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3. Internationale Energiewende-Konferenz

Berlin Energy Transition Dialogue 2017

Die Bundesregierung und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), die dena und eclareon veranstalteten am 20. und 21. März 2017 die dritte internationale Energiewende-Konferenz im Auswärtigen Amt, den Berlin Energy Transition Dialogue 2017 (BETD). Unter dem Motto „towards a global Energiewende“ trafen sich internationale Entscheidungsträger der Energie- und Außenpolitik, Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie die wichtigsten globalen Energieexperten. Sie besprachen die aktuellen Entwicklungen der Energiepolitik, innovative Politikmechanismen, neue Investitionsmöglichkeiten und zukünftige Geschäftsmodelle, die sich aus der globalen Energiewende ergeben.

Der Berlin Energy Transition Dialogue hat sich als ideale Plattform für ein internationales Publikum  aus Vertretern der öffentlichen Hand und Privatwirtschaft bewiesen, um über tragfähige Konzepte der international stattfindenden Transformation des Energiesystems zu diskutieren. Mehr als 1.000 hochkarätige Teilnehmer aus 70 Ländern mit insgesamt über 50 Delegationen und mehr als 30 Energie- und Außenministern nutzten bisher die Gelegenheit, um sich zu vernetzen und Lösungen für die globale Energiewende zu entwickeln. Neuartige Formate wie Eins-zu-Eins-Debatten, Pitches und Interviews beleben den Meinungsaustausch auf der Bühne und binden das hochkarätige Publikum in den Dialog mit ein.

Einen Rückblick zur Veranstaltung finden Sie demnächst auf der offiziellen BETD-Website.

Leitfragen des BETD

Ziel der Konferenz ist, inhaltliche Impulse für die Energieagenda der deutschen Regierung im G20-Prozess zu setzen. Thematischer Schwerpunkt ist dabei die Suche nach einem bezahlbaren, sicheren und umweltfreundlichem Energiesystem. Zentral geht es um die Fragen:
Wie müssen Energiesysteme transformiert werden, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens und die UN Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 (SDGs) kosteneffizient zu erreichen?

Wie können Investitionen aus dem Bereich der fossilen Energien hin zu mehr Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz geleitet werden?

Gemeinsame Studie von IEA und IRENA zeigt: Energiewende muss schnell und tiefgehend vorangehen, damit Pariser Klimaziel erreicht werden kann

Antworten auf die Leitfragen des BETD liefert die neue Studie "Perspectives for the Energy Transition: Investment Needs for a Low Carbon Energy System", die von der Internationalen Energieagentur (IEA) und der Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) erarbeitet und auf dem BETD erstmals vorgestellt wurde.

Die Analyse zeigt zum einen, dass die Energiewende noch stärker als bisher vorangetrieben werden muss. Um die globale Erwärmung wie in Paris vereinbart auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, müssen die weltweiten CO2-Emissionen innerhalb der nächsten drei Jahre ihren Höhepunkt erreichen und danach bis 2050 um 70 Prozent im Vergleich zu heute fallen.

Je rascher der Ausbau Erneuerbarerer Energie, desto günstiger die Energiewende
Deutlich wird in der Studie auch, dass dieser Wandel ökonomisch machbar ist: Die durch Stromerzeugung verursachten globalen CO2-Emissionen können bis 2050 um 70 Prozent reduziert und bis 2060 gänzlich abgebaut werden – bei gleichzeitig positiven Konjunkturaussichten.  Dazu sind jedoch stärkere Investitionen in Erneuerbare Energien und Effizienzsteigerungen nötig: Bis 2050 müssten 29 Billionen USD  investiert werden, dies entspricht 0,4 Prozent des globalen BIP. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass solche Investitionen nicht nur die Wirtschaft ankurbeln, sondern auch zahlreiche neue Arbeitsplätze schaffen würden.
„Wir sind in einer guten Position, um das globale Energiesystem zu transformieren, aber der Erfolg wird von eiligem Handeln abhängen und Verzögerungen werden die Kosten der Dekarbonisierung in die Höhe treiben“, so IRENA-Chef Adnan Z. Amin. Dementsprechend werde durch die Verschleppung der Energiewende das Risiko von „stranded investements“, also verlorener Investitionen in fossile Energieträger, drastisch erhöht.

Dabei kann das bisherige Budget für die weltweite Energieversorgung, laut IEA-Chef Dr. Fatih Birol, gleich bleiben. Notwendig sei jedoch, dass Gelder verstärkt aus fossilen Energien zu sauberen Energien umgeleitet werden. Indes bräuchte es erhöhte Energieeffizienz-Investitionen in den Sektoren Industrie, Verkehr und Gebäude. So müssten etwa bis 2050 70 Prozent aller neuen Autos Elektroautos sein, was gravierende Reformen und Investitionen  in Forschung und Entwicklung benötige.

Erneuerbare Energien machen derzeit 24 Prozent der globalen Stromerzeugung aus. Um eine Dekarbonisierung erreichen zu können, muss dieser Anteil laut Studie bis 2050 auf 80 Prozent angehoben werden. Zur Erreichung dieses Ziels macht die Studie konkrete Vorschläge zur Umgestaltung des energiepolitischen Rahmens und des Energiemarktes: Unter anderem können stärkere Preissignale und eine CO2-Bepreisung dazu beitragen, einen faireren Energiemarkt zu schaffen.

Die Studie zum Download

Das Green Energiewende Sofa

Jede Transformation braucht einen gemeinsamen Treffpunkt, an dem Menschen zusammen kommen und die gesetzten Ziele umsetzen können. Um für den Berlin Energy Transition Dialogue zu werben, haben wir das Green Energiewende Sofa als genau diesen Treffpunkt ausgesucht. Wie bereits in der Vergangenheit, wird das klimafreundliche Energiewende Sofa bei allen Energiewende Hotspots weltweit vertreten sein.

Erfahren Sie mehr über das Green Energiewende Sofa  - Folgen Sie dem Sofa auf Twitter und diskutieren Sie mit uns unter dem Hashtag #betd2017

Projektleiter

Herr
Sebastian Jasim
Telefon: 030 / 275 81 70 - 0

Impressionen vom BETD 2017

BETD 2017