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Stromtrasse vor dunkelblauem Hintergrund und Sonne auf einem nebligen Feld
Stellungnahme

Stellungnahme zum Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom 2035

14. Februar 2020

Energiepolitik braucht gute Szenarien

Gute Szenarien bilden die Grundlage für gute energieund klimapolitische Weichenstellungen. Sie gewährleisten, dass die Netzentwicklung den nötigen Handlungsspielraum enthält, um durch ambitionierten Ausbau von Erneuerbaren Energien und zügigen Erfolgen bei der Sektorenkopplung das Nachsteuern bei Treibhausgasminderungsmaßnahmen in allen Sektoren abzusichern. Der Entwurf des Szenariorahmens bietet hierzu eine gute und wichtige Diskussionsgrundlage.

„Auf dem Weg in die Treibhausgasneutralität“ war der Titel der Eingangspräsentation der Übertragungsnetzbetreiber auf den Dialogveranstaltungen der Bundesnetzagentur zum Szenariorahmen. Dieser Weg hat Konsequenzen. Der Stromsektor muss noch schneller die Treibhausgasemissionen mindern, um über Sektorenkopplung die Anforderungen aus dem Klimaschutzgesetz zu stemmen. Daher sind ehrliche Annahmen zum steigenden Stromverbrauch ebenso unumgänglich wie ein massiver Ausbau der Erneuerbaren Energien. Es ist jetzt die Zeit, dies klar in den Szenarien abzubilden.

Der BEE hatte schon im Jahr 2009 mit einem Szenario einen Blick auf die Energiewelt des Jahres 2020 geworfen. Obwohl dabei vor über zehn Jahren der Zubau von Photovoltaik überschätzt und der von Offshore unterschätzt wurde, wurden zwei Kenngrößen zielgenau getroffen: Der Bruttostromverbrauch von 595 TWh und der Anteil Erneuerbarer Energien von 47%, der zum Ende dieses Jahres realistisch ist. Vergangenes Jahr hat der BEE sein Szenario 2030 aktualisiert. Zwei Stellgrößen sind wieder klar benannt: Ein auf 740 TWh steigender Bruttostromverbrauch im Jahr 2030 bei einem Erneuerbare Energien-Anteil von 65%.

Mit diesem Szenario wird unterstrichen, dass das Klimaschutzgesetz ernst genommen wird, welches Treibhausgasminderung in allen Sektoren und damit Sektorenkopplung erfordert. Dies geht, trotz Erfolgen bei der Energieeffizienz, mit einem steigenden Bruttostromverbrauch einher, den ehrliche Szenarien abbilden müssen. In der Folge müssen die Zubauzahlen für Erneuerbare Energien entsprechend ausgerichtet werden.

Portraitbild von Dr. Matthias Stark
Ansprechpartner*in

Dr. Matthias Stark
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
Leiter Fachbereich Erneuerbare Energiesysteme


E-Mail an Dr. Matthias Stark schreiben
0151 17123012


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