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  • © Stiftung Offshore-Windenergie | Weserwind | Detlef Gehring | 2008

BEE fordert angemessene Rahmenbedingungen für die Förderung von Biomasse in Wärmenetzen

Berlin, 29.06.2021.Das für das zweite Quartal angekündigte Förderprogramm „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ (BEW) soll die Nutzung von Erneuerbaren Energien unterstützen, explizit soll es Biogas und Holz angemessen fördern. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) fordert, entsprechend dieser Vorgabe die vorgesehenen Rahmenbedingungen für die Förderung von Biomasse in Wärmenetzen dringend nachzubessern. „Die Regierungsfraktionen haben im Kohleausstiegsgesetz beschlossen, dass auch Biomasse im BEW angemessen gefördert werden soll. Viele Projekte können jedoch die hohen Anforderungen für neue und bestehende Wärmenetze gar nicht erfüllen, das betrifft beispielsweise die Holz- und Biogaskessel“, kritisiert BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter.

© Fachverband Biogas

Es sei unter anderem darauf zu achten, dass die gut etablierten ländlichen Nahwärmenetze nicht durch die Hintertür benachteiligt würden. „Wir brauchen im Neubau von Wärmenetzen weiter eine starke Einbeziehung der Biomasse, die es möglich macht, bereits bestehende Biogasanlagen an diese Netze anzuschließen bzw. sie in diese zu integrieren“, so Peter weiter. Handlungsbedarf gebe es auch bei der Betriebskostenförderung für Wärme aus Biomasse. „Die Kosten für die Nutzung von Biogas und konventioneller Heiztechnik unterscheiden sich vorrangig in den Betriebskosten. Um die Nutzung zu unterstützen, müssen entsprechende Fördervorhaben auch für die Betriebskosten von Biomasse gelten“, so Peter. Es sei an der Zeit, die Dekarbonisierung des Wärmesektors zu beschleunigen. Hier spiele neben der Solar- und Geothermie auch die Bioenergie eine wichtige Rolle. Deswegen seien die Potentiale der nachhaltig erzeugten Biomasse in der angekündigten Richtlinie für das Förderprogramm „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ (BEW) zu berücksichtigen. „Es braucht ein klares politisches Bekenntnis zur biogenen Wärme“, fordert Peter abschließend.

Weiterführende Informationen:

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 50 Verbänden und Unternehmen aus den Branchen der Wind-, Bio- und Solarenergie sowie der Geothermie und Wasserkraft. Zu unseren Mitgliedern im Wärmesektor zählen u. a. der Bundesverband Wärmepumpe, der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Bundesverband Geothermie, der Fachverband Biogas und die im Hauptstadtbüro Bioenergie zusammengeschlossenen Verbände. Wir vertreten auf diese Weise 30 000 Einzelmitglieder, darunter mehr als 5 000 Unternehmen, 316 000 Arbeitsplätze und rund 6,5 Millionen Anlagenbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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Referentin für Presse und Medien
Friederike Treuer

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