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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

BEE-Werkstatt Energiemarkt: Rückblick auf den Workshop "Sektorkopplung"

Berlin, 21.09.2016. Die aktuellen politischen Willensbildungsprozesse – wie z.B. das EEG 2017 – bieten diverse Ansätze, künftig einfacher Strom aus Erneuerbaren Energien für den Wärme- und Mobilitätssektor zu nutzen. In zwei aufeinander folgenden Workshops diskutierten am 21.09.2016 Experten der Energiewende-Wirtschaft diese verbesserten Rahmenbedingungen und Anforderungen an die für den Herbst zu erwartenden Verordnungsermächtigungen.

© BEE

Nach einem Impulsvortrag von Herrn Dr. Hartmut Kahl (Stiftung Umweltenergierecht) über die aktuellen rechtlichen und politischen Möglichkeiten und die Ziele des BMWi, stellte Herr Löw (BEE) den Stand des Willenbildungsprozesses bei der mit der Umsetzung vertrauten BNetzA vor. Anschließend präsentierten Workshopteilnehmer von ARGE Netz, Enercon, Clean Energy Sourcing, Greenpeace Energy in einer offenen Diskussion Chancen, Risiken und Projektmöglichkeiten aus Sicht der Praxis zu den Ansätzen „zuschaltbare Lasten“ und „Experimentierklauseln“.

Im Ergebnis kam heraus, dass die Teilnehmer eine Umsetzung der Instrumente mehrheitlich befürworten. Allerdings sind ausreichend Investitionsanreize zu setzen und Überregulierung zu begegnen. Auch wenn nur einzelne Akteure bei den zuschaltbaren Lasten (KWK- und Power-to-Heat-Anlagen) und den Experimentierklauseln zum Zuge kommen dürften, kann ein Gelingen der Türöffner für die Flexibilisierung des Strommarktes und der Sektorenkopplung sein. Die regionale Verwertung des EE-Stroms wird immer stärker an Bedeutung gewinnen. Der sinnvolle Einsatz in Power-to-Heat-Anlagen bringt die Energiewende voran und hilft die Akzeptanz zu steigern: „Nutzen statt Abschalten“. Mit den Experimentierklauseln können Labore der Sektorenkopplung geschaffen werden, in denen ohne volkswirtschaftliche Wohlfahrtsrisiken Rahmenbedingungen vorgetest werden können, mit denen der Markt flexibilisiert werden kann.

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