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Rückblick BEE-Forum Erneuerbare Energiewirtschaft: Der Energiewende-Dialog auf der Hannover Messe 2016

Im fünften Jahr des Forums Erneuerbare Energiewirtschaft, wurde das Konzept interaktiver aufgestellt: In sechs Expertenworkshops und einem Start-Up-Pitch wurden die Messebesucher eingeladen, im Energiewende-Dialog zentrale Themen der Energiewirtschaft und frische Geschäftsideen kennen zu lernen und zu diskutieren.

Programm

Montag, 25.04.2016

Chancen einer Zweitnutzung von dezentralen Batteriespeichern für den deutschen Energie- und Mobilitätsmarkt
Zu Beginn des Forums stellte Gerard Reid (Alexa Capital) am traditionellen Eröffnungstag die zusammen mit der Hannover Messe veröffentlichte Studie „Chancen einer Zweitnutzung von dezentralen Batteriespeichern für den deutschen Energie- und Mobilitätsmarkt“ vor. Mit der Studie wurden neue Marktchancen einer Verknüpfung der Sektoren Strom und Mobilität, besonders durch die Zweitnutzung von EV-Batterien analysiert. Dr. Hermann Falk machte vorab deutlich, warum der BEE in der Sektorkopplung und besonders bei der erneuerbaren Mobilität enorme Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft sieht. Anschließend stellte Marcus Fendt (The Mobility House) konkrete Projekte und Konzepte vor. Die Politik kann sich der in diesem Bereich entstehenden Marktkraft nicht entgegen stellen, aber die Entwicklung volkswirtschaftlich bei entsprechenden Rahmenbedingungen nutzen.

Präsentationen
Marcus Fendt, The Mobility House
Gerard Reid, Alexa Capital
Studie von BEE und HANNOVER MESSE: SecondLife-Batterien als flexible EE-Speicher

Dienstag, 26.04.2016

Digitalisierung und Flexibilisierung als Lösungsansätze für ein erneuerbares Energiesystem
Am Dienstagvormittag diskutierten die Energieexperten Prof. Dr. Bernd Engel (SMA), Kirsten Neumann (VDI/VDE Innovation + Technik GmbH) und Dr. Michael Ritzau (BET Aachen) Ansätze und Rahmenbedingungen wie Digitalisierung und Flexibilisierung eingesetzt werden können, das Energiesystem erfolgreich im Sinne der Energiewende zu transformieren. Alexander Krautz  stellte das Geschäftsmodell von Next Kraftwerke vor, durch Zusammenschaltung diverser steuerbarer Stromerzeuger Flexibilität anzubieten und zu vermarkten. Im Ergebnis wurde festgestellte, die Energiewende braucht eine vernünftige digitale Infrastruktur, aber Smart Meter sollen dort eingesetzt werden, wo Flexibilisierungspotenziale zu heben sind. Eine überhasteter flächendeckend einheitlicher Roll Out kann aber an vielen Stellen Geschäftsmodellen schaden und ist deswegen zu überdenken.

Neue Ideen für die Energiewende (Start-Up-Pitch)
Am Nachmittag stellten sechs Start-Ups ihre Geschäftsideen vor: 

1) Sunride (Stefan Thon)
2) SINN Power (Rike Brand)
3) Solardynamik (Karl-Friedrich Harter)
4) SunOyster Systems (Amelie Krahl)
5) ORKESS (Sebastian Golisch)
6) Digital Energy Solutions (Thorsten Nicklass)

Die Jury aus den erfahrenen Energieexperten und Start-Up-Beratern Dr. Dirk Bessau (KIC), Matthias Willenbacher (100 prozent erneuerbar stiftung) und Dr. Michael Ritzau (BET Aachen) gab Hinweise und bewertete die verschiedenen Ansätze. Anschließend hatte das Publikum die Wahl: Als Gewinner wurde von den Messebesuchern das Start-Up ORKESS bestimmt.

