Logo des BEE e.V.

Webseitensuche

Filteroptionen:

Solarkollektoren im Vordergrund mit Kraftwerksschornsteinen im Hintergrund vor dunkelblauem Himmel
Pressemitteilung

10. Jahrestag des Reaktorunglücks in Fukushima – Energieversorgung sicher und sauber gestalten

11. März 2021

Berlin, 11.03.2021. Heute jährt sich die Nuklearkatastrophe von Fukushima bereits zum zehnten Mal. Am 11. März 2011 hatte die japanische Regierung den atomaren Notstand erklärt - im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war es zu einer Reihe von Unfällen gekommen, die die Freisetzung großer Mengen radioaktiver Emissionen zur Folge hatten. „Der Jahrestag des Atomunglücks von Fukushima mahnt uns, diese Hochrisikotechnologie global zu beenden. Radioaktive Strahlung kennt keine Grenzen und belastet die Umwelt für mehrere Millionen Jahre. Bereits jetzt stehen ausreichend erneuerbare Technologien zur Verfügung, die die Energieversorgung in allen Sektoren sauber und sicher übernehmen können“, erklärt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE).

Umso wichtiger sei es, den Anlass zu nutzen, mit den Mythen rund um atomare Energieversorgung aufzuräumen. Laut einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde zwischen 1951 und 2017 kein rentabler Atomreaktor gebaut. „Atomkraft wurde für Atomwaffen entwickelt. Für die konventionelle Stromerzeugung war sie nie gedacht und kann dadurch nicht einmal wirtschaftlich betrieben werden“, so Peter. Neben den hohen Kosten und den Risiken während des Betriebs sei aber vor allem die Zeit danach von großer Bedeutung für Mensch und Umwelt. „Die Zwischen- und Endlagersuche des bereits produzierten Atommülls stellt die Staaten vor eine große Herausforderung, ist mit horrenden Kosten versehen und kann nie hundertprozentige Sicherheit gewährleisten. Zudem behindern konventionelle Energieträger die gesetzlich verankerte Vorfahrt der Erneuerbare Energien im Netz und reagieren im neuen, auf Erneuerbaren Energien basierenden Strommarkt zu inflexibel. Deshalb ist es gut, dass der Atomausstieg in Deutschland bald abgeschlossen ist. Die Bundesregierung muss sich aber auch vehement auf EU- und internationaler Ebene für den Atomausstieg einsetzen. Der Teufel Kohle kann nicht durch den Beelzebub Atomkraft ausgetrieben werden. Beide Energieträger behindern die globale Energiewende“, so Peter weiter. „Die erneuerbaren Technologien sind umweltfreundlich, hinterlassen keine gefährlichen Abfälle und tragen zur regionalen Wertschöpfung und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes bei. Hier liegt die Zukunft der Energieversorgung, es braucht 100 Prozent Erneuerbare Energien“, so Peter abschließend.

 

Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab. Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft.

Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

Portraitbild von Friederike Treuer
Autor:innen

Friederike Treuer
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
Pressereferentin


E-Mail an Friederike Treuer schreiben
030 275817016


weitere Beiträge dieses Autors ansehen

Verwandte Artikel

25.04.2022
Atomkraftwerk, rauchende Schornsteine
Tschernobyl-Jahrestag ermahnt zur sicheren Energieversorgung auf Basis heimischer Erneuerbarer Energien

Berlin, 25.04.2022. Morgen jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 35. Mal. Für den Bundesverband Erneuerbare Energie ist dies Anlass,…

Mehr lesen
04.04.2022
Atomkraftwerk, rauchende Schornsteine
Französische Energiepreise illustrieren nuklearen Irrweg

Berlin, 04.04.2022. Am heutigen Montag kommt es zu extremen Energiepreisunterschieden am Spotmarkt, an dem kurzfristig verfügbare Energiemengen…

Mehr lesen
25.02.2022
Windräder Solarkollektoren und Stromleiter vor einem Himmel bei Sonnenaufgang
Kohle oder Atom sind keine Alternativen zu russischem Erdgas – BEE warnt vor energiepolitischem Rückwärtsgang

Berlin, 25.02.2022. Die Sicherung der Energieversorgung gerät in den Fokus angesichts des russischen Großangriffs auf die Ukraine und der bestehenden…

Mehr lesen

Logo des BEE e.V.
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
EUREF-Campus 16
10829 Berlin
Telefon: +49 30 275 8170 0
Telefax: +49 30 275 8170 20
E-Mail: info(at)bee-ev.de

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab.

Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

Cookies