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Treffen der G7-Energie- und Klimaminister: Signal der Geschlossenheit jetzt für globale Energiewende nutzen

Berlin, 20.05.2022.Auf Einladung der deutschen G7-Präsidentschaft kamen die Fachminister für Energie, Klima und Umwelt zusammen, um Maßnahmen zur Beschleunigung des globalen Kohleausstiegs, Initiativen zum Schutz der Ozeane und Wege zum Kampf gegen das Artensterben zu diskutieren. Die deutsche G7-Präsidentschaft steht unter dem Titel „Fortschritt für eine gerechte Welt“.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt, dass für die Zeit des deutschen G7-Vorsitzes das Ziel eines nachhaltigen Planeten sowie die Stärkung der internationalen Klimapolitik an erster Stelle der politischen Schwerpunkte des Programms stehen. „Die Konferenz war ein wichtiges Signal der Geschlossenheit, das die Notwendigkeit internationaler Kooperation bei der Bekämpfung der globalen Klimakrise unterstreicht. Jetzt muss die Energiewende global beschleunigt werden, auch um die Kosten- und Versorgungskrise der fossilen Energieträger schnell zu überwinden“, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter.

Think7, eine Vereinigung von Think Tanks der G7-Staaten, hat in einem Communiqué am Dienstag klare Empfehlungen für die Klimapolitik der G7 ausgesprochen: die Gründung von Klima-Clubs mit den G7-Staaten, den EU-Mitgliedern uns anderen Nationen, die Willens sind, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 60 % zu senken, Subventionen für fossile Energien zu beenden und die Ausweitung der Finanzierung von Klimaprojekten in sich entwickelnden Ländern vorzunehmen. Die Forschenden betonen, dass das Communiqué unter dem Eindruck des russischen Angriffs auf die Ukraine eine Vision für eine kooperative internationale Gemeinschaft inmitten einer Zeitenwende entwirft, um eine weitere Polarisierung der Welt zu verhindern. Die Vertreterinnen und Vertreter der G7-Staaten haben sich nun auf die Gründung internationaler Klimaclubs sowie weitere Maßnahmen entlang den Empfehlungen der Think7 geeinigt.

„Die Beschlüsse der G7-Fachminister stellen einen deutlichen Fortschritt gegenüber vorangegangenen Konferenzen dar. Die Einigung der G7-Staaten, bis zum Jahr 2025 fossile Subventionen zu beenden, ist ein wichtiger Schritt. Auch die Festlegung des Kohleausstiegs als gemeinsames Ziel der G7 ist ein dringend nötiges Bekenntnis, auch wenn sich die Partner nicht auf ein verpflichtendes Datum einigen konnten. Das Ziel der überwiegenden Dekarbonisierung des Stromsektors in allen G7-Ländern bis 2035 ist ein wegweisendes Bekenntnis in Anbetracht der Klimakrise. Die Gründung von Klimaclubs mit ambitionierten Zielen sind weitere wichtige Maßnahmen internationaler Klimakooperationen. Wichtig ist, dass die internationale Staatengemeinschaft ihre Vereinbarungen und Verpflichtungen zum Klimaschutz und zur Treibhausgasneutralität im Rahmen des Paris-Abkommens durch eine ambitionierte nationale Klimaschutzpolitik untermauert,“ so Peter. Der russische Angriff auf die Ukraine zeige auf dramatische Weise, warum ein Ende der fossilen Energieerzeugung mit Nachdruck und Eile angestrebt werden müsse. „Energiesouveränität kann es nur mit heimischen Erneuerbaren Energien geben. Ihren Ausbau entschlossen voranzutreiben, muss daher oberstes Ziel der internationalen Gemeinschaft sein.“

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