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Rückblick auf den BEE-Neujahrsempfang am 14.01.2015

Bundeskanzlerin bilanziert Energiepolitik der Bundesregierung

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

Wenige Monate nach Inkrafttreten der EEG-Reform brachte der BEE-Neujahrsempfang knapp 1300 Köpfe aus Industrie und Mittelstand, Politik, Verwaltung und Interessenverbänden in Berlin zusammen, um sich über den Fortgang der Energiewende unter den geänderten Rahmenbedingungen auszutauschen.

BEE-Präsident Fritz Brickwedde eröffnete den Abend mit einer Bilanz des vergangenen Jahres. Die Erneuerbaren Energien haben sich zwar erstmals an die Spitze der Brutto-Stromerzeugung gesetzt und knapp 30 Prozent des Stroms geliefert. Zugleich führte die EEG-Reform zu gravierenden Einbrüchen, insbesondere für die Solarwirtschaft und die Biogas-Branche.

Angela Merkel würdigte in ihrer Festrede die Fortschritte zu einer „nachhaltigen und grundlegenden Energiewende“ und betonte dabei auch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Erneuerbaren-Technologien. Überraschend deutlich sprach sich die Bundeskanzlerin bei der Weiterentwicklung des Strommarktdesigns gegen die Subventionierung alter fossiler Kraftwerke aus: "Ich teile Ihre Skepsis gegenüber Kapazitätsmärkten." Als die Kanzlerin die sinkenden Ausbauzahlen für PV als "Atempause" bezeichnete, führte dies zu einem Raunen im Saal. Auf Twitter wurde die Atempause als drohender Atemstillstand für die Branche kommentiert.

In der steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung sah Merkel in ihrer Rede „eines der besten Mittel“, um die Energieeffizienz – die „zweite Säule der Energiewende“ – zu stärken und rief insbesondere die Bundesländer auf, die Bundesregierung hierbei zu unterstützen. 

Brickwedde erinnerte daran, die Energiewende nicht nur als Strom-, sondern auch als Verkehrs- und Wärmewende zu sehen. Die Unternehmer der Erneuerbare Energien-Branche hätten sich als innovativ, aktiv und modern erwiesen und stünden selbstbewusst den Herausforderungen gegenüber. 

Im Anschluss an die Festrede betonte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, dass die Energiewende auch im Bereich der Mobilität angegangen werden muss. Wie dieser Weg ausgestaltet werden kann, zeigt die gemeinsam vom Bundesverband Erneuerbare Energie und der Deutschen Bahn beauftragten Studie "Die neue Verkehrswelt", die Rüdiger Grube der Kanzlerin überreichte. 

In der abschließenden, von taz-Chefredakteurin Ines Pohl moderierten Podiumsdiskussion diskutierten Eveline Lemke, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Anita Schneider, Landrätin Gießen, Daniela Trochowski, Staatssekretärin im Ministerium der Finanzen und Dipl.-Ing. Elke Hanel, Geschäftsführerin der BayWa r.e. Wind GmbH über die Umsetzung der Energiewende.
Medienpartner des Neujahrsempfangs 2015 war Klimaretter

Pressemitteilung

Merkel würdigt Leistungen der Erneuerbare Energien-Branche

Berlin, 15.01.2015. Die Erneuerbaren Energien haben sich im vergangenen Jahr erstmals an die Spitze der Brutto-Stromerzeugung gesetzt und knapp 30 Prozent des Stroms geliefert. „Das ist ein Rekordwert und ein Erfolg für den Klima, Umwelt- und Gesundheitsschutz“, sagte Dr. E. h. Fritz Brickwedde, Präsident des BEE. Die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, würdigte beim BEE-Neujahrsempfang die Fortschritte zu einer „nachhaltigen und grundlegenden Energiewende“.

In der Weiterentwicklung des Strommarktdesigns sieht der BEE einen wichtigen Schritt, um den Strommarkt fit für die Zukunft zu machen. Die Flexibilisierung wird im Zentrum der Neuausrichtung des Strommarktes stehen. Der BEE bekräftigt die Notwendigkeit, den neuen Strommarkt durch eine Strategische Reserve abzusichern und damit eine zuverlässige Energieversorgung zu sichern. „Kapazitätsmärkte“, betont Brickwedde auch beim Neujahrsempfang, „lehnen wir ab. Sie führen zu jener Kostendynamik, die eigentlich vermieden werden soll.“ Kanzlerin Merkel antwortete: „Ich teile Ihre Skepsis zu Kapazitätsmärkten.“

In der steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung sieht Merkel „eines der besten Mittel“, um die Energieeffizienz – die „zweite Säule der Energiewende“ – zu stärken und rief insbesondere die Bundesländer auf, die Bundesregierung hierbei zu unterstützen.

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bezeichnete Merkel als „Herkulesaufgabe“. Brickwedde erinnerte daran, die Energiewende nicht nur als Strom-, sondern auch als Verkehrs- und Wärmewende zu sehen. Die Unternehmer der Erneuerbare Energien-Branche hätten sich als innovativ, aktiv und modern erwiesen und stünden selbstbewusst den Herausforderungen gegenüber. Merkel: „Die Branche der Erneuerbaren Energien ist ein großer Wirtschaftsfaktor geworden.

BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Irene Beringer
Pressesprecherin

Invalidenstraße 91
10115 Berlin

Tel.: 030 / 275 81 70-16
Fax: 030 / 275 81 70-20
E-Mail: presse(at)bee-ev.de

Ihr Ansprechpartner zum BEE-Neujahrsempfang

Herr
Alexander Karasek
Telefon: 030 / 2758170-15

Bildergalerie vom Neujahrsempfang 2015