Der ENERGIEDIALOG ist der große energiepolitische Jahresauftakt des BEE. Gemeinsam mit Ihnen und den Erneuerbaren-Verbänden sind wir am 20. Januar 2026 in das neue Jahr gestartet.
Zum vierten Mal stellte die Veranstaltung die Weichen für die Energiewende in Deutschland und bot unserer Branche eine Plattform für den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik. Nach einem Herbst der Reformen blickten wir auf die ersten Monate der neuen Bundesregierung zurück. Wir diskutierten den Bericht zum Energiewende-Monitoring des BMWE sowie die daraus abgeleiteten zehn Schlüsselmaßnahmen. Zudem gaben wir einen Ausblick auf die erwartete EEG-Novelle und ordneten ihre Bedeutung für die Branche ein.
Zu den Veranstaltungs-Highlights zählten die Grundsatzrede von BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser und Impulse aus der Politik von Frank Wetzel, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Ein weiterer Höhepunkt war die einzigartige Keynote von S.E. Oleksii Makeiev, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland zu dem Thema Sicherheit und Resilienz im Energiesektor.
Im Anschluss begrüßten wir Dr. Bernd Weber, Geschäftsführer EPICO, Janina Mütze, Gründerin von Civey und Dr. Gunar Hering, Vorstandsvorsitzender von ENERTRAG zu einer spannenden Fokusdebatte zu den Themen Klimaneutralität, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Demoskopie.
Im interaktiven Livestream ermöglichten wir Ihnen und der gesamten Erneuerbaren-Branche, das Bühnenprogramm live zu verfolgen. Zudem boten wir Ihnen die einmalige Gelegenheit, sich an der Auswahl der Fragen für die Politik zu beteiligen.
Im BEE-Analysezentrum formulierten Nicolas Bilo, Leiter Kommunikation im Bundesverband WindEnergie und Simone Jost, Leiterin Kommunikation im Fachverband Holzenergie (FVH) im Bundesverband Bioenergie (BBE) gemeinsam mit Ihnen die Erwartungen der Branche und holten Ihre Meinungen im Livestream ein. Hierzu begrüßten wir die Experten Stefan Liesner, Vizepräsident des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung und Dr. Stefan Bayer Leiter Forschung & erweiterter Vorstand German Institute for Defence and Strategic Studies bei uns im Studio.
Hier haben wir für Sie die Mitschnitte der Keynotes und einige Impressionen zusammengefasst.
Ursula Heinen-Esser
Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V.
Frank Wetzel
Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Dr. Bernd Weber
Geschäftsführer EPICO
Janina Mütze
Gründerin Civey GmbH
Dr. Gunar Hering
Vorstandsvorsitzender ENERTRAG
S.E. Oleksii Makeiev
Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland
Prof. Dr. Stefan Bayer
Leiter Forschung & erweiterter Vorstand German Institute for Defence and Strategic Studies
Nicolas Bilo
Leiter Kommunikation im Bundesverband WindEnergie e.V.
Simone Jost
Leiterin Kommunikation im Fachverband Holzenergie (FVH) im Bundesverband Bioenergie (BBE) anpassen
Stefan Liesner
Vizepräsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung
16:00 Uhr | Vorberichterstattung aus dem BEE-Analysezentrum - Erwartungen der Branche
Moderation:
Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit und beteiligen Sie sich im interaktiven Livestream an der Auswahl der Fragen für die Politik!
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18:00 Uhr | Fokusdebatte: Klimaneutralität, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Demoskopie Panelist*innen:
Moderation: Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie |
18:15 Uhr | Abschluss und Ausblick |
18:20 Uhr | Schlusswort |
18:25 Uhr | Einordnung und Einschätzung aus dem BEE-Analysezentrum
Moderation:
18:40 Uhr | Ende der Veranstaltung
Ursula Heinen-Esser, BEE-Präsidentin
In ihrer Eröffnungsrede gab BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser einen Ausblick auf das energiepolitische Jahr 2026. Angesichts von fünf anstehenden Landtagswahlen und Gesetzesnovellen erwartet sie viele Herausforderungen, aber auch richtungsweisende Entscheidungen für die Energiepolitik. Gleichzeitig verbreitete sie Zuversicht. Sie betonte die Bedeutung der Erneuerbaren Energien für die Wirtschaft, die Wettbewerbsfähigkeit und die Resilienz, insbesondere vor dem Hintergrund der weltweiten Bedrohungslage.
Frank Wetzel, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
In seiner Rede blickte Frank Wetzel auf das Energiewende-Monitoring sowie auf den kürzlichen Stromausfall in Berlin zurück. Er betonte, dass auch das BMWE vor großen Herausforderungen stünde und plädierte für eine konstruktive Auseinandersetzung gemeinsam mit allen Akteuren. Laut Wetzel sichere der Zubau von Kraftwerken den Ausbau Erneuerbarer Energien ab. Im Sinne der Kraftwerksstrategie werden 2026 neue Zubau-Kapazitäten ausgeschrieben, für 2027 und 2029 sind Ausschreibungen für Bestandskapazitäten geplant. Darüber hinaus gab er einen Ausblick auf den Nordseegipfel 2026.
S. E. Oleksii Makeiev, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland
Makeiev berichtete über die Realitäten des Krieges in der Ukraine. Insbesondere jetzt, bei Minusgraden, bedeuten regelmäßige Stromausfälle, sich zwischen Heizen und Kühlschrank betreiben entscheiden zu müssen. Energieverfügbarkeit stehe hier nicht mehr „nur“ für Wirtschaft oder Klimaschutz, sondern für Sicherheit und Souveränität. Russland greife gezielt die kritische Infrastruktur der Ukraine an, von der Energie- bis zur Wärme- und Wasserversorgung. Laut Makeiev zielen diese Angriffe darauf ab, die Durchhaltefähigkeit, das Vertrauen in den Staat und den Zusammenhalt in Europa zu untergraben. Aus den Erfahrungen der Ukraine sollte auch Deutschland lernenBürgerinnen und Bürgern erfolgt, um Akzeptanz und Teilhabe zu sichern.
Stefan Liesner, Vizepräsident im Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V.
Liesner sprach über die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als Mittel der dezentralen Energieversorgung im Sinne der Resilienz in Kombination mit der Energiewende. Das Thema Versorgungssicherheit habe durch den Krieg in der Ukraine sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch in der politischen Debatte eine neue Bedeutung erlangt. KWK kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, wie viele innovative Projekte weltweit zeigen. Die Branche habe ihre Umsetzungsgeschwindigkeit zuletzt spürbar gesteigert. Auch in Deutschland biete KWK Chancen für die Volkswirtschaft und die Sektorenkopplung.