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Ein Arbeiter steht bei Sonnenuntergang vor mehreren Stromleitern
Studie

Vorschlag von Maßnahmen für eine kurzfristige Anpassung des Strommarktdesigns

1. Oktober 2020

Vorwort 

Weil wir es können. 

Die Energiewende ist eine großartige Erfolgsgeschichte. Die Motivation einzelner Bürgerinnen und Bürger, ihre Energieversorgung selbst und dezentral vor Ort zu organisieren, stand am Beginn einer großartigen Bewegung, deren Fokus schnell den Klimaschutz, Innovation und regionale Wertschöpfung in eine neue Sichtbarkeit rückte. Heute sind der Atom- und Kohleausstieg in Deutschland gesetzlich beschlossen. 

Die Erneuerbaren Energien sind über die gesamte Breite der Technologien aus der Nische ins Zentrum der modernen Energiewirtschaft gerückt. Wettbewerbsfähig, zuverlässig und verantwortungsbewusst tragen die Erneuerbaren das System. Im ersten Halbjahr 2020 deckten sie im Schnitt schon zu 50 Prozent den Bruttostrombedarf Deutschlands. Die COVID-19-Krise hat gezeigt, dass der Strommarkt an manchen Tagen sogar mehr als 70 Prozent Erneuerbare abbilden kann und das System dabei stabil und sicher läuft. 

Was technisch gut funktioniert, stößt im bestehenden Rechtsrahmen jedoch finanziell an harte Grenzen. Das gegenwärtige Strommarktdesign bildet die Erneuerbare Welt nicht ab. Trotz kostengünstiger Erzeugung geraten die Preismechanismen aus den Fugen, auch weil weiter zu viel konventionelle Restlast blockiert. Um auch diese verbliebene Restlast abzulösen, wollen die Erneuerbaren Energien jetzt noch stärker als bereits heute Systemverantwortung und Dienstleistungen übernehmen. 

Die Erneuerbaren tragen das System. Wir übernehmen Verantwortung. Deshalb sind wir es, die nun Vorschläge unterbreiten. Zunächst geht es darum, kurzfristig die Nachfrage nach Erneuerbarem und CO2-freien Strom zu stärken und den Zubau von Anlagen entsprechend den Klimazielen zu sichern. Immer deutlicher wird aber auch, dass wir einen Rahmen für ein neues Strommarktdesign brauchen. Wir stellen uns der Diskussion, indem wir konkrete Vorschläge formulieren und die Politik ermuntern, diese aufzugreifen und umzusetzen. 

Die Akteure der modernen, erneuerbaren Energiewirtschaft stellen sich nun in ihrer ganzen Breite aus EVUs, Herstellern, Stadtwerken, Bürgernenergieakteuren und Mittelstand diesen Herausforderungen.

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Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab.

Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

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