Die Fraktionsspitzen von CDU/CSU und SPD haben die Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetzes vorgestellt. Der BEE betont die…
25. Februar 2026
BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser: “Nach der gestrigen Vorstellung der GMG-Eckpunkte bestehen Zweifel, ob die Vorgaben zum Mindestanteil von 49% Erneuerbarer Energien im Gebäudesektor aus der europäischen Erneuerbaren-Richtlinie erreicht werden können. Das bisherige GEG war mit Zahlen unterlegt, die auf ein Erreichen dieser Zielwerte ausgerichtet waren. Dadurch bot es Verbrauchern, Kommunen und Investoren Rechtssicherheit. Die Eckpunkte hingegen lassen noch Vieles im Ungefähren.”
Der BEE begrüßt, dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude bis 2029 stabil bleibt. Das erleichtert Verbrauchern den Umstieg auf CO2-neutrale Wärmetechnologien.
Auch wenn die Grüngasquote mit 1 % für Inverkehrbringer ab 2029 wenig ambitioniert ist, wird sie den Biogasmarkt entwickeln. Der Verband bedauert jedoch, dass die Quote nur für den Gebäudebereich, nicht aber zur Nutzung in der Industrie ausgelegt ist.
Die Biotreppe startet im GMG mit einem deutlich niedrigeren Wert als bisher. Zudem sind weitere Stufen aktuell noch unklar. Damit hat die Bundesregierung keine seriösen Berechnungsmöglichkeiten bezüglich der Zielerreichung der EU-Vorgaben. Zusätzliche Unsicherheiten ergeben sich hinsichtlich der Kostenentwicklung von Gas- und Netznutzung. Die neuen Vorgaben zur Biotreppe sollten verschiedene erneuerbare Technologien als gleichwertige Erfüllungsoption ermöglichen.
“Der BEE unterstützt marktliche Lösungen, notwendig dafür sind aber Transparenz für Verbraucher und Planungssicherheit für die Investoren. Mit den jetzt veröffentlichten Vorschlägen ist das so noch nicht gegeben; wir erwarten Konkretisierungen im Gesetzgebungsverfahren”, so Heinen-Esser abschließend.