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Solaranlagen mit Strommasten im Hintergrund vor Sonnenuntergang
Stellungnahme

BEE-Stellungnahme zum Entwurf für eine Energieeffizienzstrategie 2050 der Bundesregierung

20. November 2019

Allgemeine Anmerkungen

Durch die im vorliegenden Entwurf für eine Energieeffizienzstrategie 2050 aufgeführten Maßnahmen findet in vielen Anwendungsfällen eine Verschiebung von der Nutzung fossiler Primärträger zur direkten Nutzung elektrischer Energie statt. Dies wirkt erhöhend auf den Bruttostromverbrauch, was an sich kein Nachteil ist, da die Primärenergieeffizienz erhöht wird. Grundsätzlich ist zu erwarten, dass eine Vielzahl der sektorengekoppelten Prozesse hinsichtlich der Primärenergieeffizienz, bzw. aufgrund der besseren Wirkungsgradkette, effizienter sind als heutige Prozesse, die oft auf der Verbrennung von fossiler Primärenergie mit einem geringen Wirkungsgrad beruhen. Fest steht: Sektorenkopplung wird auch aufgrund der höheren Effizienz nötig, geht aber mit einem insgesamt steigenden Bruttostromverbrauch einher.

Diese Entwicklung muss allerdings mit einem erhöhten Ausbau an Erneuerbarer Energien (Wind auf Land und See, Photovoltaik und Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie) einhergehen, so dass im Jahr 2030 tatsächlich 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt wird. Ist dies nicht der Fall, würde die Stromnachfrage der Effizienzmaßnahmen über fossile Kraftwerke gedeckt. Diese Fehlentwicklung gilt es zu vermeiden.

Portraitbild von Dr. Matthias Stark
Autor:innen

Dr. Matthias Stark
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
Leiter Fachbereich Erneuerbare Energiesysteme


E-Mail an Dr. Matthias Stark schreiben
0151 17123012


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