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Pressemitteilung

Positive Änderungen für Erneuerbare Energien in der Regelenergie

27. März 2019

Berlin, 27.03.2019.„Der BEE begrüßt die Einführung von Regelarbeitsmärkten in der Sekundärregelleistung und der Minutenreserve, die sich für die Vermarktung Erneuerbarer Energien positiv auswirken“, sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Dadurch würden die Regelenergiemärkte, auf denen Erneuerbare Energien bereits eine wichtige Größe geworden sind, in die richtige Richtung weiterentwickelt. „Erneuerbare Energien werden auch in der Regelenergie konventionelle Kraftwerke zunehmend ersetzen. Daher ist es besonders wichtig, wettbewerbliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können.“ Im Zuge der Einführung der Regelarbeitsmärkte wird das sogenannte Mischpreisverfahren wieder abgeschafft, was der BEE ausdrücklich begrüßt. Allerdings sollte dies aus Sicht des Verbandes deutlich schneller passieren. Da die Einführung der Regelarbeitsmärkte eine Umsetzung der „Guideline on Electricity Balancing“ der Europäischen Union und somit seit 2017 bekannt ist, sollte die Einführung in drei bis sechs Monaten und spätestens bis Ende 2019 erfolgen.

Mit dem Mischpreisverfahren wurde im vergangenen Jahr eine Änderung hinsichtlich der Bezuschlagung bei der Bereitstellung von Regelenergie eingeführt, die konventionelle Anlagen systemisch bevorzugt. Zudem hat es sich als teurer als das Vorgängermodell herausgestellt. Erneuerbare-Energien-Anlagen, die wesentlich zur Kostensenkung in den vergangenen Jahren beigetragen haben, werden aus dem Markt gedrängt. Besonders für Biogasanlagen bedeute das Mischpreisverfahren eine erhebliche Verschlechterung der Marktbedingungen und führe deshalb bereits zu Marktaustritten, erklärt Peter. Das Mischpreisverfahren stehe auch im Widerspruch zum Weißbuch der Bundesregierung zum Strommarkt, das sich für mehr Flexibilität aus Erneuerbaren ausspricht.
 
„Jeder Monat mehr mit dem Mischpreisverfahren bedeutet spürbare Verluste vor allem für Betreiber von Biogasanlagen und Mehrkosten für Verbraucher. Die politischen Rahmenbedingungen müssen den Erneuerbaren zu Gute kommen und dürfen sie nicht ausbremsen“, so die BEE-Präsidentin weiter. Der BEE hat Vorschläge entwickelt, wie die negativen Auswirkungen gemindert werden können, bis die Regelarbeitsmärkte das Mischpreisverfahren ersetzen. Die Branche wolle und könne mehr Verantwortung in der Energieversorgung übernehmen. Die Möglichkeiten müssten dafür aber auch umfassender geschaffen werden als dies bislang häufig der Fall sei. Die Einführung der Regelarbeitsmärkte und die damit verbundene Abschaffung des Mischpreisverfahrens sei ein wichtiger Schritt. Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 55 Verbänden, Organisationen und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 338 700 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

Lesen Sie mehr: BEE-Positionspapier „Vorschlag für eine Weiterentwicklung der Festlegung der BNetzA zu den Ausschreibungsbedingungen und Veröffentlichungspflichten für Sekundärregelung & für Minutenreserve“

 

Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab. Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft.

Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

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