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Pressemitteilung

Klimaschutzlücke mit Erneuerbaren Energien schließen

20. Februar 2019

Berlin, 20.02.2019. Die Klimaschutzlücke droht noch größer zu werden als bislang prognostiziert, so Berechnungen des Öko-Instituts, über die heute berichtet wird. „Die Bundesregierung muss nun dringend nachsteuern und Erneuerbare Energien ambitionierter ausbauen. Sie sind die Klimaschützer in den Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und sparen bereits heute die Menge an CO2 ein, die der gesamte Verkehrssektor ausstößt. Bei fortschreitender Wende von fossil zu erneuerbar, wie auch im Koalitionsvertrag vereinbart, wird dieser Effekt weiter zunehmen“, sagt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).

Es sei zudem deutlich sinnvoller, in klimafreundliche Technologien zu investieren und damit den Standort zukunftsfit zu machen, als Milliarden an Strafzahlungen aufgrund verfehlter Klimaschutzziele zu zahlen. "Erneuerbare Energien tragen dazu bei, den Industriestandort zu modernisieren und dabei das Klima zu schützen.“

Deshalb sei es wichtig, zügig das Zeit- und Mengengerüst für einen Anteil von 65 Prozent Erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2030 festzulegen, der Energiewende auch in den Sektoren Wärme und Mobilität mehr Schwung zu verleihen sowie die Kopplung der Sektoren voranzubringen. „Ein Preis auf CO2 begünstigt die saubere Energieerzeugung und sorgt sowohl für Fairness im Markt als auch für Fortschritte beim Klimaschutz. Dieses marktwirtschaftliche Instrument muss weiter in der Diskussion bleiben“, so Peter.

Besondere Bedeutung komme dem Klimaschutzgesetz zu, das nicht länger vertagt werden dürfe. Darin müssten die Sektorenziele ebenso gesetzlich festgeschrieben und durch konkrete Maßnahmen untermauert werden wie die finanzielle Verantwortung von Ministerien für die Verfehlung jeweiliger Sektorenziele. „Speziell für den Gebäudesektor ist ein Gebäudeenergiegesetz vorzulegen, das deutliche Anreize für Klimaschutz im Wärmesektor setzt. Vorliegende Entwürfe lassen jedoch befürchten, dass die Klimaschutzziele im Wärmesektor auch 2030 nicht erreicht werden.“ Um den Mobilitätssektor zu modernisieren, seien eindeutige Weichenstellungen für alternative Antriebe und erneuerbare Kraftstoffe notwendig. "Hier erwarten wir entsprechende Impulse aus der Verkehrskommission.“

 

Als Dachverband vereint der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) Fachverbände und Landesorganisationen, Unternehmen und Vereine aller Sparten und Anwendungsbereiche der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei seiner inhaltlichen Arbeit deckt der BEE Themen rund um die Energieerzeugung, die Übertragung über Netz-Infrastrukturen, sowie den Energieverbrauch ab. Der BEE ist als zentrale Plattform aller Akteur:innen der gesamten modernen Energiewirtschaft die wesentliche Anlaufstelle für Politik, Medien und Gesellschaft.

Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität.

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