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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

Jetzt die CO2-Bepreisung auf den Weg bringen – für Klimaschutz und zukunftsfähige Investitionen

Berlin, 29.04.2019. „Es ist gut, dass sich die Große Koalition offenbar gegenüber marktwirtschaftlichen Lösungsansätzen öffnet, die sauberen Technologien faire Wettbewerbsbedingungen bietet. Es wird höchste Zeit für eine CO2-Bepreisung, um die Verbrennung fossiler Energieträger einem Ende zuzuführen. Deutschland stößt nach wie vor zu viel Kohlendioxid aus und wird so die verpflichtenden Klimaschutzziele sowohl für 2020 als auch 2030 krachend verfehlen. Das ist nicht nur ökologisch kontraproduktiv, sondern verursacht auch ökonomische Schäden, denn dafür wird Deutschland Strafen in Milliardenhöhe zahlen müssen.

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Eine CO2-Bepreisung ist einer der wichtigsten Hebel, um überhaupt noch umsteuern zu können. Sie ist ein effektives Instrument, wenn durch sie die vollständigen Kosten im Markt abgebildet werden. Zudem kann das moderne Energieversorgungssystem intelligent auf die Zukunft ausgerichtet werden, in dem zum Beispiel die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität und der Einsatz von Speichern eine viel größere Rolle spielen werden. Deutschland stünde damit auch nicht alleine da, denn Länder wie die Schweiz, Norwegen oder Schweden zeigen eindrucksvoll, dass Ökologie und Ökonomie mit diesem Instrument hervorragend zu vereinen sind.

Aus Sicht des BEE ist eine sozialverträgliche Ausgestaltung das Fundament des Bepreisungssystems. Deswegen hat der Verband bereits in den vergangenen Jahren konkrete Vorschläge für CO2-Bepreisungen im Strom- und Wärmesektor auf den Tisch gelegt, die auf Sozialverträglichkeit ausgerichtet sind. Im Stromsektor soll als Ausgleich die Stromsteuer gesenkt werden. Ein wirksamer CO2-Preis senkt dabei zugleich die EEG-Umlage. Für den Wärmesektor schlägt der BEE eine CO2-Bepreisung mit Rückverteilungskomponente – ähnlich dem bewährten Schweizer Modell – vor. Über das Schweizer Vorbild hinausgehend, soll die Rückerstattung laut BEE-Modell vollständig erfolgen. Ein CO2-Preis im Wärmesektor regt sowohl Investitionen in Erneuerbare Energien als auch Energiespartechnologien an.“

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden, Organisationen und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 338 700 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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