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BEE-Kommentar zu den Versäumnissen der Bundesregierung im Bereich Klimapolitik

Berlin, 06.08.2020.Das Eingeständnis von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zu den Versäumnissen der Bundesregierung im Bereich Klimaschutz wirft Fragen im Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) auf. „Warum die Energiewende in den letzten Jahren so wenig Priorität genoss, ist völlig unverständlich“, kommentiert BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter. Nichtsdestotrotz sei es gut, dass ein akuter Handlungsbedarf nun klar benannt werde. „Jetzt kommt die Chance, das späte Handeln zu kompensieren und entsprechend ambitioniert die Energiewende voranzubringen“, so Peter.

Schon heute nehmen die Erneuerbaren Energien eine Schlüsselrolle am Strommarkt ein und zeigen, dass die Energieversorgung auf der Basis von erneuerbaren Technologien zuverlässig funktioniert. „Diese Grundlage muss aber genutzt werden, andernfalls verlieren wir auch zukünftig wertvolle Zeit“, fordert Peter. „Die heimischen Erneuerbaren Energien sind schon längst bereit, die Energiewende zu tragen und stehen in ihrer gesamten Bandbreite zur Verfügung, um die Energieversorgung sauber, stabil und flächendeckend zu gewährleisten.“

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien müsse endlich die Priorität erhalten, der ihm zusteht. „Wir reden hier von Minimalzielen, welche mit dem aktuellen Vorgehen bereits auf der Kippe stehen“, beklagt Peter. Emissionsfreie Energie sei kein Wunschdenken, sondern die essentielle Voraussetzung dafür, dem Klimawandel den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Wir müssen reagieren, bevor es zu spät ist. Die Bundesregierung muss nun aus ihren  Fehlern lernen und dringend benötigte Antworten darauf liefern, wie der Klimaschutz in den nächsten Jahren vorankommen kann. Wir brauchen die EEG-Novelle in der ersten Septemberwoche, die einen ambitionierten Rahmen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien darstellt und konkrete Schritte und Mengen für das Erneuerbare-Ausbauziel von 65 Prozent bis 2030 enthält!“, so Peter abschließend.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden und Unternehmen aus den Branchen der Wind-, Bio- und Solarenergie sowie der Geothermie und Wasserkraft. Wir vertreten auf diese Weise 30 000 Einzelmitglieder, darunter mehr als 5 000 Unternehmen, 316 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

Ihre Ansprechpartnerin zu unseren Mitteilungen

Referentin für Presse und Medien
Friederike Treuer

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