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EU-Energielabel für Heizungen: Erneuerbare für A+ und A++

Berlin, 25.09.2015. Ab morgen muss die Effizienz von neuen Heizungen über ein Energielabel an der Anlage sichtbar sein. „Künftig wissen Hauseigentümer auf einen Blick, ob ihre Heizung ihr Zuhause klimafreundlich wärmt. Heizanlagen mit zum Beispiel Solar- oder Geothermie, Biogas, Holz oder einer Wärmepumpe schneiden mit am besten ab“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). Sie erreichen den Spitzenbereich A+ und A++; Heizkessel mit fossilen Brennstoffen hingegen nur die Klassen A bis G. 2019 wird die Klasse A+++ hinzukommen, die Klasse G entfällt.

Das Energielabel könne die notwendige Transparenz bei der Bewertung einer klimafreundlichen Heizung herstellen und sei deshalb ein wichtiges Instrument, so Falk, denn „nur wer Bescheid weiß, kann etwas verändern". Ab 1. Januar 2016 gilt das neue Effizienzlabel auch für alte Heizgeräte. Das Anliegen der Bundesregierung ist es, mit dem Label die Verbraucher über den Zustand der Heizung zu informieren und zum Wechsel zu einem hoch effizienten System zu motivieren.  Der Fachmann, der für die Anbringung des Labels verantwortlich ist, kann über Angebote zu Heizungschecks, Vor-Ort-Beratungen sowie über Förderungen der KfW und des BAFA informieren. Um Missbrauch vorzubeugen, muss der Fachmann vom Eigentümer oder Mieter vertraglich beauftragt werden. 

„Die morgen startende Energieverbrauchskennzeichnung belohnt nicht nur umweltfreundliche Heizungen mit Bestnoten, sie setzt auch Mindestanforderungen, damit ineffiziente Heizungen nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen. Wichtig bleibt aber auch, dass die vielen veralteten Heizungssysteme ausgetauscht werden.“ Nach Schätzungen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie sind derzeit noch rund 300.000 alte Heizkessel auf dem Markt. Hierbei setzt das Altanlagen-Label im neuen Jahr wichtige Akzente.

Die Energieverbrauchskennzeichnung ist geregelt in der EU-Verordnung (EU) Nr. 811/2013, die am 26. September 2015 in Kraft tritt. Sie gilt für Elektro-, Gas- und Ölheizkessel, Wärmepumpen und Blockheizkrafte sowie Warmwasserbereiter und Kombinationen verschiedener Heizgeräte. Für Biomassekessel greift die Regelung erst ab April 2017. 

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 30 Verbänden und Organisationen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas, der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke und der Bundesverband Geothermie. Wir vertreten auf diese Weise 371 400 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

Kontakt:
Irene Beringer, Pressesprecherin
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Invalidenstraße 91
10115 Berlin 

Tel.: 030 / 275 81 70-16
E-Mail: presse(at)bee-ev.de

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