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Gemeinsame Erklärung für einen starken Klimaschutzplan 2050: Verträge einhalten!

Berlin, 07.11.2016. Die heute beginnende Klimakonferenz in Marrakesch setzt eine Zäsur, nach der sich bald entscheiden wird, welche Staaten Klimaschutz ernst nehmen – und welche dies nur vorgeben. Nur wenige Tage nach Inkrafttreten der Pariser Beschlüsse spitzt sich in Deutschland das zähe Ringen um den Klimaschutzplan 2050 zur nationalen Umsetzung des Klimaschutzvertrages zu. „Es ist eine Frage des Anstandes, nur solche Verträge zu unterschreiben, die man auch einzuhalten gedenkt“, kritisiert Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Präsident des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).

Das Abkommen müsse nun schnell von der Politik in konkrete Ziele und Maßnahmen für die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität übersetzt werden. Der BEE hat gemeinsam mit weiteren 40 Unternehmen und Verbänden eine Erklärung veröffentlicht, die auf einen starken Klimaschutzplan 2050 setzt, der sich u. a. mit einem eindeutigen Klimaziel am oberen Rand des derzeitigen Zielkorridors von 80 bis 95 Prozent Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2050 ausrichtet. Zudem sollten Sektorziele für 2030 vorgegeben werden, um die schnelle Entwicklung konkreter Pläne zur Dekarbonisierung sowie neuer Geschäftsmodelle zu ermöglichen.

„Die saubere Energieerzeugung spielt eine Schlüsselrolle für den Klimaschutz. Nur durch einen ambitionierten Ausbau der innovationsstarken Erneuerbaren Technologien und der Stärkung der Energieeffizienz können die Klimaziele von Paris erreicht werden“, so Brickwedde. Für eine kosteneffiziente Energieversorgung müsse gleichzeitig die Kohleverstromung zurückgefahren werden. „Schmutzige, inflexible Kohlekraftwerke verteuern die Energieversorgung und verzögern die Energiewende. Deutschland benötigt einen konkreten Zeitplan für den Kohleausstieg.“

Der Pariser Vertrag wird derzeit weder mit der deutschen noch mit der europäischen Klimaschutzpolitik erreicht. Brickwedde: „In Deutschland stockt der Klimaschutz in allen Sektoren. Die klimafreundliche Energiebereitstellung im Wärme- und Verkehrssektor hinkt dabei den selbstgesteckten Zielen sogar noch weiter hinterher als die Stromerzeugung.“

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 42 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 355 400 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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