozent Erneuerbare Energien im Strombereich bis 2030", erläuterte er.

 

Siebte Station der BEE-Sommertour in Ansbach

Vier Wochen vor der Bundestagswahl diskutierten Direktkandidaten aus der Region Ansbach über ihre Vorstellungen zur Umsetzung der Energiewende und zum Klimaschutz. Rund 75 Besucher verfolgten die Podiumsdiskussion am 24. August im Bezirksrathaus Ansbach mit großer Spannung. Gleich zu Beginn machte der CSU-Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer deutlich, dass ihm das Thema Klimaschutz im gegenwärtigen Wahlkampf zu kurz komme. „Die Energiewende muss im Einklang mit Mensch und Natur versorgungssicher, sauber und bezahlbar gestaltet werden“, erklärte er und betonte dabei die bedeutende Rolle der Bioenergie, für die er sich auch in der letzten EEG-Novelle stark gemacht hat. Christoph Rösch von der SPD unterstrich die ökonomische Dimension des Klimaschutzes. Er forderte ein sektorenübergreifendes Klimaschutzgesetz für die nächste Legislaturperiode, um die Klimaziele noch zu erreichen. Johannes Dallheimer von der FDP erklärte, dass gerade für ihn als junger Kandidat die Energiewende ein wichtiges Thema sei, da es hier um die Zukunft gehe. Für ihn stehen die Forschung und die Technik, vor allem bei Speichern, im Vordergrund. „Wir müssen so schnell wie möglich raus aus der Kohle“, forderte hingegen Dr. Herbert Sirois von Bündnis 90/Die Grünen. Es sei nicht hinzunehmen, dass Deutschland seine Klimaschutzziele verfehlen werde und die Bundesregierung an der Verstromung von Braunkohle festhalte. Der Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg von der Partei Die Linke sprach sich für ein Gesetz zum Ausstieg aus der Kohle als Energieträger aus. Er sieht den Emissionshandel in seiner jetzigen Form als gescheitert an und forderte eine CO2-Steuer auf alle Energieträger – nicht nur auf Strom. Auch BEE-Vizepräsident Karl-Heinz Stawiarski betonte, dass es eine CO2-Steuer zusätzlich zum Emissionshandel geben müsse angesichts der gestiegenen CO2-Emissionen in Deutschland im ersten Halbjahr 2017.   

Weitere Bilder der BEE-Sommertour finden Sie auf flickr

 

 

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