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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

Wärmenetze können bis zu 30 Prozent des Nutzwärmeverbrauchs übernehmen

Berlin, 14.05.2018. Der Umstieg von fossilen Energien auf klimafreundliche Energieträger im Wärmemarkt ist ein wesentlicher Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele. Sektorenkopplung und Flexibilisierung sind wichtige Voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen. Auf den Berliner Energietagen diskutierten Anfang Mai der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) gemeinsam mit ihren Gästen aus Bund und Ländern, Politik und Wirtschaft die Systemrelevanz sowie Strategien zur Dekarbonisierung und zum Ausbau von Wärmenetzen.

Abschließende Podiumsdiskussion der Berliner Energietage mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft © J. Wullenweber

Es wurde deutlich: Nur mit einer zukunftsweisenden Energieinfrastrukturplanung, innovativen Wärmenetzlösungen (4.0) und ausreichend politischem Gestaltungswillen lassen sich Sektorenkopplung und Flexibilität des Energiesystems vorantreiben. In einer Umfrage sprachen sich mehr als zwei Drittel der Teilnehmenden für mehr Ordnungsrecht aus. Zudem wurde bemängelt, dass es den vorgestellten Länderkonzepten aus Nordrhein-Westfalen und Berlin an rechtlichen Vorgaben und finanziellen Impulsen fehlt. Stattdessen würde die Einführung einer CO2-Bepreisung für faire Wettbewerbsbedingungen unter den Energieträgern sorgen. Zugleich wird die Klimagewichtung von Primärenergiefaktoren die tatsächlichen CO2-Emissionen im Gebäudesektor wiedergeben und ökologisch sinnvolle Maßnahmen nicht weiter benachteiligt. Perspektivisch könnte so bis zu 30 Prozent des Nutzwärmebedarfs durch Wärmenetze bereitgestellt werden.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 48 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Im Wärmesektor gehören der Bundesverband Bioenergie e.V., der Bundesverband Solarwirtschaft, der Bundesverband Wärmepumpe e.V., der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. und der Fachverband Biogas zu unseren Mitgliedern. Wir vertreten auf diese Weise 330 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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