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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

BEE-Werkstatt Energiemarkt: Rückblick auf den Workshop "Flexibilisierung von KWK"

Berlin, 26.10.2016. Aktuell steht das KWKG zur Konsultation. Der BEE hat in der Vergangenheit in verschiedenen Studienprojekten und Positionspapieren die Notwendigkeit unterstrichen, dass die KWK das Prinzip eines flexiblen Strommarktes unterstützen muss, um die Einspeisung von Windenergie und PV zu flankieren. Zudem sollten Erneuerbare Energien auch im KWK- und Wärmenetzbereich eine zunehmend bedeutendere Rolle spielen.

© BEE

In einem Expertenworkshop diskutierten Unternehmensvertreter und KWK-Experten mit der EE-Branche die Rolle der KWK und Ansätze, die ihre Flexibilisierung vorrantreibt.
Nach einem Vortrag von Fr. Müller-Godeffry (BMWi) zu den aktuellen Vorhaben und die Perspektiven über das KWKG 2017 hinaus, flankierte Hr. Ottersbach (BET Aachen) den Impuls mit einer volkswirtschaftlichen und systemtechnischen Perspektive. Anschließend präsentierten Workshopteilnehmer von enable energy solutions, Lichtblick, KWK kommt UG/Netzwerk Fl(ex)perten, GASAG Contracting, Kawasaki Gas Turbine Europe und Clean Energy Sourcing Flexibilisierungsbeispiele aus der Praxis sowie Chancen, Hemnisse und Lösungen für die KWK.

Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass ein modernisierter KWK-Kraftwerkspark ein enormes Fleixbilisierungspotenzial aufweisen würde und dessen Umbau zeitnah anzugehen ist, um Lock-in Effekte zu vermeiden. Hierzu sind Rahmenbedingungen zu schaffen, welche ausreichend Erlöse ermöglichen, die Betreiber zu den zusätzlichen Investitionen zu bewegen. Außerdem Bedarf es Aufklärung und Schulungen, um die Potenziale zu erkennen und zu heben. Bestehende Instrumente wie die Flexprämie für Biogas und die Verordnung zu den zuschaltbaren Lasten im EEG und KWKG stellen erste Ansätze dar. Ein Markt für Flexibilität mit flexiblen Umlagen könnte wichtige Anreize setzen. Es wird weiter zu diskutieren sein, wie Modelle der Eigenerzeugung systemischen Nutzen beisteuern können und somit der Entsolidarisierungsdebatte entwachsen.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 42 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 355 400 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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