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Gemeinsamer Fachdialog von DIHK und BEE: "Erneuerbare Energien und Abwärme in der Prozesswärme" // 24.10.2017, Berlin

Hintergrund Rund 55 Prozent des deutschen Energieverbrauchs (1370 TWh) gehen in Wärmeanwendungen. 40 Prozent davon macht Energie für Prozesswärme für Industrie und den GHD-Sektor aus (ca. 530 TWh). Der Schlüssel für die Senkung der CO2-Emissionen in der Industrie (und im GHD-Sektor) liegt vor allem im Segment der Prozesswärme. Die Nutzung erneuerbarer Energien liegt für Prozesswärme mit 10 Prozent im GHD-Sektor und 5 Prozent in der Industrie unter dem Schnitt bei Raumwärme. Gründe: Während im Bereich Raumwärme eine Reihe von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Verfügung stehen, fehlen diese vor allem in der Hochtemperatur-Prozesswärme (> 1.000° C), die fast die Hälfte des Prozesswärmebedarfs ausmacht. Ziel des Fachgesprächs DIHK und BEE wollen anhand von Praxisbeispielen aus der Industrie ausloten, ob und wo Möglichkeiten für einen stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien liegen, welche technischen Restriktionen und welche Effizienzpotenziale bestehen. Aufgrund der unterschiedlichen technologischen Reifegrade wird nach Temperaturbereichen bei der Prozesswärme differenziert. Mit der Beteiligung des BMWi soll eine Diskussion mit der Bundesregierung angestoßen werden, wie der Einsatz erneuerbarer Energien stärker erforscht bzw. umgesetzt werden kann.

PROGRAMM14.00   Begrüßung durch DIHK und BEE: Prozesswärme in der Energiewende

14.10   Stand der Nutzung erneuerbarer Energien für Prozesswärme aus Sicht der Wissenschaft
  • Ralph-Uwe Dietrich, Leiter Fachgebiet Alternative Brennstoffe im Institut Technische Thermodynamik im Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

14.30   Praxisbeispiele Prozesswärme im Niedertemperaturbereich (< 100° C)
  • Martin Willige, Key Account Manager, Ritter XL Solar
  • Andre Schreier, Geschäftsführer, SmartHeat Deutschland GmbH

15.00   Praxisbeispiele Prozesswärme im mittleren Temperaturbereich
  • Thomas Schmidmeier, Geschäftsführer, Schmidmeier NaturEnergie
  • Rainer Dippel, Leiter strategische Verbandsarbeit und Nachhaltigkeit, Viessmann GmbH & Co. KG

15.30   Optionen für Hochtemperatur-Prozesswärme (> 500° C) und Diskussion Forschungsbedarf
  • Michael Marion, SHS Infrastruktur GmbH: Prozesswärme in der Stahlindustrie
  • Christian Gottfried, Adolf Gottfried Tonwerke GmbH: Prozesswärme in der Keramik-Industrie
  • Dr. Martin Schichtel: Nebuma GmbH: Einsatz und Nutzungsmöglichkeiten von Hochtemperaturwärmespeichern"

16.00   Impuls des BMWi zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Prozesswärme
  • Ulrich Benterbusch, Leiter der Unterabteilung Effizienz und Wärme in Industrie und Haushalten im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

16.15   Diskussion zu Chancen und Instrumenten für regenerativ erzeugte Prozesswärme

16.55   Wie weiter? Ein Ausblick

17.00   Ende der Veranstaltung
Datum: Dienstag, 24. Oktober 2017, Beginn: 14.00 Uhr / Ende: 17.00 UhrOrt: Haus der Deutschen Wirtschaft (DIHK), Breite Straße 29, 10178 Berlin
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