Logo des BEE e.V.

Webseitensuche

Filteroptionen:

Ein Tropfen wasser der kurz davor ist in eine Wasserfläche zu fallen. Auf der Oberfläche sind kleine Wogen
Pressemitteilung

BEE fordert eindeutiges Bekenntnis der Bundesregierung zu grünem Wasserstoff

2. Oktober 2020

Berlin, 02.10.2020. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) hat sich in seinem Positionspapier zur Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung für sofortige Maßnahmen ausgesprochen, um den Einsatz von Erneuerbaren Energien zur Nutzung von grünem Wasserstoff, den Aufbau von Elektrolyseuren und die entsprechende Infrastruktur zu stärken. „Grüner Wasserstoff und Folgeprodukte werden dort zunehmend relevant, wo es keine alternativen Dekarbonisierungsoptionen gibt, überwiegend im Industriesektor von Stahl bis Chemie, aber auch beim Schwerlast-, Zug- und Flugverkehr. In diesen Sektoren ist die direkte Nutzung Erneuerbarer Energien derzeit nicht möglich. Auch im Wärmesektor können Wasserstoff und seine Folgeprodukte einen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen leisten, etwa bei der klimaneutralen Bereitstellung von Fernwärme“, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter. Da der Bedarf für diese Prozesse sehr hoch sei, müsse die Priorität grundsätzlich auf der direkten Nutzen der Erneuerbaren Energien liegen.

Eine Fokussierung auf die inländischen Produktionskapazitäten sei dringend notwendig. „Zwar wird ein Teil der Nachfrage auch durch importierten Wasserstoff gestillt werden, doch gilt es zunächst alle inländischen Potentiale auszuschöpfen. Die Bundesregierung darf sich nicht prioritär darauf verlassen, große Mengen an Wasserstoff aufwendig und mit vielen Unsicherheiten behaftet aus dem Ausland zu beziehen“, so Peter. Es gelte jetzt die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Markthochlauf zur Produktion heimischen grünen Wasserstoffs schnell Fahrt aufnimmt. Es stünden bereits heute Akteure in Deutschland bereit, ihnen fehlten jedoch die notwendigen Rahmenbedingungen, um die vorhandenen Potentiale auszuschöpfen. „Wir müssen die heimische Produktion nun mithilfe verschiedener Instrumente wie einer EEG-Umlagefreiung für grünen Wasserstoff, Investitionsförderung und einem spezifischen Rechtsrahmen weiter anreizen“, so Peter weiter.

Es sei auch dafür Sorge zu tragen, für die Herstellung grünen Wasserstoffs genügend erneuerbaren Strom zur Verfügung zu stellen. „Bei der Berechnung der erforderlichen Ausbaumengen der Erneuerbaren Energien muss deshalb auch der zusätzliche Strombedarf, mit dem durch wasserstoffbasierte Anwendungen zu rechnen ist, angemessen Berücksichtigung finden. Hier ist eine Nachsteuerung in der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erforderlich, um nicht eine riesige Ökostromlücke zu provozieren“, fordert Peter.

Weiterführende Informationen:

Das gesamte Positionspapier zur Wasserstoffstrategie der Bundesregierung finden Sie hier.

 

Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab. Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft.

Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

Portraitbild von Friederike Treuer
Autor:innen

Friederike Treuer
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
Pressereferentin


E-Mail an Friederike Treuer schreiben
030 275817016


weitere Beiträge dieses Autors ansehen

Verwandte Artikel

12.04.2022
Rohr mit Wasserstoff auf einer grünen Wiese und vor blauem Himmel
BEE-Stellungnahme zum „Legislativpaket zu Wasserstoff und Gasmarktdekarbonisierung“ der Europäischen Kommission

Mit dem „Legislativpaket zu Wasserstoff und Gasmarktdekarbonisierung“, das den zweiten Teil des „Fit for 55“-Paketes darstellt, soll der…

Mehr lesen
10.09.2021
Blaue Wasserstoffmoleküle grafisch dargestellt vor weißem Hintergrund
BEE Kurzstellungnahme zum Referentenentwurf einer Verordnung über die Kosten und Entgelte für den Zugang zu Wasserstoffnetzen

Am Mittwoch, den 08. September 2021 übermittelte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Referentenentwurf einer Verordnung über…

Mehr lesen
05.07.2021
Wasserstoff Molekühle blau
BEE kritisiert Empfehlung des Nationalen Wasserstoffrats für blauen Wasserstoff

Berlin, 05.07.2021. Der Wasserstoff-Aktionsplan des Nationalen Wasserstoffrats sieht den Einsatz von blauem Wasserstoff für den Hochlauf der…

Mehr lesen

Logo des BEE e.V.
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
EUREF-Campus 16
10829 Berlin
Telefon: +49 30 275 8170 0
Telefax: +49 30 275 8170 20
E-Mail: info(at)bee-ev.de

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab.

Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

Cookies