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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

BEE-Werkstatt Energiemarkt: Rückblick auf den Workshop "Förderung"

Berlin, 29.03.2017. Bis 2020 will der Bund 17 Milliarden Euro für Energieeffizienz und den Ausbau Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt zur Verfügung stellen. Ob das Geld auch genutzt wird, ist indes fraglich. Schon in der Vergangenheit wurden Förderprogramme nicht ausgeschöpft, darunter auch das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien im Wärmemarkt.

© BEE e.V.

Der hohe Betrag darf zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass bislang selbst mit großen Fördersummen die Anzahl der Modernisierungsaktivitäten und der Einsatz Erneuerbarer Energien nicht in dem Maße gesteigert werden konnte, wie es die Klimaschutzziele für 2020 und 2050 sowie die Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Wärme erforderlich machen. Laut Energieeffizienzstrategie Gebäude wäre ein Zubau von Erneuerbarer Wärme von mehr als 1,0 Prozentpunkten pro Jahr notwendig, um das Ziel allein für das im Bereich der Erneuerbaren weniger ambitionierte Effizienzszenario zu erreichen. Im letzten Jahr stieg dieser Anteil allerdings nur um 0,1 Prozentpunkten.

Im BEE-Werkstattgespräch Energiemarkt vom 29. März wurde mit Experten, Unternehmen und mit ausgewählten Referaten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die Fragen diskutiert, wie der Abfluss von Fördermitteln kurz- und mittelfristig gesteigert werden kann und wie die Förderung vor dem Hintergrund der klimapolitischen Beschlusslage der Bundesregierung weiterentwickelt werden könnte.

Hervorgehoben wurde von vielen der Teilnehmer die Einrichtung eines echten One-stop-shops für den Endverbraucher, um Fördermittel besser auszuschütten, eine klare Trennung zwischen BAFA (Zuschüsse) und KfW (Kredite) vorzunehmen, die Förderung für ausschließlich fossil befeuerte Heizungen abzuschaffen, Anreize für das Handwerk zu setzen, EE-Technologien zu verbauen („Handwerkerprämie“) und die Nachfrage nach Erneuerbaren Technologien durch die Verteuerung von fossilen Energieträgern stärker anzureizen.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 49 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 330 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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