Gestern fand zum fünften Mal das BEE-Sommerfest in Berlin statt. Mehr als 1.400 Gäste aus Politik, Unternehmen und Gesellschaft kamen bei…
8. Juli 2026
BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser eröffnete den Abend mit einem Grußwort, in dem sie betonte, dass die Erneuerbaren eine erfolgreiche Industrie sind, die 436.000 Arbeitsplätze sichert. Sie machte dabei deutlich: Die Branche wartet weiterhin auf zentrale Schlüsselgesetze wie die EEG-Novelle und das Netzpaket. Gleichzeitig gibt es aber auch gute Gründe zu feiern: Erneuerbare Energien stellen inzwischen 60 % des Stroms, sorgen für Rekord-Beschäftigungszahlen und tragen als Wachstumsbranche maßgeblich zum Wirtschaftsstandort Deutschland bei. „Wir stehen vor großen politischen Herausforderungen, aber wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, zeigte sich Heinen-Esser hoffnungsvoll,
Auf die Rede der Präsidentin folgte eine Keynote des Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Bundestag, Dr. Matthias Miersch. Dr. Miersch unterstrich dabei, dass der Erfolg der Erneuerbaren für ihn alternativlos sei und viele positive Aspekte für Deutschland habe. Mit Blick auf die aktuellen internationalen fossilen Energiekrisen, ausgelöst durch die Kriege in der Ukraine und im Iran, sagte er: “Es geht nicht nur um Klimaschutz. Die Erneuerbaren sind der einzige Weg, mit dem wir Resilienz und Unabhängigkeit generieren können. Wo uns Abhängigkeiten hinführen, erleben wir jetzt gerade."
Den zweiten Teil des Abends eröffnete Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUKN, mit einem Impuls. Auch die Staatssekretärin betonte die Rolle der Erneuerbaren für die Resilienz des Landes: “Energie wird zurzeit auch als geopolitisches Druckmittel eingesetzt. Dem können wir etwas entgegensetzen: die Energiewende. Mit Blick auf das aktuelle Gesetzgebungsverfahren müssen wir erstens von der Abhängigkeit von fossilen Energien wegkommen - mithilfe der Erneuerbaren! Zweitens müssen wir beim Ausbau vorankommen - durch sichere Rahmenbedingungen für die Finanzierung. Drittens muss der Netzausbau besser mit dem Ausbau der Erneuerbaren verknüpft werden. Das muss in diesem Jahr noch beschlossen werden. ”
Es folgte eine Paneldiskussion unter dem Titel “Junge Wilde - Neue Impulse für die Energiepolitik”, bei der Abgeordnete aller demokratischen Parteien auf der Bühne aktuelle Fragen der Energiewende kontrovers diskutierten. Es diskutierten Vanessa Zobel (CDU), Dr. Alaa Alhamwi (Grüne), Christian Moser (CSU), Dr. Fabian Fahl (Die Linke) und Jakob Blankenburg (SPD).
Ursula Heinen-Esser, BEE-Präsidentin: “Das Sommerfest hat gestern wieder seinen Status als DAS Branchentreffen der Erneuerbaren zementiert. Vor allem in der aktuellen Situation, in der die Erneuerbaren Energien zwar einerseits von Rekord zu Rekord jagen, die Branche aber andererseits vor den größten politischen Herausforderungen der vergangenen Jahre steht, ist das ein starkes Signal. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Event möglich und zu einem Erfolg gemacht haben. Und ich freue mich jetzt schon darauf, beim kommenden Sommerfest am Dienstag, dem 29 Juni 2027, wieder Gastgeberin zu sein.”
Bei der am Vormittag stattfindenden Delegiertenversammlung des BEE wurden zwei neue Mitglieder in den Vorstand des BEE gewählt. Nach einer inspirierenden Rede von Bundesumweltminister a.D. Dr. Norbert Röttgen wurden Daniel Müller und Steffen Lackmann in ihre Ämter gewählt. Sie werden künftig als Vertreter des Unternehmensbeirats bzw. Vertreter der Länderkammer den Vorstand verstärken. BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser: „Ich freue mich, dass wir nach dem tragischen und viel zu frühen Verlust unseres geschätzten Kollegen und Freundes Milan Nitzschke sowie dem Ausscheiden von Daniel Hölder nun wieder einen voll besetzten Vorstand haben. Ich gratuliere Daniel Müller und Steffen Lackmann herzlich zur Wahl und freue mich darauf, die vor uns liegenden Herausforderungen gemeinsam und mit neuer Tatkraft anzugehen.“