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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

Dr. Simone Peter, BEE-Präsidentin, kommentiert den heute vorgestellten Entwurf des Netzentwicklungsplans

Berlin, 04.02.2019. „Der Netzausbau muss engagiert und zugleich angemessen vorangebracht werden, um die nötige Netzinfrastruktur für den Umbau des Stromsektors herzustellen. Insofern ist es gut, dass neben neuen Übertragungsleitungen auch Sektorenkopplungslösungen eingeplant sind und so die Möglichkeit geschaffen wird, besser auf die Netzauslastung reagieren zu können. Neue Leitungen sind zum Beispiel auch im europäischen Strombinnenmarkt wichtig. Faktisch konnte gegenüber dem letzten Netzentwicklungsplan laut Aussage der Übertragungsnetzbetreiber der zusätzliche Netzausbaubedarf durch den angenommenen Einsatz innovativer Elemente in Markt und Netz sowie die geplante Zuschaltung zusätzlicher HGÜ-Verbindungen insgesamt gesenkt werden.

Der Netzentwicklungsplan beinhaltet damit einige gute Vorschläge, wie der Umfang des Netzausbaus auch bei einem Anteil von 65 Prozent Erneuerbaren Energien im Vergleich zu bisherigen Planungen reduziert werden kann. Dazu zählen ad-hoc-Maßnahmen wie Phasenschieber, um den Leistungsfluss im gesamten Netz zu optimieren. Aber auch neue Konzepte wie Netzbooster sind enthalten, die wesentlich zu einer besseren Netzauslastung beitragen können. Eingriffe der Übertragungsnetzbetreiber über das Engpassmanagement und beim Redispatch können so reduziert werden und damit auch deutlich Kosten gesenkt. Der jüngst von der Kohlekommission vorgeschlagene Kohleausstieg wird ebenso zur Entlastung der Netze beitragen.“

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 52 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 338 700 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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