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BEE-Kommentar zur Strategie der EU-Kommission zu Wasserstoff und einem integrierten Energiesystem

Berlin, 08.07.2020.Die Europäische Kommission beschloss heute ihre Strategie zu Wasserstoff und einem integrierten Energiesystem und stellte diese öffentlich vor. „Wir begrüßen, dass die Europäische Kommission im Rahmen des European Green Deals nun eine übergreifende, integrierte Strategie für den Energiesektor vorstellt hat. Es fehlt allerdings ein klares Bekenntnis für einen zügigen und vollständigen Umstieg auf Erneuerbare Energien“, kommentiert Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE).

Die EU-Kommission bekräftigt in ihrer Strategie das Ziel der Klimaneutralität für Europa bis 2050. Trotzdem wird selbst 2050 noch von relevanten Anteilen fossiler Energieträger ausgegangen. „Das passt nicht zu den Klimazielen und zu den erheblichen Potenzialen für heimische Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der EU durch die Nutzung von Erneuerbaren. Hier muss nachgebessert werden“, so Peter. Es sei natürlich zu begrüßen, dass die Strategie der EU-Kommission den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien in allen Bereichen in den Mittelpunkt stellt. Auch das Efficiency First-Prinzip als Handlungsmaxime sowie die Einführung von Nachhaltigkeitskriterien für Wasserstoffprodukte sowie Quoten für einzelne Endverbrauchssektoren sei der richtige Fokus.

„Es reicht allerdings nicht, die Bedeutung von grünem Wasserstoff nur zu betonen. Diese Bedeutung muss sich auch in ambitionierten Einsatzquoten in den verschiedenen Sektoren für grünen Wasserstoff widerspiegeln“, bemängelt Peter. Die Wasserstoff-Strategie müsse außerdem mit einem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien kombiniert werden. Das Argument, dass die Marktentwicklung die Förderung von blauem und grauen Wasserstoff nötig mache, bei dessen Produktion erhebliche Mengen an CO2 anfallen, sei nicht tragfähig. „Eine konsequente Herangehensweise muss den gesamten CO2-Fußabdruck von Wasserstoffprodukten berücksichtigen und erlaubt schon deshalb einzig die Förderung von grünem Wasserstoff“, so Peter abschließend.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden und Unternehmen aus den Branchen der Wind-, Bio- und Solarenergie sowie der Geothermie und Wasserkraft. Wir vertreten auf diese Weise 30 000 Einzelmitglieder, darunter mehr als 5 000 Unternehmen, 316 000 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

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