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KWK-Systeme auf Basis Erneuerbarer Brennstoffe und umweltneutraler Wärmequellen fit für die Zukunft machen

Berlin, 19.07.2019. Der BEE unterstützt in seiner Stellungnahme zum Evaluierungsbericht der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) das darin gezeichnete Leitbild zur Weiterentwicklung von KWK-Systemen hin zu flexiblen Strom/Wärme-Systemen unter Einbindung Erneuerbarer Brennstoffe und dezentraler, umweltneutraler Wärmequellen. Zur Umstellung der heute noch überwiegend auf Basis fossiler Brennstoffe befeuerten KWK-Systeme bedarf es nach Ansicht des BEE gleichwohl einer gezielten Weiterentwicklung der politischen Instrumente.

© Fachverband Holzenergie

„Für eine erfolgreiche Energiewende werden KWK-Systeme auch langfristig eine wichtige Rolle spielen“, betont BEE-Vizepräsident Horst Seide. „Daher ist es von zentraler Bedeutung, den Switch von fossiler KWK zu einer klimafreundlichen Bereitstellung von Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energieträgern möglichst rasch in die Wege zu leiten. In unserer Stellungnahme geben wir dazu konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik.“

So unterstützt der BEE im regulären Fördersegment die zur Flexibilisierung der KWK-Anlagen vorgeschlagenen Maßnahmen. „Der aktuelle Bericht zu Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen der Bundesnetzagentur belegt eindrucksvoll, dass fossile KWK-Anlagen aktuell nahezu überhaupt nicht abgeregelt werden. Damit bleiben sie ihr Flexibilitätsversprechen schuldig“, fasst Seide zusammen. Daneben sieht der BEE die Einführung eines Bonussystems für Erneuerbare Wärme sowie eines Klimaschutzfaktors bei der Ermittlung der KWK-Zuschlagshöhe als weitere geeignete Maßnahmen an, um KWK-Systeme in Hinblick auf eine CO2-Minderung weiterzuentwickeln.

„Mit der innovativen KWK hat die Bundesregierung über das KWKG erstmals die Erneuerbare Wärmeerzeugung innerhalb eines Fernwärmesystems adressiert. Wir haben die Einführung der iKWK begrüßt und bringen uns nun proaktiv bei der Weiterentwicklung dieses Instruments ein“, so Seide. Der BEE plädiert in seiner Stellungnahme daher u. a. für eine Anhebung des Ausschreibungsvolumens sowie der Gebotshöchstwerte für innovative KWK-Systeme und faire Bedingungen für die einzelnen Erneuerbare Energien Optionen. Der BEE weist darauf hin, dass Instrumente aus dem KWKG durch weitere Instrumente begleitet werden müssen, um der Energiewende neue Impulse zu geben. Hierzu gehören u. a. die Weiterentwicklung der vermiedenen Netzentgelte, die Einführung einer CO2-Bepreisung sowie eine Weiterentwicklung des ordnungspolitischen Rahmens im Gebäudesektor.

Weiterführende Informationen

BEE-Stellungnahme zu dem Bericht „Evaluierung der Kraft-Wärme-Kopplung“ vom 12.04.2019 (KWK-Evaluierungsbericht)

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden, Organisationen und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 316 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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