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Positionspapier

BEE-Analyse: Auswirkungen einer möglichen Einführung von Contracts for Difference (CfD) auf Erneuerbare Energien im Strommarkt

1. Februar 2022

Das Wichtigste in Kürze

Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist der Dreh- und Angelpunkt der deutschen Klima- und Energiepolitik. In Zusammenhang mit der angekündigten EEG-Reform wird vermehrt über Fördermechanismen jenseits der aktuell geltenden „gleitenden Marktprämie“ diskutiert, insbesondere über so genannt Differenzverträge (Contracts for Difference, CfD). Vor dem Hintergrund der aktuell hohen Energiepreise knüpft sich daran insbesondere die Hoffnung einer Kosteneinsparung und damit nicht zuletzt einer Entlastung der Stromkunden.

In der nachfolgenden Kurzanalyse zeigt der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) jedoch, dass mit CfD gerade dieses Ziel nicht zu erreichen ist und bei der aktuell im Raum stehenden Ausgestaltung weitere negative Auswirkungen zu befürchten wären. Die Einführung eines solchen CfD-Förderrahmens würde aus Sicht des BEE potenziell: 

  • zu Risiken für die Investitionen in Erneuerbare Energien führen;
  • volkswirtschaftliche Mehrkosten verursachen und damit eine Verteuerung der Energiewende bedingen;
  • die marktdienliche Fahrweise von Erneuerbarer Energien Anlagen als auch die Entstehung von Flexibilitäten daraus untergraben; 
  • Grünstromprodukte, Bürgerenergie und PPAs behindern;
  • und die Akteursvielfalt einschränken. 

Der BEE warnt daher vor einer übereilten Einführung eines CfD-Förderrahmens, die ein Segment des Marktes treffen. Erforderlich sind Stakeholderdiskussionen über die künftige Ausgestaltung des Marktrahmens. Der geeignete Ort dafür ist die im Koalitionsvertrag bereits angekündigte Plattform „Klimaneutrales Stromsystem“. Der BEE bekräftigt daher seine Empfehlung, diese Plattform unverzüglich einzusetzen.

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