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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

BEE-Stellungnahme zu gemeinsamen Ausschreibungen zu Wind und PV

Berlin, 25.04.2017. Erneuerbare Energien sind neben der Energieeffizienz das zentrale Element zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele, sowohl in Deutschland als auch in Europa. Der Bundesverband Erneuerbare Energien teilt die Auffassung der Bundesregierung und der Europäischen Kommission, dass Kosteneffizienz der Akzeptanz der Energiewende dienlich ist. Diese Kosteneffizienz muss sich allerdings auf Systemkosten beziehen. Es wäre sowohl der Akzeptanz als auch dem volkswirtschaftlich Ergebnis abträglich, wenn nur Kostenausschnitte optimiert, aber zugleich die Systemkosten erhöht würden.

© BSW Solar/ Langrock

Sogenannte „technologieoffene Ausschreibungen“ bergen jedoch genau diese Gefahr. Es erscheint nicht sinnvoll, Wind und Solar gegeneinander in den Wettbewerb zu stellen, da beide Technologien für das Gelingen einer kosteneffizienten Transformation des Energiesystems nötig sind. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte im Eckpunktepapier  unumwunden zugegeben, dass es technologiespezifische Ausschreibungen für vorzugswürdig hält. Wenn jedoch auf Druck der Europäischen Kommission die technologieoffenen Ausschreibungen eingeführt werden, gilt es Gefahren und Schaden zu begrenzen.

Grundsätzlich begrüßt es der BEE, besonders netz- oder systemdienliche Lösungen anzureizen. Hierfür sieht das EEG 2017 das Instrument von Innovationsausschreibungen vor. Darin sehen wir eine bessere Möglichkeit, die Vorteile der einzelnen Erzeugungstechnologien intelligent zu verknüpfen und gemeinsam zu nutzen. Bei der Erprobung von Innovationsausschreibungen sollte ein Wettbewerb innovativer Ansätze ermöglicht werden, der tatsächliche technische oder marktliche Innovation erfordert.

Download der BEE-Stellungnahme zum Referentenentwurf des BMWi (IIIB2) Verordnung zu den gemeinsamen Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land und Solaranlagen (Verordnung zu den gemeinsamen Ausschreibungen – GemAV)

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 49 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 330 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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