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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

Erneuerbare Energien zentral für Erhalt der Lebensgrundlagen. IPCC-Sonderbericht 1,5 Grad mahnt Dringlichkeit der erprobten Maßnahmen an

Berlin, 08.10.2018. „Wenn wir die globale Erwärmung in einem für Mensch und Natur verträglichen Bereich halten wollen, müssen wir alles dafür tun, um den Anstieg um 1,5 Grad nicht zu überschreiten. Ein schneller Umstieg von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien ist zwingend für effektiven Klimaschutz. Erneuerbare haben alleine im Jahr 2017 179 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente in Deutschland eingespart. Der Kohleausstieg ist überfällig und eine klimafreundliche Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien muss in allen Sektoren vorangetrieben werden“, sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), anlässlich des heute vorgestellten IPCC-Sonderberichts 1,5 Grad.

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Jedes Zehntelgrad Erhitzung stelle die Erde vor riesige Veränderungen und bedinge gewaltige Anpassungsmaßnahmen. „Vorsorge ist ökonomisch und ökologisch sinnvoller. Denn es gibt bereits eine Vielzahl erprobter und ausgereifter Technologien, die das Klima schützen und die Erderhitzung zumindest begrenzen können.“ Jetzt sei der politische Handlungswille gefordert, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien für eine saubere Strom- und Wärmeversorgung sowie eine umweltfreundliche Mobilität zu beschleunigen, und damit sofort Treibhausgase einzusparen.

Ein CO2-Preis würde ökonomische Anreize setzen, um den notwendigen Kohleausstieg marktwirtschaftlich zu organisieren und auch fossilen Brennstoffen im Wärmebereich einen echten Preis zu geben. Die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr sowie der Einsatz von mehr Speichern und mehr Flexibilität auf den Märkten befördern zudem ein zukunftsfähiges Energiesystem, so Peter weiter.
 
„Gerade die Industrienationen tragen eine besondere Verantwortung für einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Erde und für den Klimaschutz. Nur so erhalten wir dauerhaft unsere natürlichen Lebensgrundlagen.“ Erneuerbare Energien seien für die Dekarbonisierung der Energieversorgung und die Vermeidung von CO2-Emissionen ein elementarer Schlüssel. Und sie seien als zuverlässiger Energielieferant Garant für den Erhalt des Wohlstands in den Industrieländern und für die wirtschaftliche Entwicklung von Entwicklungs- und Schwellenländern.
 
„Deutschland muss in der EU wieder zu einer progressiven Rolle beim Klimaschutz zurückfinden.“ Die Bundesregierung sollte sich in Brüssel für höhere Klimaschutzziele, die das Pariser Klimaschutzabkommen widerspiegeln, ebenso einsetzen wie für europaweite, wirksame Klimaschutzmaßnahmen anstatt diese auszubremsen. Die Europäische Union arbeitet derzeit an ihrer langfristigen Strategie zur Verringerung von Treibhausgasemissionen – Peter: „Sie muss sich am Pariser Klimaschutzabkommen ausrichten“. Der BEE hat für das jüngste Konsultationsverfahren der EU eine umfassende Stellungnahme eingereicht, die Wege für wirksamen Klimaschutz in der Energieversorgung aufzeigt.


Hintergrund
Die BEE-Stellungnahme zu Europas langfristiger Strategie zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen können Sie hier lesen (englisch).


Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 48 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 338 500 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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