Mittwoch, 27.04.2016

Neue Geschäftsmodelle und Lösungsansätze für die Energiewende
Der Vormittagsworkshop am Mittwoch widmete sich konkret neuen Geschäftsmodellen und Lösungsansätzen für die Energiewende. Martin Klein vom DLR stelle das AMIRIS-Modell vor, mit dem das Verhalten der diversen Marktteilnehmer der Energiewirtschaft abgebildet und analysiert werden kann. Dr.-Ing. Alexander Bormann präsentierte Technik und Konzept der EnerKite GmbH. Stefan Brühl von BET Aachen zeigt die Marktchancen einer Flexibilisierung des Strombedarfs in der Industrie auf. Daniel Craffonara (Grüner Strom Label e.V.) ging der Frage nach, wie Stromanbieter den Verbrauchern echten Ökostrom anbieten können. Und  Max Hildebrandt präsentierte das Konzept von enerkeep, PV-Anlagen mit Batterien für Endkunden zu verknüpfen.


Präsentationen
Dr.-Ing. Alexander Bormann, EnerKite GmbH
Stefan Brühl, BET Aachen
Daniel Craffonara, Grüner Strom Label e.V.
Max Hildebrandt, enerkeep
Martin Klein, DLR

Energieffizienz und Erneuerbare Energien - Chancen für ein decarbonisiertes Energiesystem

Der Nachmittag stand im Zeichen des Zusammenspiels von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien: Christian Noll (DENEFF) und Judith Litzenburger (Energieagentur.NRW) zeigten auf, dass ein Zusammendenken mehr als überfällig ist und die Unternehmensvertreter Andreas Bünker (GASAG Contracting GmbH) und Marilyn Heib (bettervest GmbH) stellten passende Konzepte vor.

Präsentationen

Andreas Bünker, GASAG Contracting GmbH
Christian Noll, DENEFF
Judith Litzenburger, Energieagentur.NRW
Marilyn Heib, bettervest GmbH

Donnerstag, 28.04.2016

Strom und Wärme und Mobilität – Eine effiziente Energiewende mit Sektorkopplung

Am Donnerstag wurden die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität übergreifend betrachtet. Dem Motto „Keine grüne kWh ist überschüssig‘“ folgend, stellte am Vormittag zunächst Oliver Donner (BET Aachen) dar in welchem Ausmaß sich zukünftig der Bedarf ergibt, Strom flexibel zu nutzen. Marcel Keiffenheim (Greenpeace Energy) zeigte dann die Möglichkeiten mit Hilfe von Elektrolyseuren erneuerbaren Strom in Wasserstoff bzw. Methan umzuwandeln und so das Gasnetz als (Langzeit)Speicher nutzen zu können oder auch die chemische Industrie mit erneuerbar hergestelltem Wasserstoff zu versorgen. Martin Volkmar (SMA) führte abschließend vor, wie mittels intelligenter Systeme in einem Haushalt  sektorübergreifend Erneuerbare Energie sinnvoll eingesetzt wird.


Präsentationen
Marcel Keiffenheim, Greenpeace Energy
Oliver Donner, BET
Martin Volkmar, SMA
Dr. Timm Kehler, Zukunft Erdgas

Wie schaffen wir die erneuerbare Wärmewende?

Nachmittags stellten sich die Energieexperten Oliver Donner (BET Aachen), Thomas Krause (Viessmann) und Holger Thamm (Stiebel Eltron) der Frage, wie die erneuerbare Wärmewende zu schaffen ist. Die Experten waren sich einig, die Wärmewende muss JETZT in Gang gesetzt werden, wofür zentrale Hebel notwendig sind. Hierfür ist eine politische Strategie aufzustellen und umzusetzen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht alle Präsentationen zur Verfügung gestellt werden können.

Ihr Ansprechpartner

Herr
Robert Brandt
Telefon: 030 / 2758170-0

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