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Pressemitteilung

BEE: Erneuerbare Industrie in Deutschland stärken, Delegationsbesuch bei Hersteller Meyer-Burger in Freiberg/Sachsen

13. September 2022

Berlin, 13. September 2022: Erneuerbare-Energien-Technologien boomen weltweit. Riesige Märkte buhlen um diese Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Deutschland beherbergt viele innovative Unternehmen, hat jedoch in den vergangenen Jahren wichtige Player verloren – die Photovoltaikbranche besonders im Bereich der Wafer- Zell- und Modulfertigung. BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter besucht auf ihrer Sommertour Unternehmen, die sich für den Standort Deutschland entschieden haben und ihren Beitrag für Wertschöpfung und Innovation in einem zukunftsfähigen Industriesektor leisten. Gemeinsam mit dem Sächsischen Staatssekretär für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Dr. Gerd Lippold, und dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig, besichtigt sie heute das Werk von Meyer Burger im sächsischen Freiberg. Neben der Rolle der Solarindustrie als wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung und Energiesouveränität ging es bei dem Besuch auch um das Thema Fachkräfte und die Herausforderungen für die Branche am Wirtschaftsstandort Deutschland.

Statements der teilnehmenden Personen:

Dr. Gunter Erfurt, PMP, Chief Executive Officer (Meyer Burger Technology AG):

„Wir als Meyer Burger haben uns sehr über den heutigen Besuch gefreut. An unserem Standort konnten wir zeigen, wie die Renaissance der europäischen Solarindustrie aussehen kann. Meine Überzeugung ist: Jetzt ist die Zeit für einen entschlossenen Wiederaufbau der hiesigen PV-Fertigung. Aber wir müssen schnell sein. Andere Länder wie die USA machen es uns vor und unterstützen ihre Unternehmen mit großem Einsatz. Europa muss nachziehen und die gesamte Wertschöpfungskette bei PV-Anlagen stärken. Das schafft Arbeitsplätze und sichert Energieunabhängigkeit. Bei Meyer Burger haben wir schon einmal angefangen.“

Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE):

„Was wir jetzt brauchen, um der Erneuerbaren-Energien-Industrie in Deutschland wieder Rückenwind zu verschaffen, ist eine europäische Strategie für Produktionskapazitäten entlang aller Wertschöpfungsstufen. Die europäischen Erneuerbaren-Verbände hatten dies bereits vor zwei Jahren gefordert. Laut Berechnungen der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien wird die Zahl der Arbeitsplätze in der EU von heute 1,2 Millionen auf 2,7 Millionen im Jahr 2050 ansteigen. Dafür müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Die Erneuerbaren Branche ist nicht nur eine wichtige Säule der Energiewende und des Klimaschutzes, sondern senkt heute schon die Energiepreise und bringt Wertschöpfung. Die Corona-Pandemie und die Versorgungs- und Kostenkrise infolge des Angriffskriegs gegen die Ukraine haben uns die enorme Bedeutung der Energiesouveränität vor Augen geführt.“

Dr. Gerd Lippold, Sächsischer Staatssekretär für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft:

„Die Solarindustrie kommt in großem Maßstab zurück - auch nach Sachsen. Das steht für die Innovationskraft des Unternehmens wie auch des Standorts. Und es steht für den notwendigen Weg wie auch für die Potenziale der Energiewende. Letztere gilt es gerade auch im Freistaat beherzt voranzutreiben, denn auch wir sind den Klimazielen von Paris verpflichtet. Für mich bedeutet die Energiewende Klimapolitik und innovationsorientierte Standortpolitik zugleich. Sie ist eine Chance für Sachsen. Und nicht zuletzt stärken die Investitionen hier die energiewirtschaftliche Souveränität Europas. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine ist auch das ein Gebot der Stunde. Sachsen setzt sich gegenüber dem Bund und der EU aus all diesen Gründen dafür ein, dass die Renaissance der Solarindustrie auf nationaler und europäischer Ebene deutlich stärker unterstützt wird. Unterm Strich geht es darum, für die Solarindustrie ein Umfeld zu schaffen, in dem sie wettbewerbsfähig produzieren kann. Wir haben dazu aktuell einen Entschließungsantrag in den Bundesrat eingebracht.“

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar):

„Ein wachsender Heimatmarkt ist der wichtigste Standortfaktor für die Solarwirtschaft. Diesen verlässlich abzusichern, ist das politische Gebot der Stunde. Die Bundesregierung hat in diesem Sommer bereits Photovoltaik-Ausbauziele verankert, die ehrgeizig und zugleich alternativlos sind. Erreichbar sind sie, wenn der Gesetzgeber jetzt für entsprechend attraktive Investitionsbedingungen sorgt und konsequent Marktbarrieren aus dem Weg räumt. Auch die aktuelle Novelle des Energiesicherheitsgesetzes sollte unbedingt dafür genutzt werden, denn wir haben keine Zeit mehr zu verlieren.“

 

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