Logo des BEE e.V.

Webseitensuche

Filteroptionen:

Europäische Flaggen umgeben von grünen Ästen mit Gebäuden im Hintergrund
Pressemitteilung

Hochlauf von Erneuerbaren Energien in neuem Strommarkt statt Taxonomie für Atomkraft und Erdgas

21. Januar 2022

Berlin, 21.01.2022. Die Frist zur Stellungnahme zu den Vorschlägen der EU-Kommission bezüglich der EU-Taxonomie und der darin übergangsweise als nachhaltig eingestuften Technologien Atomkraft und Erdgas läuft heute ab. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) kritisiert scharf, dass Technologien für das Erreichen der Klimaziele als nachhaltig angesehen werden, die den Interessen des Klimaschutzes sowie der Wirtschaftlichkeit von Erneuerbaren Energien entgegenstehen.

„Eine sichere Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien ist ohne den Neubau zentraler Gaskraftwerke in Deutschland möglich und wird durch das Abschalten atomarer und fossiler Energieträger noch beschleunigt. Dazu müssen die volatilen Erneuerbaren Energien Wind und Sonne stark ausgebaut und gleichzeitig ein dezentrales Back-Up durch die Optimierung der vorhandenen Biogaskraftwerke, KWK und neuer Speicher, aber auch Wasserkraft und Geothermie angereizt werden. Die Energiewende funktioniert dezentral – entsprechende Kapazitäten müssen also auch dezentral und bürgernah erzeugt werden“, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter. 

Der BEE habe in seiner Strommarktstudie erst kürzlich dargestellt, dass Erneuerbare Energien das Stromsystem der Zukunft wirtschaftlich besser sichern können, wenn konventionelle Kraftwerke aus dem System ausscheiden. Das steigere zudem die heimische Wertschöpfung und vermeide teure Importe. „Die Energiewende muss in der ganzen EU die Einhaltung der Klimaziele sicherstellen, die wirtschaftliche Entwicklung fördern sowie bezahlbare Preise sichern. Das funktioniert nicht mit Technologien, die ökologisch und ökonomisch der Vergangenheit angehören. Im Gegenteil. Eine Taxonomie für Erdgas und Atomkraft behindert nachhaltige Investitionen und entsprechende Geschäftsmodelle“, so Peter. Der Abschied von Atomkraft sei zudem aufgrund der ungelösten Endlagerfrage und zunehmend altersschwacher Reaktoren in der EU längst überfällig und auch fossiles Erdgas entspreche aufgrund seiner Klimawirkung in keiner Weise den Nachhaltigkeitskriterien. „Ein Europa des Green New Deal muss sich den Herausforderungen der Energiewende für Klimaschutz und Standort entschlossen stellen, statt teure Umwege zu gehen. Wir unterstützen zudem die Initiative aus dem EU-Parlament heraus, von der EU-Kommission eine reguläre vierwöchige Konsultation zum zweiten delegierten Rechtsakt der EU-Taxonomie zu verlangen“, so Peter abschließend.

Weiterführende Informationen:
Die BEE-Strommarktstudie finden Sie hier.

 

Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab. Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft.

Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

Portraitbild von Friederike Treuer
Autor:innen

Friederike Treuer
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
Pressereferentin


E-Mail an Friederike Treuer schreiben
030 275817016

weitere Beiträge dieses Autors ansehen

Verwandte Artikel

23.06.2022
Bundestag mit deutscher Flagge und blauem wolkenlosem Himmel
Die Transformation gestalten: Maßnahmen für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort

Gemeinsame Erklärung der Verbände der Erneuerbaren Energiewirtschaft (BEE) und der im Deutschen Gewerkschaftsbund organisierten Gewerkschaften (DGB)

Mehr lesen
07.01.2022
Windrad und Solarkollektoren auf einem schneeweißen Feld
Ernüchternde Jahresbilanz 2021 für Klimaschutz und Energiewende zeigt Dringlichkeit des Ausbaus Erneuerbarer Energien

Berlin, 07.01.2022. Die heute von Agora Energiewende vorgelegten Zahlen für Klimaschutz und Energiewende in Deutschland im zurückliegenden Jahr 2021…

Mehr lesen
14.12.2021
Geschäftsmann hält Tablet und zeigt ein wachsendes virtuelles Hologramm von Statistiken, Grafiken und Diagrammen mit Pfeil nach oben auf dunklem Hintergrund. Aktienmarkt. Geschäftswachstum, Planung und Strategiekonzept.
BEE stellt Studie zu neuem Strommarktdesign für Erneuerbare Energien vor: Erneuerbare übernehmen Systemverantwortung

Berlin, 14.12.2021. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) hat seine Vorschläge für ein Strommarktdesign auf der Basis Erneuerbarer Energien…

Mehr lesen
08.12.2020
Europäische Flaggen umgeben von grünen Ästen mit Gebäuden im Hintergrund
BEE Position on State aid for environmental protection and energy – proposals for the revised guidelines

BEE Positionv on State aid for environmental protection and energy – proposals for the revised guidelines

Mehr lesen

Logo des BEE e.V.
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
EUREF-Campus 16
10829 Berlin
Telefon: +49 30 275 8170 0
Telefax: +49 30 275 8170 20
E-Mail: info(at)bee-ev.de

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab.

Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

Cookies